Veganalina Café auf der Hammer Meile

„Vegan. Für die Menschen. Für die Tiere. Für den Planeten.“ Mit diesen Worten begrüßt Alina Rüter die Besucher der Homepage zu ihrem Café. Eine kleine vegane Welt ein paar Schritte von der Pauluskirche entfernt mitten in der Hammer City. Im Veganalina Café gibt es richtig leckere hausgemachte Kuchen und Torten, Snacks wie Burger, Wraps und Sandwiches, täglich wechselnde Mittagsgerichte, Brunchbuffets an Sonntagen und Arrangements für kleine Gruppen in unglaublich gemütlicher Atmosphäre, ob drinnen oder bei schönem Wetter draußen.

Alina selbst nennt es „einmaliges Café“, das ist es wirklich, schon allein die schönen Retrotassen und -teller aus Beständen von alten Sammeltassen zusammengestellt. Und das Schöne ist: Ob Kuchen, Sahnetorten, Snacks, kleine Gerichte, alle Speisen sind vegan. Ja, das Veganalina Café ist etwas Besonderes. Wer mal in der Hammer City unterwegs ist, sollte unbedingt bei Alina in der Südstraße einkehren. Vom Bahnhof ist es nur ein paar Minuten zu laufen.

Renates Veganblog

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Schwalbental am Hohen Meißner

Der Hohe Meißner ist ein plateauartiges Bergmassiv in der Nähe von Eschwege und Hessisch Lichtenau. Ein beliebter Aussichtspunkt ist das Schwalbenthal in 612 m Höhe. Von hier oben hat man einen gigantischen Blick über die Dörfer Vockerode und Abterode hinweg bis zum Werratalsee und den Leuchtbergen von Eschwege. Ich war schon sehr oft hier oben und jedes Mal sieht das Panorama ein wenig anders aus. Selbst im Dunst ist es schön.

An dieser Stelle beginnt ein Wanderweg, genannt Knappenpfad. Schon der Name erinnert daran, dass in dieser Gegend einmal Kohle abgebaut wurde. Es existierte sogar ein ganzes Dorf mit allem Drum und Dran. Ein Erdrutsch beendete die Bergbauidylle am Meißner. Auf dem Knappenpfad kann man einige Spuren des ehemaligen Bergbaus verfolgen.

Knappenpfad und Frau Holle Teich
Zwei Wanderungen auf dem Hohen Meißner
Herbstwanderung im Holleland
Hoher Meißner und Eschwege

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Frankfurt am 18. Mai 1848

Ludwig von Elliott: Sitzung der Nationalversammlung im Juni 1848 – gemeinfrei bei Wikipedia

Am 18. Mai 1848 tritt in der Frankfurter Paulskirche nach langer mühevoller Vorarbeit einiger engagierter und fähiger Politiker die deutsche Nationalversammlung zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Diese Versammlung ist das erste demokratisch gewählte Parlament in Deutschland mit dem Ziel, eine Verfassung für ganz Deutschland zu erarbeiten. Theodor Althaus war als Korrespondent der „Bremer Zeitung“ dabei. Hier ein Auszug aus der Biografie: „Theodor Althaus. Revolutionär in Deutschland“:

Unerwartet flatterte plötzlich wieder ein Angebot in die elterliche Wohnstube. Wieder kam es aus Bremen, doch diesmal war es die Bremer Zeitung, die nach ihm verlangte. Der leitende Redakteur Karl Theodor Andree machte Althaus den Vorschlag, für die Bremer Zeitung über die Frankfurter Nationalversammlung zu berichten. Da gab es nichts zu überlegen. Auf nach Frankfurt!

