Kidical Mass Hamm

Vor allem die Kinder waren eingeladen vom ADFC Hamm zur Kidical Mass nach dem Motto: „Wir erobern uns die Straßen zurück“. Und sie kamen auf den Marktplatz vor der Pauluskirche, Große, Kleine und ganz Kleine, zusammen mit Mama, Papa, Schwester, Bruder, Oma, Opa und vielen Freund*innen mit ihren Gefährten. Die Kleinsten kamen mit Laufrädern, die Größeren mit Kinderrädern.

Auch die Allerkleinsten waren dabei im Fahrradsitz, -anhänger, Lastenrad oder Beiwagen am Fahrrad der Mama. Die ganz Großen waren unterwegs mit Stadtrad, Rennrad, Mountainbike, Hochrad, E-Bike, selbst gebauten Konstruktionen mit dünnen, mittleren und dicken Reifen und Rahmen in Gelb, Rot, Grün, Orange. Bunt war der Hammer Marktplatz, als der Vorsitzende und der verkehrspolitische Sprecher des ADFC die Veranstaltung eröffneten.

Wünsche nach schneller Verkehrswende zugunsten des Radverkehrs sowie Informationen und Hinweise zum Ablauf nahmen mehr als 100 Teilnehmende mit auf den Demoweg, mit Windmühlen, Fähnchen, Luftballons, lautem Geklingel und zwei Lautsprecherboxen mit den schönsten Fahrradliedern einschließlich Hermann van Veens „Hey, kleiner Fratz auf dem Kinderrad“.

Dabei sind die in den 70ern vom Fahrtwind wehenden Haare heute unter coolen neonfarbigen Schutzhelmen gebändigt. Sympathische Polizist*innen per Auto, Motorrad, Fahrrad oder per Pedes sicherten übrigens die Straßen, hielten Autos an und sorgten für ein reibungsloses Vorwärtskommen, nicht zu langsam, nicht zu schnell. Auch der weithin bekannte Aktionskünstler aus Herbern war mit seiner „Diskallico Light Parade“ mit dabei.

Vom Marktplatz aus ging die Route zunächst in westliche Richtung zur Nordstraße, dann auf den Westenwall vorbei am Allee Center, über Westring, Südring, Goethestraße, Bismarckstraße, Südstraße in östliche Richtung zur Marker Allee, Soester Straße zur Kreuzung Ostenallee am Bunker Fährstraße, dann um das Maximare herum zum Ziel auf dem Exerzierplatz im Hammer Osten.

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Radtour nach Ahlen

kleine Kirche in Ameke

Die Tour beginnt am Fahrradbüro des ADFC in der Hammer City. Ein Grüppchen von 12 Radfahrenden macht sich auf den Weg über die Fahrradpromenade zur Brücke über Kanal und Lippe und neuem Radweg in den Lippeauen zur Kornmersch im Hammer Norden. Entlang der Geinegge erreichen wir das Schloss Ermelinghoff und wenig später vorbei am Bockum-Höveler Bahnhof über den Klostermühlenweg zum kurzen Stopp die Klostermühle.

Pause am Langstsee

Durch die Felder erreichen wir Ameke, ein Dörfchen mit einer schönen kleinen Kirche und später Walstedde mit etwas größerer, aber auch schöner Kirche und dem neu gebauten Restaurant „Leib & Seele“ direkt nebenan. Weiter geht’s ein Stück entlang der Werse nach Ahlen, wo wir am Langstsee eine längere Pause am Draußentisch machen. Die ehemalige Zeche Westfalen mit den gut erhaltenen grünen Förderanlagen und historischen Gebäuden ist unser nächstes Ziel. Dann geht’s zurück entlang der Werse und auf den Zechenbahnweg.

Wassersportzentrum am Datteln-Hamm-Kanal

Über diese Trasse hat die Zechenbahn noch bis vor einigen Jahren die Kohlen von der Ahlener Zeche zum kleinen Hafen in Hamm-Uentrop gebracht, heute kaum noch zu erkennen. Wir befinden uns am Datteln-Hamm-Kanal und fahren zügig in westliche Richtung über Lippestraße und Fährstraße hinweg entlang der Adenauer Allee bis zum Wassersportzentrum in der Hammer City mit Sonnenplätzen beim neuen R-Café.

Walters Track zur Tour nach Ahlen am 8. Mai 2022

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„Renoir, Monet, Gauguin – Bilder einer fließenden Welt“

„Furioser Auftakt des Jubiläumsjahrs“ ist ein Titel in der Sonderausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu „100 Jahre Museum Folkwang“. 1922 erwarb die Stadt Essen die Bestände des Folkwang Museums in Hagen, nachdem der Sammler Osthaus gestorben war, und gründete das Essener Museum Folkwang. Der „furiose Auftakt“ ist die Ausstellung „Renoir, Monet, Gauguin – Bilder einer fließenden Welt“.

