„Interstellar“

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„Der Untergang der Erde wird nicht unser Untergang sein.“
„Der nächste Schritt der Menschheit wird unser größter sein.“

Das Szenario wurde jahrzehntelang in Zukunftsvisionen vorausgesehen: Der letzte Baum ist gerodet, die Böden geben als Grundlage für Pflanzenwachstum nichts mehr her, Nahrung wird knapp und katastrophale Sandstürme machen Leben und Atmen schwer. Das Leben auf der Erde ist bestimmt vom täglichen Kampf um das Überleben. Cooper, zweifacher Vater, ehemaliger Astronaut und Farmer steht vor der Frage: Bleibe ich bei meinen Kindern auf der Farm und sehe zu, wie wir alle vor die Hunde gehen oder rette ich die Welt, indem ich Lebensraum auf einem anderen Planeten finde? Er verlässt die Farm am riesigen Maisfeld und übergibt die Arbeit seinem alten Schwiegervater und dem fünfzehnjährigen Sohn. Schwierigkeiten macht ihm seine zehnjährige Tochter Murphy, die fest davon überzeugt ist, dass hinter dem Bücherregal in ihrem Zimmer ein Geist immer wieder die Botschaft sendet, er solle nicht gehen. Der Vater verspricht zurückzukommen, wohl wissend, dass das so einfach nicht ist schon angesichts der Tatsache, dass auf dem ersten Planeten, den er ansteuern wird, in jeder Stunde sieben Jahre auf der Erde vergehen. Bei seiner Rückkehr wird Murphy so alt sein wird wie er bei seinem Aufbruch. Immerhin haben Jahre zuvor bei der Mission „Lazarus“ drei von zwölf Wissenschaftlern bewohnbare Planeten erreicht und dementsprechende Botschaften zur Erdstation gesendet. Da keiner zurückgekehrt ist, nimmt man an, dass sie den Kälteschlaf gewählt haben und auf Rettung warten. Coopers abenteuerliche Reise durch Raum und Zeit beginnt.

Meine Highlights:
Tars, der überaus intelligente und symphatische Roboter
Amelie Brand, Coopers bezaubernde und kompetente wissenschaftliche Begleiterin
die unglaublich spannende Szene im Tesserakt mit fünf Dimensionen

Fazit: Wer Science Fiction mag und sich gerne auf eine Zeitreise durch schwarze Löcher und Wurmlöcher mitnehmen lässt, kommt in diesem Film voll auf seine Kosten. Die Frage, ob es Wurmlöcher überhaupt gibt, kommt keine Sekunde lang auf. Man ist ja mittendrin und kann es selbst erleben. Da stimmt jede Actionszene, die Musik ist sowohl den abenteuerlichsten als auch den ruhigen Passagen angemessen, der Handlungsfaden wird von einer wunderbaren Vater/Tochter-Beziehung getragen und zum Schluss gibt es anstatt einer Romance ein ganz besonderes Happyend. Ich wünsche jedem, der sich das Werk ansieht, dass er sich bezaubern lässt von der grandiosen Darstellung und der Botschaft dieses großartigen Films.

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AS A GHOST ist „Act des Monats“ in „Gitarre&Bass“

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Homepage von AS A GHOST

Homepage von „Gitarre&Bass“

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„ludwig goes pop“

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RenateGoesPopSammel

Fotos: Renate Hupfeld am 18. November 2014 „ludwig goes pop“ im Museum Ludwig in Köln … Einzelbilder zum letzten Bild: renate goes pop

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Hamburg

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Fotos: RH am 15. November 2014 im Hamburger Hafen, Hafenstraße, Alter Elbtunnel, Selfie mit Udo Lindenberg vor dem Panoptikum auf der Reeperbahn und Lounge im Motel One Hamburg Alster

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„Gefallen für Großdeutschland“

1917-ElisabethRudiArthurAm 15. November 1914 wurde Rudi in Harpersdorf im Kreis Gera in Thüringen geboren. Seine Eltern Elisabeth und Arthur hatten ein Uhrengeschäft mit Uhrmacherwerkstatt im nahegelegenen Bad Blankenburg. Auf dem Foto sehen wir Rudi im Alter von drei Jahren zusammen mit seinen Eltern 1927-UhrmacherladenBlankenburgund im Bild darunter den Uhrenladen von Arthur Günther im Haus Obere Marktstraße 6, in dem die Familie auch wohnte:

1928-GrabElisabethRudiAnneliese1931-RudiHundRudi war 14 Jahre alt, als sein Vater Arthur im Jahre 1927 starb. Elisabeth blieb mit Rudi und seiner jüngeren Schwester Anneliese zurück. Den Uhrenladen mit Werkstatt führte sie weiter, zusammen mit ihrem Gesellen Ludwig Flohr, den sie im Jahre 1931 heiratete. Wie sein Vater und Stiefvater wollte Rudi Uhrmacher werden und begann nach dem Schulabschluss eine Ausbildung bei Uhrmachermeister Sakulowski in Saalfeld, wo er im April 1933 die Gesellenprüfung absolvierte. Wenig später verließ die Familie Bad Blankenburg. Elisabeth und Ludwig eröffneten einen Uhrenladen mit Werkstatt in Gifhorn am Rand der Südheide. Sie wohnten und arbeiteten in einem schönen Haus an der Hauptstraße, direkt an der Aller. Mit dem Gesellenbrief in der Tasche fand Rudi Arbeit bei Uhrmachermeister Hotop in Bad Fallersleben. Doch er wollte in seinem Handwerk noch mehr lernen und es zog ihn in südliche Richtung, wo er von Oktober 1937 bis Oktober 1938 bei Uhrenhaus Albert Widmann am Schlossberg in Pforzheim arbeitete.

1934-GifhornLadenAllerSuedheide

1934-02-05-ZeugnisSakulowskiSaalfeld

1933-04-02-GesellenbriefGera-Reuss

1935-10-26-ZeugnisHotopFallersleben

1938-10-15-ZeugnisWidmannPforzheim

Die nächste Stelle führte ihn in das Uhrengeschäft Kneer auf der Oststraße 28 in Hamm in Westfalen. Beim Tanztee im Café Gries lernte er seine Else kennen. Rudi und Else heirateten und bekamen die kleine Renate. Doch inzwischen war Krieg in Deutschland und Rudi, der nie Soldat werden wollte, erlebte Familienleben nur in den kurzen Urlauben vom Soldatenleben. 1943-ElseRenateRudiImmer wieder musste er seine Liebsten zurücklassen und zur Truppe nach Maastricht und später nach Goch am Niederrhein zurückkehren. Nichts wünschte er sehnlicher, als ein Ende des Krieges, ein friedliches Leben zusammen mit Frau und Kind anstatt mit Gewehr mit dem Uhrmacherwerkzeug zu hantieren. Doch der Krieg schien kein Ende zu nehmen, wurde immer brutaler und im Spätsommer 1943 bestimmte das Schicksal Rudi an den Süden der Ostfront in der Ukraine. Ein vorbereitetes Treffen mit Else und Baby Renate in Goch fand nicht mehr statt, weil er sich bei ihrer Ankunft bereits in einem Waggon auf dem Soldatentransport an die Ostfront befand. Wo immer es ging, schrieb er seinen Liebsten von unterwegs während des Transportes Briefe. Seinen letzten bekam Else, als er gerade seine Kompanie erreicht hatte, datiert vom 9. September 1943:

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„den 9. September 1943
Mein liebes kleines Frauchen + Klein Renate!
Ich hoffe, daß es Euch Beiden noch recht gut geht. Seit gestern Abend bin ich nun bei meiner Komp. angelangt. Im Augenblick liegen wir gerade in Ruhe, aber in den nächsten Tagen geht es wieder nach vorn. Der Abschnitt in dem wir liegen ist im Moment sehr ruhig nachdem sich der Russe in den letzten Wochen ziemlich blutige Köpfe geholt hat. Ein Wetterchen ist das hier, einfach fabelhaft, nur des Nachts ist es ziemlich frisch. Abends um 19:00 Uhr ist es dunkel, dafür ist es morgens gegen 4 Uhr schon wieder hell. Das Essen ist fabelhaft […] da gibt es keine Fleischmarken, da geht der Küchenbulle los, schnappt sich 50 Hühner oder eine Kuh oder sonstiges Viehzeug, haut den Tieren einen vor die Melone und im nächsten Augenblick hat die Feldküche […] im Pott. Ich freue mich, daß ich nun bald Nachricht von dir haben kann, d.h. in einigen Wochen. Leider hat die Komp. im Augenblick keine Luftpostmarken, sonst hättest Du Luftpost bekommen.
Wie geht es Euch denn sonst? Was macht unser Puppchen? Sicher kann sie bald laufen. […]
Ich will nun schließen und hoffe bald auf Nachricht von Euch.