Gemälde Germania, zugeschrieben oft Philipp Veit – gemeinfrei bei Wikipedia

Welche Gefühle und Gedanken mussten ihn bewegt haben, als er in der Stadt ankam, in der seit Wochen die politische Musik spielte, gerade rechtzeitig, um am 18. Mai 1848 dabei zu sein, als 400 Abgeordnete der verfassunggebenden Nationalversammlung bei Kirchengeläute und Kanonendonner, umsäumt von schwarz-rot-goldenen Fahnen, Girlanden und Parolen, zwischen dem Jubelspalier von Tausenden vom Kaisersaal zur Paulskirche zogen? Und was mag in ihm vorgegangen sein, als er seine Mitstreiter aus Leipzig, Robert Blum, Georg Günther, Moritz Hartmann und Arnold Ruge in der Menge der Gewählten entdeckte? Er war einer der vielen Zuschauer auf der Tribüne des eigens für den Zweck umgestalteten runden Kirchenraumes, mit deutschen Farben geschmückt und dem Bild der Germania hoch oben thronend über Sitzreihen, Podium und Galerie.

Eduard von Heuss: Heinrich von Gagern, 1848 – bei Wikipedia

Trotz wilder Debatten einigte man sich in dieser ersten Versammlung auf den vorübergehenden Alterspräsidenten Lang aus Hannover und auf den Termin für die nächste Sitzung des Parlamentes. Am 19. Mai 1848 wurde der neunundvierzigjährige Heinrich von Gagern mit überragender Mehrheit zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt. Als ehemaliger Burschenschaftler, Mitglied des Hallgartenkreises und seit der Märzrevolution Ministerpräsident von Hessen-Darmstadt genoss er Respekt und großes Vertrauen durch alle Gruppierungen. Man traute ihm zu, dieses schwierige Amt zu meistern. Weder fehlte es ihm an Fachkompetenz und Glaubwürdigkeit, noch an Selbstbewusstsein und persönlicher Ausstrahlung. Seine Antrittsrede mit dem Versprechen, eine Verfassung für Deutschland auf der Grundlage der Souveränität der Nation zu schaffen, wurde mit heftigem Beifall von Versammlung und Publikum aufgenommen. Am 31. Mai wurde Gagern mit einem Fackelzug vor dem Mumm’schen Haus geehrt. Darüber berichtete Korrespondent Althaus nach Bremen. Es gebe auch kritische Stimmen, doch sei es Gagerns Glaube und Hoffnung, dass man mit ihm schöne Zeiten erleben werde. Er sei ein Mann des Volks, las man am 5. Juni 1848 in der Bremer Zeitung.

Nach den Beobachtungen in den ersten zwei Wochen des Frankfurter Politgeschehens war dem Visionär aus der Detmolder Dichterstube mehr denn je klar geworden, wie verworren die politische Situation war und wie schwierig es werden würde, einen Konsens für ein deutsches Staatsgebilde zu finden. Gab es doch so viele verschiedene Bedürfnisse und Interessen, so viele unterschiedliche Auslegungen von Begriffen, so viele unterschiedliche Erwartungen und Vorstellungen. Ueberall Konfusion und Gegeneinanderzücken von Parteiungen und provinziellen Sonderinteressen, sah er in seinen Genrebildern aus Frankfurt, die am 7. Juni 1848 auf der Titelseite der Bremer Zeitung erschienen, Impressionen von sogenannten Klubversammlungen in der Sokrates-Loge, im Hof von Holland, Deutschen Haus und im Weidenbusch.

Wie es mit dem ersten deutschen Parlament weiterging:
Theodor Althaus. Revolutionär in Deutschland

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„Ein Gefühl von Sommer …“ im Dortmunder U