Es handelt sich um impressionistische Kunst aus den Sammlungen von Karl-Heinz Osthaus (1874-1921) und des japanischen Sammlers Kojiro Matsukata (1866-1950). Das Fließen im Titel der Ausstellung soll hinweisen auf die weiten Wege einiger Bilder, von Frankreich nach Deutschland und Japan und nun zurück nach Europa als Leihgaben aus dem „National Museum of Western Art“ in Tokio.

Da ist neben absoluten Highlights aus dem Schaffen von Gauguin, van Gogh, Cézanne, Manet, Monet, Pissarro die „Lise mit dem Sonnenschirm“ von Pierre Auguste Renoir aus dem Bestand des Essener Museums zu sehen und aus Tokios Kunstmuseum „Der Hafen von Saint-Tropez“ von Paul Signac. Ergänzend wird eine Gruppe Skulpturen von August Rodin präsentiert, mit „Höllentor“ und „Denker“.

Ein Schritt in die Gegenwart ist die raumgreifende Installation der Künstlerin Chiharu Shiota, 1972 in Osaka geboren. Das Werk „I hope…“ wird im Wandtext erläutert: „In dem Meer aus roten Schnüren tauchen die Umrisse von drei filigranen Metallbooten sowie tausende eingearbeitete Zettel auf“. Unzählige Menschen haben ihre Hoffnungen und Wünsche aufgeschrieben. Meine Botschaft auf rot: „Stoppt den Krieg. Sofort!“.

Besuch im Museum Folkwang am 3. Mai 2022

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Nachklang in der alten Kornbrennerei

Das Abrahams beim Bahnhof in Rheda-Wiedenbrück befindet sich in einer alten Korn-Brennerei aus dem 19. Jahrhundert. Das historische Fabrikgebäude wurde restauriert und durch außergewöhnliche Gestaltung in ein Restaurant und Eventlocation mit besonderer Atmosphäre verwandelt. In diesem schönen Ambiente begleiteten drei Künstler*innen von Nachklang ein Drei-Gänge-Menü, Florian, Lou und Rafael mit Gesang und Gitarre.

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ADFC Demotour für den Radschnellweg Ruhr

Treffen beim Bahnhof Königsborn

Die Demotour des ADFC Dortmund, Hamm und Unna für eine schnelle Fertigstellung des Radschnellwegs Ruhr RS1, der diese Orte verbinden soll, führt uns auf den Drahteselmarkt auf dem Marktplatz in Unna. Am Fahrradbüro in der Hammer City geht’s los über den Mitteldamm nach Rünthe, weiter auf der Klöcknerbahntrasse, die in Königsborn Max-von-der-Grün-Weg heißt, nach Unna-Königsborn. Dort treffen wir uns mit den Radler*innen von Dortmund und Unna.

Bühne auf dem Drahteselmarkt in Unna

Mit Polizeibegleitung zieht die Radlerschlange durch die Unneraner City auf den Marktplatz. Außer Drahteseln gibt es dort viel Info rund um das Radeln, Radreisen, Informationen zu verschiedenen Fahrradclubs und Fahrräder in vielen Ausführungen. Besonders gefallen mir Ella, Ulf und Urmel, ein Lastenrad Dreiergespann vom ADFC Unna sowie deren Radfahrschule für Nichtradfahrer, die es lernen wollen. Ja, und natürlich eine Bühne mit großem Banner zum geplanten Radschnellweg Ruhr RS1.

kleine Lastenradparade mit Ella, Ulf und Urmel

Den bringen Vertreter des ADFC Dortmund, Hamm mit ihren Statements nach dem Motto „Blauer Himmel über der Ruhr“ den Menschen nahe. Die Zeit der Appelle sei vorbei, die Verwaltungen sollten nun endlich in die Pötte kommen anstatt grottig schleppend die Planungen vor sich herzuschieben. Nur mit schneller Reduzierung des Auto- und deutlicher Forcierung Fahrradverkehrs ist eine Mobilitätswende möglich. Ach ja, am kommenden Sonntag sind doch Wahlen in NRW.

Walters Track zur Sternfahrt nach Unna am 7. Mai 2022

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Maitour nach Drensteinfurt

zum Schloss Ermelinghoff

Nach zwei Jahren Coronapause endlich wieder ab aufs Rad und in die Felder am 1. Mai. Wir sind zehn, zum Teil mit nagelneuen Schönheiten in Rot und Schwarz mit Mittelmotor, Akku auf dem Gepäckträger oder elegant im Rahmen eingebaut und Display in der Mitte beim Lenker. Wie sich in zwanzig Jahren die Fahrradzeiten geändert haben! Unser erstes Ziel ist „André’s Auszeit“ auf dem Marktplatz in Drensteinfurt. Vom Hammer Norden aus fahren wir über den Killwinkel.