Mit den herzlichsten Grüßen und Küssen
verbl. ich Euer Euch liebender Papa

Grüße bitte die Eltern, Trautchen, Jupp + Anni
Wie geht es Heini?

Nach diesem Brief von einem unbestimmten Ort in der Ukraine war wochenlang Funkstille. Rudi, ein fleißiger Briefschreiber, meldete sich nicht mehr. Wo war er angekommen? Wo war er? Was war passiert? Verschollen in einem riesigen unbekannten Land. Drei Monate hörte Else nichts von Rudi. Und dann kam die schockierendste Nachricht, die man sich nur vorstellen kann. Es hieß, Rudi sei bei Ordyn in der Nähe von Merefa, in der Nähe von Charkiw, durch einen Kopfschuss getötet worden und sei sofort tot gewesen. Seine Kameraden hätten ihm ein schlichtes Soldatengrab bereitet. Unfassbar. Wieder eine Weile später schickte man der Witwe Rudis Wehrpass, gestempelt mit der zynischen Bemerkung „Gefallen für Großdeutschland am: 11. September 1943“.

1943-12-23-TodesnachrichtBrehmAusschnitt

1943-09-11-WehrpassGefallen

Am 15. November 2014 wäre Rudi 100 Jahre alt geworden. Wo immer er auch begraben liegt: R.I.P.

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Spuren von Robert Blum in Köln

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAm 10. November 1807 wurde Robert Blum in einem kleinen Haus in der Mautgasse am Fischmarkt unterhalb von Groß St. Martin geboren. In den Gassen um Groß St. Martin zu Füßen des gewaltigen Kirchengebäudes verbrachte Robert seine Jugendjahre in ärmlichen Verhältnissen. Familie und politische Heimat fand er in Leipzig, wo er in Zeiten des Vormärz als einer der engagiertesten und fähigsten Demokraten an der Vorbereitung der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche beteiligt war. Die Früchte seiner Arbeit konnte er nicht ernten, weil er in einem „kurzen Prozess“ am 9. November 1848 in der Brigittenau bei Wien brutal hingerichtet wurde.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Ein Gedenkstein an der Mauer neben dem Treppenaufgang zur Kirche erinnert an den herausragenden Sohn der Stadt, der in den engen Gassen der Altstadt seine Kindheit und Jugend verbrachte. Während des Vormärz in Leipzig und im Jahre 1848 in der Frankfurter Paulskirche war er als überzeugender Vorkämpfer für ein einheitliches demokratisches Deutschland in allen Ländern des deutschen Bundes bekannt und erst recht nach der skandalösen Ermordung in Wien.

Geboren an dieser Staette am
10. November 1807. Erschossen
zu Wien am 9. November 1848
Ich sterbe für die deutsche Freiheit
für die ich gekämpft. Möge das
Vaterland meiner eingedenk sein.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWeitere Spuren von Robert Blum befinden sich in einer Glasvitrine zur Revolution 1848 im Kölner Stadtmuseum, das im alten Zeughaus untergebracht ist, und zwar ein schönes Portraitgemälde und Utensilien, wie sie nach Blums Tod in den deutschen Ländern zu seinem Gedenken angeboten wurden.

Fotos: Renate Hupfeld am 17. Juni 2013 in Köln

Theodor Althaus erinnert sich an seinen Freund Robert Blum: Aus dem Gefängniß. Deutsche Erinnerungen und Ideale

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Brunch Vegan

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2014-11-09-BrunchVegan6Kichererbsensalat ► Kichererbsen, Tomaten, Petersilie, Zitrone, Zwiebeln, Chilichote, Knoblauch, Olivenöl, Salz, Paprikagewürz, gewürfelte Gurken, Rukola

Rote Beete Salat ► Rote Beete, grüne Trauben, Walnüsse, Petersilie, Johannisbeergelee, Dijonsenf, schwarzer Pfeffer

Auberginen, gefüllt ► Tomaten, Knoblauch, Rosmarin, schwarzer Pfeffer, Zwiebel, Oliven, Kapern, rote Paprika, Champignons …

Wirsing Wrap ► Wirsingblätter, Füllung: rote u. gelbe Paprika, Möhre, Öl, Salz, Pfeffer, Champignons, ErdnussDipp: 2 Bananen, Erdnussmus, Sojasoße, Curry