Drei Tage vor der „kalten Sophie“ den Eisheiligen entfliehen und in den holländischen Sommer träumen heißt, mit dem RRX von Hamm nach Dortmund fahren und den kurzen Weg vom Hauptbahnhof zum Dortmunder U gehen. „Ein Gefühl von Sommer …“ ist der Titel der aktuellen Ausstellung. Schon aus einiger Entfernung ist über dem Eingangsportal großzügig pinkfarben umrahmt das „Mädchen mit Blume“ zu sehen. Albert Neuhuys hat es im Jahre 1910 gemalt, erfahre ich später, als ich vor dem kleinen Original in Öl stehe. Unten im Foyer dann eine ganze Wand mit Hashtags #EinGefühlvonSommer und #SommerimMO. Da sind Badende am Strand, zwei Sonnenhüte in den Dünen und das blaue Meer bis zum Horizont. Das Museum Ostwall (MO) hat die Ausstellung im 6. Stock des U aufgebaut, eine Auswahl Bilder aus dem „Singer Museum“ in Laren, einem Ort etwa dreißig Kilometer östlich von Amsterdam. Der Name des Museums geht zurück auf das amerikanische Künstler- und Sammlerehepaar William Singer und Anna, das sich im Jahre 1902 in Laren niederließ. Was war los in diesem mir bis dato unbekannten holländischen Örtchen? Nun, so um 1870 hatte ein Maler namens Jozef Israels das Leben auf dem Land und die Faszination der Landschaft als Quelle der Inspiration für sich entdeckt. Später kamen weitere Maler aus Den Haag, Bergen und anderen Gegenden hinzu und es entwickelte sich eine Künstlerkolonie. Nach Williams Tod ging auf Annas Initiative ihre Sammlung in das „Singer Museum“ über, das nun eine Auswahl seiner Bilder für die Dortmunder Ausstellung zur Verfügung stellt.

Sechs Rolltreppen höher begegnen wir dann den beiden schon etwas älteren Singers gleich im ersten Ausstellungsraum. Auch Bilder von William und Wandinformationen zur Larener Künstlerkolonie sind da zu sehen. „Landschaft und Genre“. Anton Mauve von der Haager Schule sei einer der bekanntesten Larener Maler, lese ich im Flyer. In seinem Gemälde „Das neugeborene Lamm“ von 1884 leuchten die leichten Sommerfarben zwar nur blass, Landschaft, Motiv und Komposition gefallen mir jedoch sehr gut. Richtig sommerlich wird dann im nächsten Raum, impressionistische Gartenidylle, Frau mit Sonnenschirm, um ein Tischchen herum weiße Korbsessel, zwei weitere Frauen, eine in weiß, die andere mit gelber Bluse und hellem Hut, rot und gelb leuchtender Blütenzauber, Sommer pur. Leider hab ich mir nicht gemerkt, von wem und wann „Sommertag“ gemalt wurde. Den nächsten Künstler im Raum „Moderne Landschaft“ hab ich mir jedoch notiert. Es ist Ferdinand Hart Nibbrig. Von ihm stammen das Strandmotiv im Foyer und zwei weitere Bilder mit holländischem Strand- und Dünenleben, durch den französischen Impressionismus und Pontilismus beeinflusst, steht im Flyer, Hauch von Sommer in jedem Fall.

Beim Weitergehen erkenne ich, dass es sich hier um einen Querschnitt durch die niederländische Malerei des ausgehenden 19. und angehenden 20. Jahrhunderts handelt. Wenngleich mir kaum ein Name der hier präsentierten Künstler bekannt ist, sehe ich doch Parallelen zu bekannten Werken. Das „Stillleben mit Blumen“ von Leo Gestel aus dem Jahre 1913 passt somit voll zum nächsten Motto: „Avantgarde“. Da werden eingefahrene Gleise verlassen und Neues ausprobiert. Einige Bilder erinnern an expressionistische von Münter und Kirchner oder abstrakte von Wassily Kandinsky wie das schön verspielte „Timesquare“ von Adrian Lubbers aus dem Jahre 1953. Und schließlich bin ich bei den Arbeiten einer Studentengruppe zum Sommermotto von 2019. Wie schön, dass auch ihnen in der Ausstellung ein Plätzchen eingeräumt wird!

Panorama vom Dortmunder U am 12. Mai 2019

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„Sean Scully. Vita Duplex“

Im Eingangsbereich des LWL-Museums für Kunst und Kultur am Domplatz in Münster stehe ich vor einem knapp fünf Meter hohen Stapel aus braunen quadratischen Stahlplatten, eine Skulptur des Künstlers Sean Scully, dessen Werke hier zurzeit in der Ausstellung „Sean Scully. Vita Duplex“ präsentiert werden. Die Installation „Moor Shadow Stack“ entstand im Jahre 2018.

