Malwida von Meysenbug

MalwidaWegele

Am 28. Oktober 1816 wurde Malwida von Meysenbug in Cassel (Kassel schrieb man derzeit mit C) geboren. Sie war das neunte von zwölf Kindern der Familie. Ihre Mutter Ernestine Hansell kam aus einer hochangesehenen Bürgersfamilie und ihr Vater Phillippe Rivalier war höchster Minister des hessischen Kurfürsten, der ihm neun Jahre später den Adelstitel von Meysenbug verlieh. Nach schweren vormärzlichen Unruhen zog der Vater im Gefolge des Kurfürsten an verschiedene Orte in Hessen. Die Mutter zog mit den Kindern in die lippische Residenzstadt Detmold. Hier entdeckte Malwida ihre Liebe zu dem sechs Jahre jüngeren Pfarrerssohn Theodor Althaus, einem leidenschaftlichen Kämpfer für ein demokratisches Deutschland. Trotz ihrer Zugehörigkeit zum Adelsstand entwickelte sie sich zu einer überzeugten Demokratin. Nach dem Scheitern der deutschen Revolution 1848/49 stand sie zu ihren Überzeugungen und nahm die bittere Konsequenz einer Trennung von der Familie in Kauf. Ihrer Liebe zu Theodor Althaus blieb sie auch nach seinem frühen Tod treu. Unermüdlich kämpfte Malwida von Meysenbug um wirtschaftliche Unabhängigkeit und für die Gleichstellung der Frau. Nach dem Londoner Emigrantenleben zog es sie zunächst nach Florenz und schließlich nach Rom, wo sie eine Heimat fand und im Jahre 1903 starb.

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Fotos: aus Dora Wegele, Theodor Althaus und Malwida von Meysenbug, Zwei Gestalten des Vormärz, Marburg/Lahn 1927

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Malwida und der Demokrat

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Theodor Althaus – Revolutionär in Deutschland

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