Mozarella vegan ►200 ml Wasser, 2 EL gemahlene Flohsamenschalen, 50 g Cashewnüsse, 1 EL Zitronensaft

Tofu Rührei ► Gewürfelten Tofu in Öl, Sojasoße, Curcuma marinieren, mit Frühlingszwiebeln anbraten

Sushi ►Tofustreifen, Gurkenstreifen, Paprikastreifen

Aufstriche
Kidneybohnen (Zwiebel, Knobl., Selleriestange, Senf, getr. Tomaten, fr. Tomaten, Datteln)
Weiße Bohnen (Zwiebel, Knobl., Selleriestange, Senf, Datteln)
Avocado (Knoblauch, Zitrone …)

Dips
Erdnussdipp (Banane, Erdnussmus … s. Wirsing Wrap)
Zatziki (Seidentofu, Gurke, Knoblauch … Olivenöl )

Kuchen
Muffins
Käsekuchen
Brownies

Dinkelfladen ► Dinkelmehl, Walnüsse, Leinsamen, Hefe, gehackte Rosmarin … bestreichen mit RosmarinKnoblauchÖl

Türkische Röllchen ► Spitzkohl gehobelt gewürzt … Petersilie, Curcuma, Brühgewürz … Chili … Röllchen mit Würzöl bestreichen, Backofen …

Polenta Sticks gebraten mit Zatziki

Fotos: RH am 9. November 2014 im Hammer Norden

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„Böse Clowns“ im Dortmunder U

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Clowns03„Traum einer großen Ausstellung“ von Barbara Breitenfellner

RenateClown01In der Videoinstallation „The Village’s biggest loser“ von Abner Preis

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Fotos: RH und WH am 2. November 2014
Ausstellung „Böse Clowns“ im Dortmunder U

Mehr böse Clowns … ich will ein clown sein

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1848 „Als Deutschland die Freiheit entdeckte“