„Gitter und Horizontale“ ist das Motto des ersten Raumes, in dessen Mitte eine weitere Skulptur aus dem Jahre 2018 platziert ist. „Stack of Coins“, umgeben von großformatigen Gemälden aus den Jahren 1973, 1980 und 2014. Letzteres gefiel mir besonders gut, „Landline Green White“, Öl auf Aluminium aus der Sammlung Alison und Peter W. Klein. Im Begleitheft wird Scully zitiert: „Ich sah mir immer die Horizontlinie an – die Art, wie das Ende des Meeres den Anfang des Himmels berührt, die Art, wie der Himmel auf das Meer hinabdrückt, und die Art, die diese Linie (diese Berührung) gemalt wird… Ich denke an Land, Meer, Himmel. Und immer gehen sie eine mächtige Verbindung ein. Ich versuche das zu malen, diese Ahnung einer elementaren Begegnung von Land und Meer, Himmel und Land, von Blöcken, die sich begegnen…“

Meister Sean Scully ist gleichzeitig Autor. Die an den Wänden der Ausstellungsräume oder im Begleitheft abgedruckten poetisch philosophischen Texte schaffen mir einen angenehm befreienden Zugang zu seinen Bildern. Zum Titel gebenden Werk schreibt er: „Vita Duplex handelt vom Doppelleben einer doppelten oder multiplen Perspektive. Die Fähigkeit, Dualität zu denken und zu leben…“.

Das gemeinsame Merkmal seiner abstrakten Werke erklärt Scully auf eine ganz eigene Weise: „Ich bin davon überzeugt, dass die Abstraktion dazu da ist und da war, tiefe Emotionen zu verkörpern…“ Diese Interpretation des Künstlers schafft Bilder in meinem Kopf und Inspiration. Besonders gut gefällt mir die Motivzuordnung Mauer, Fassade, Fenster, Menschliches in „Windows With“ von 2015.

Mauern und Fassaden scheinen Scully in besonderer Weise zu faszinieren. Das zeigen Fotos von Häusern in Barcelona, eine ganze Reihe von einfach aufgeschichteten Trockenmauern auf Feldern und einige Kompositionen in der Ausstellung. Es wirkt seltsam, wenn er eine Wand aus verschiedenen Teilen zusammensetzt oder sogar Teile ausschneidet und die Lücke mit einem andersfarbigen ausfüllt wie in „Dark Light“ von 1993. Diese Verfremdungen sind richtige Brüche, an denen der Betrachter hängen bleibt.

„Wände aus Licht“ heißt das Motto von Raum 3 der Ausstellung. Eine dieser Wände besteht aus mehreren Farbfeldern die so miteinander verbunden sind, dass sie dreidimensianal erscheint, wie ein Würfel, bei dem jedoch etwas verkehrt ist. Ich schaue aus der Nähe und einiger Entfernung und versuche, die Figur klarzukriegen. Irgendwie scheint die Perspektive nicht zu stimmen, ich klebe förmlich an dem Bild. „Block Blue“ entstand im Jahre 2016.

„Gemälde sprechen mit der Sprache des Lichts. Schweigend mit einem inneren Licht. Ein äußeres Licht, das ist das Bild, ein inneres Licht, das ist die Seele.“ Ein Werk passend zu Scullys Erklärung ist „Arles-Nacht-Vincent“ von 2015, das den Bogen zu van Gogh spannt und gleichzeitig hinweist auf die im Begleitheft angesprochenen Wahlverwandtschaften zwischen Bildern von Scully und denen von berühmten Künstlern früherer Epochen. Staunend stelle ich das am Ende meines Rundgangs fest, als ich in der Expressionismus Abteilung des Museums auf Parallelen von Sean Scullys farbstarkes „The Bather“ von 1983 zu Erich Heckels Badende und orangefarbene Segelschiffe hingewiesen werde.
Fazit: Die Klarheit der Darstellung und expressive Kraft in Sean Scullys Werken haben mich fasziniert.