Klostermühle in Bockum-Hövel

Nach Überquerung der Warendorfer Straße radeln wir auf den Kötterberg mit kurzer Pause für den Rundum- und Runterblick und dann hinunter zum Wasserschloss Ermelinghoff. Beim Bockum-Höveler Bahnhof geht’s rechts ab in den Klostermühlenweg, deren Namengeberin uns auch ein kurzer Fotostopp wert ist. Dann aber richtig in die Felder, über Mersch hinaus bis Drensteinfurt, wo wir zum leckeren Mittagessen und selbstgemachter Limonade am vorbestellten Tisch für 10 Leute einkehren.

Maibaum auf dem Drensteinfurter Marktplatz

Im Anschluss gibt’s auf dem Marktplatz noch ein richtig spannendes Spektakel, der Maibaum wird aufgestellt begleitet Melodien vom Spielmannszug. Dann radeln wir aber wieder in die Felder zum nächsten Halt. Der ist bei „Leib & Seele“ am Kirchplatz in Walstedde. Draußentische dürfen wir zusammenschieben, Kaffee und lecker Kuchen holen wir drinnen. Empfehlung! Auf dem Rückweg überwinden wir mit Unterstützung zwei Steigungen mit Fotostopp auf der Dasbecker Höhe.

„Leib & Seele“ in Walstedde

Über Dasbeck und den Heessener Marktplatz radeln wir flugs zur Fährstraße, über die Brücke zur Adenauer Allee vorbei an Ahsedüker, Reha, Tinyhouse Hotel, Hammo und Wassersportzentrum, über die Münsterstraße zur Schweinemersch und den neuen hellen Radweg zurück in den Hammer Norden.

Walters Track zur Radtour nach Drensteinfurt am 1. Mai 2022

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Abriss am Roncalliplatz

Beim Gängelchen von der Kölner Domplatte in südliche Richtung über den Roncalliplatz vorbei an Heinz Macks Himmelssäule sieht es aus, als hätte in ein Riesengebäude eine Bombe eingeschlagen. Mauerskelette, Schutt und Asche. Das steht jedoch ein großer Abrissbagger, also keine Bombe oder Rakete. Wir erkennen, dass es sich bei der Ruine in der City um das Parkhaus beim ehemaligen Musicstore handelt.

Beim Recherchieren erfahre ich, dass dieses gesamte Gebiet zwischen Roncalliplatz und Altstadt entlang der Straße „Unter Goldschmied“ neu entwickelt wird. An der Stelle der Ruinen soll das sogenannte „Laurenz Carré“ entstehen, ein Komplex mit Wohnungen, Büroräumen, Läden und Hotel. Wir dürfen gespannt sein und hoffen, dass hier in unmittelbarer Domnähe am Südende des Roncalliplatzes etwas Schönes entsteht.

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KölnTriangle

Wenn man einen schönen Blick auf Dom, Rhein, Altstadt, Messe, Zoobrücke, Severinsbrücke, Hauptbahnhof, Deutzer Bahnhof Musical Dome und viele weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt Köln weit über die City hinaus haben will, lohnt eine Fahrt mit dem Aufzug auf die 360° Aussichtsplattform des Bürohochhausses Triangle. Das runde turmartige Gebäude liegt unmittelbar am Deutzer Rheinufer östlich der Hohenzollernbrücke.

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Vom Jugendpark zum Katzenbuckel

Wenn man bei Sticky Fingers am Kölner Rheinboulevard für einen Snack und Käffchen eingekehrt ist und danach Leute in Köln-Mülheim besuchen will und einen sonnigen Frühlingstag erwischt hat, kann man direkt am rechten Rheinufer, der sogenannten schäl Sick, bleiben und vorbei an Messeturm und Tanzbrunnen die Promenade durch den Rheinpark wandern. Das machen wir doch mal.

Nach Unterquerung der Zoobrücke gelangen wir in den Jugendpark. Da ist zwar die Promenade zu Ende, aber ein Rheinufer mit Sandstrand. So schöne Blicke auf das Wasser, das andere Ufer und sogar in der Nachmittagswärme noch wunderbar schattig unter Bäumen. Der Weg endet an der Katzenbuckelbrücke hoch über dem Mülheimer Hafen, von der aus in der Ferne der Dom zu sehen ist. Jetzt sind es nur noch wenige hundert Meter zum Ziel in Mülheim und da gibt’s wieder Käffchen.

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Jan auf dem Alter Markt

Beim Bummel über den Kölner Alter Markt schaue ich unwillkürlich immer wieder hoch zu der Figur über dem Brunnen mitten auf dem Platz. Es ist das Denkmal für Jan von Werth. Der Sage nach hatte sich der Knecht Jan in die Magd Griet verliebt. Die wollte aber eine bessere Party. Daraufhin wurde Jan Soldat, verließ die Stadt und wurde General. Nach Jahren kam er zurück nach Köln, hoch zu Ross. Am Severinstor traf er Griet, die dort immer noch Obst und Gemüse verkaufte. Jetzt wollte er sie aber nicht mehr. So kann es manchmal kommen. Wer hätte das wissen können? Wer hätte das gewusst?

Jan bei den Heinzeln

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