„Barrikadenkampf auf dem Berliner Alexanderplatz.“ Welches Szenario wäre als Titelbild zur Spiegel Publikation „Die Revolution 1848“ besser geeignet als eine Darstellung dieses revolutionären Geschehens am 18. März 1848 in Berlin? Bestens bewaffnete Soldaten zu Pferde oder in mehreren Reihen zu Fuß gegen unerschrockene Kämpfer für Einheit und Demokratie auf der Barrikade. In jener Blutnacht gab es nahezu 200 Tote und viele Verletzte, doch letztendlich wurden mit beispielhafter Ge- und Entschlossenheit des Volkes alle Soldaten aus der Stadt vertrieben.
Was war denn eigentlich los im Deutschland des Jahres 1848?
Um das zu verdeutlichen, gibt es auf den ersten Seiten des Heftes hervorragende Illustrationen und Anmerkungen zu einzelnen Facetten wie „Freiheit und Nation“, „Traum von Demokratie“, „Nieder mit den alten Mächten“ und „Das Volk steht auf“, Letzteres nicht nur in Berlin, sondern auch im Wien von Fürst Clemens von Metternich, Willkürinstanz der Karlsbader Beschlüsse und Zentralstelle für Zensur, Bespitzelung und Verfolgung.
Eine gute Zusammenfassung der politischen Landschaft und dem „wechselvollen Verlauf der Revolution von 1848/49“ gibt der Frankfurter Historiker Dieter Hein im Artikel „Die Nation war das große Banner“. Der kompetente Interviewer und der vor Wissen sprühende Befragte haben ein gutes Händchen für die Darstellung der Knackpunkte dieses ereignisreichen Jahres der deutschen Geschichte. So gibt es Antworten auf Fragen zu den Regierungen der 36 Einzelstaaten, zur Situation der verschiedenen Gruppierungen der Bevölkerung und zur dubiosen Rolle des preußischen Königs von Gottes Gnaden Friedrich Wilhelm IV. Durch welche Ereignisse wurde die Revolution im März 1848 ausgelöst? Warum konnte das erste deutsche vom Volk gewählte Parlament die Früchte der monatelangen mühevollen Arbeit nicht ernten? Warum wurde die Reichsverfassung nicht in politisches Handeln umgesetzt?
Im Weiteren werden in gut recherchierten Artikeln einzelne Ereignisse, Schauplätze und Personen in den Fokus genommen. Da werden die Zusammenhänge der Schleswig-Holstein Krise erklärt, da schaut der Leser in die Reihen der Abgeordneten in der Frankfurter Paulskirche, da reist er in ein revolutionäres Städtchen namens Kirchheim unter Teck und auf die Festung Rastatt unter dem bezeichnenden Motto „Gegen Demokraten helfen nur Soldaten“. Da wird auf „Prominente Revolutionäre im Kampf um die Freiheit“ hingewiesen, wie Jacob und Wilhelm Grimm, Friedrich Ludwig Jahn, Richard Wagner und herausragende „Rebellische Köpfe“ portraitiert, wie Georg Herwegh, Friedrich Hecker, Michail Bakunin und Karl Marx. Und was war mit den Frauen? Fanny Lewald, Luise Otto-Peters und Emma Herwegh definierten sich durchaus nicht als unpolitisches Beiwerk der Männer. Mit Wort und Tat mischten sie sich ein und dürfen als Beispiele für ein selbstbestimmtes Frauenleben angesehen werden.
Zwei Protagonisten der deutschen Revolution sind den Herausgebern der Publikation ausführliche Artikel wert. So gilt besonderes Augenmerk dem Rheinländer Carl Schurz, der es fertig gebracht hatte, in einer unglaublichen Nacht- und Nebelaktion den Bonner Dozenten und Revolutionär Gottfried Kinkel aus dem Spandauer Zuchthaus zu befreien, nachdem er selbst mit seiner spektakulären „Flucht durch den Kanal“ aus der von preußischen Soldaten umstellten Festung Rastatt dem Schicksal von Verhaftung und Hinrichtung entronnen war. Wie für viele herausragende Köpfe war für ihn kein Platz in Deutschland. Er wanderte aus nach Amerika und wurde unter Abraham Lincoln ein viel geschätzter Staatsmann. In einem Park in Manhattan erinnert ein stattliches Denkmal an diesen fähigen Mann aus dem rheinischen Liblar. Ebenfalls ausführlich portraitiert wird „Der Märtyrer von 1848“ Robert Blum, einer der rührigsten, kompetentesten und fähigsten Kämpfer für ein einheitliches demokratisches Deutschland. Der Vater von vier Kindern war vorbereitendes und aktives Mitglied des Frankfurter Vorparlamentes und der Natonalversammlung, ein glänzender Politiker und Redner. Sein Leben endete am 9. November 1848 durch die Kugeln des brutalen Monarchiesystems. Er wurde nur vierzig Jahre alt. „Alles, was ich empfinde, rinnt in Tränen dahin“, war die letzte Botschaft an seine Frau Jenny am Tag seiner Ermordung in der Brigittenau bei Wien.

Ignoranz und Willkür der Herrschenden, die gegen das Volk regierten, sowie die Aussichtslosigkeit des Kampfes für eine gerechte Welt lässt mich noch heute erschauern. Werte, die für uns selbstverständlich sind, wie deutsche Einheit, freie Wahlen, ein Parlament und Pressefreiheit, mussten bitter erkämpft und mit dem Verlust von Heimat, Freiheit und Leben bezahlt werden. Und doch war der Kampf nicht umsonst. So wird in der Publikation darauf hingewiesen, dass unser Grundgesetz auf der Basis der im Jahre 1848 in der Paulskirche erarbeiteten Reichsverfassung entstand.

2014-06-27-SpiegelGeschichte1848-SchreibtischDas vorliegende Heft beinhaltet eine Fülle von verständlich und lebendig dargestellten Informationen und hervorragende Illustrationen zu diesen ereignisreichen Monaten des Jahres 1848 mit all ihren Facetten, den vielfältigen Vernetzungen, den Siegen und Niederlagen und letztendlich den allerersten Anfängen unserer Demokratie in Deutschland. Mit Personen, Schauplätzen und Geschehnissen wird Geschichte direkt erlebbar. Fullhouseempfehlung!!!!!

SPIEGEL GESCHICHTE 3/2014: Die Revolution von 1848 – Als Deutschland die Freiheit entdeckte

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Niki de Saint Phalle

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Nanas von Niki de Saint Phalle in Hannover am Leineufer, in der Fußgängerzone und im Billy im Hammer Norden

Am 29. Oktober 1930 wurde sie in Neuilly-Sur-Seine geboren R.I.P.

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