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Radtour von Hamm nach Ahlen

Die Radtour von Hamm nach Ahlen führt uns zunächst vom Hammer Norden auf dem Radweg von der Kornmersch durch die Lippeauen in östliche Richtung, nach Unterquerung von Eisenbahnstrecke und Münsterstraße über den Damm, links Flugplatz, rechts Großbaustelle für das Hammer Lippeauen Projekt zum Treffpunkt am Bootshaus an der Fährstraße. Über die Brücke geht’s dann in einer scharfen Kurve auf einen schönen Weg entlang des Kanals bis zum Stadtteil Werries, wo wir die Lippestraße überqueren, am Kanal weiterfahren, den wir dann in Niederwerries und kurz darauf den Alten Uentroper Weg überqueren. In nördlicher Richtung radeln wir über den schönen Radweg zwischen Dolberg und Ostdolberg bis zur Werse, die uns ins westfälische Städchen Ahlen hineinführt. Unser Ziel ist das Kunstmuseum.

Im reizvollen Ambiente der Architektur aus Alt- und Neubau gibt es aktuell zwei interessante Ausstellungen. Aus der Privatsammlung von Maximilian und Agathe Weishaupt werden ausgesprochen dekorative Gemälde und Seriegraphien mit ganz überraschenden Wirkungen der eigenwilligen Farb-, Form- und Liniengestaltung von Günter Fruhtrunk präsentiert, dessen gerahmte Alditüte wir über der Kasse bewundern können. Außerdem ist unter dem Titel „Reflection“ eine Auswahl der faszinierenden Fotokunst mit tollen Licht-, Glas- und Spiegeleffekten des früh verstorbenen Andrea Horlitz zu sehen, dessen Nachlass vom Kunstmuseum Ahlen betreut wird. Den Museumsbesuch schließen wir ab bei feinen Speisen, Kaffee und Kuchen im benachbarten Café und Restaurant „Chagall“.

Zurück geht’s pättkenmäßig durch Wiesen und Felder nach Walstedde und Halt an der Kornbrennerei mit dem Slogan „Am 1. Mai zu Eckmann’s Brennerei“. Kleine Pause, dem Walstedder Maitreiben zuschauen und weiter ein bisschen hoch, ein bisschen runter bis zur letzten Sammelpause an einem schönen Platz auf dem Hügel von Dasbeck mit münsterländischem Panorama und schließlich über den Heessener Markt zurück zum Bootshaus an der Fährstraße. Im Biergarten lassen wir beim Drink im Sonnenschein den Maitag ausklingen.

Walters Track zur Radtour am 1. Mai 2019: Hamm – Ahlen – Walstedde – Hamm

Vegan bei „Chagall“

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Legenden im Deutschen Fußballmuseum

Nun fahre ich schon zum zweiten Mal diese endlose Rolltreppe hoch, in der ich mir vorkomme wie im Fußballstadion mit Anfeuerunsgsrufen und Sprechchören wie beim Spitzenspiel im großen Stadion, und lande direkt bei den Helden von 1954. Da stehen sie in langer Reihe, Mannschaftskapitän Fritz Walter, Meisterschaftstorschütze Helmut Rahn, „Teufelskerl“ Toni Turek im Tor, der einzige noch lebenden Spieler dieser Mannschaft von 1954 und die anderen. „Eine Mannschaft besteht aus elf Spielern“, lese ich an der Wand, könnte von Sepp Herberger sein, dem legendären Trainer dieser großartigen Riege. Und damit nicht genug: in einer gemütlichen Kabine kann ich mir im Retrofernseher das Endspiel anschauen, mit Herbert Zimmermann mitfiebern: „Aus! Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus. Deutschland ist Weltmeister.“

Weiter geht die Reise durch die deutsche Fußballgeschichte, wo dann die Gesichter und Namen der Helden bekannter werden, der Ball größer und bunter, die Begleitgeräusche moderner, die ganze Szenerie vertrauter. Im 3D-Kino begleite ich Leroy Sané durch die Deutsche Weltmeistergeschichte mit vier Titelgewinnen, 1954 in der Schweiz gegen Ungarn, 1974 in Deutschland gegen Holland, 1990 in Italien gegen Argentinien und 2014 in Brasilien gegen Argentinien und begegne sieben Weltmeistern: Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Mario Götze, Manuel Neuer, Mats Hummels und Christoph Kramer. Auch die Bundesliga kommt zu ihrem Recht. in einer 360° Show gibt es Szenen, Zitate, Schimpfonaden, Freudenstürme, Tränen in den „Tempeln der Leidenschaft“.

In der Schatzkammer gibt es glänzende Trophäen zu bewundern und in der Hall of Fame werden die größten deutschen Fußballegenden präsentiert: Sepp Herberger, Sepp Maier, Uwe Seeler, Andreas Brehme, Franz Beckenbauer, Fritz Walter, Gerd Müller, Günter Netzer, Helmut Rahn, Lothar Matthäus, Matthias Sammer, Paul Breitner. Anfeuerungsrufe und Sprechchöre in den „Kathedralen des Fußballs“ werden weitere Legenden hervorlocken.

Auf Renates Kanal gibt’s ein paar Impressionen vom 25. April 2019 im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund
Fußballmuseum I
Fußballmuseum II
Fußballmuseum III

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Dom am Hauptbahnhof

Dom am Hauptbahnhof. Oder Hauptbahnhof am Dom. Und das Gefühl, wenn ich in westliche Richtung über die Hohenzollernbrücke gehe. Das ganze Ensemble direkt am Rhein mit Rheinboulevard, Triangelturm rechtsrheinisch und linksrheinisch in nördliche Richtung bis zur Zoobrücke und südliche entlang der bunten Stapelhäuschen am Fischmarkt, Groß St. Martin, Pegel bei der Deutzer Brücke bis zur Severinsbrücke, Schokoladenmuseum und Rheinauhafen.
Viva Colonia!

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Odysseum

Das „Odysseum“ in Köln Kalk ist ein Abenteuermuseum für Kinder, Mamas, Papas, Omas, Opas, überhaupt alle Menschen mit Interesse an den Gegebenheiten des täglichen Lebens. Wie funktioniert das eigentlich alles, was uns umgibt und womit wir im Alltag konfrontiert sind? Die ständige Ausstellung präsentiert das alles in drei Themenwelten. Im Bereich „Leben“ erfahren wir Interessantes aus der Tier- und Pflanzenwelt. In der Abteilung Erde“ gibt es Erfahrungen zu Weltall, Phänomenen, Entwicklungen der Kommunikation sowie physikalische Gesetze. Ein wahres Highlight ist die Science Show „Volle Ladung“ im Auditorium. Spätestens nach dieser gelungenen Performance des kauzigen Professors weiß jeder Besucher Bescheid über die Zusammenhänge von Neutron, Elektron, Ladung, Blitz, Donner, elektrischen Strom und kennt den Unterschied zwischen Strom aus dem Fahrraddynamo und aus der Steckdose.

Sehr cool gemacht, diese Show, in der viele Kinder voll mit agieren dürfen und ihre Aufgaben dank der einfühlsamen Anleitung des lustigen „Nikola Tesla“ bestens bewältigen. Das Museum mit der Maus gehört als dritte Themenwelt zur ständigen Ausstellung. Hinter der Wand der „Zeitreise mit der Maus“ können die Besucher in mehreren Räumen eine Menge der bekannten Sachgeschichten der Maus selbst ausprobieren. An vielen Tischen wird gemalt, gebastelt, Zahnräder, Magnete, Dynamos bewegt, Wasserstrudel und Luftströme beobachtet. Ausprobieren, entdecken, staunen!!! Einige Mutige klettern mit professioneller Ausrüstung hoch oben unter der Decke. Ja, da ist richtig Leben in der Mausbude.

„BrickLive“ ist zurzeit eine Sonderausstellung, in der wir uns in einer Welt aus Legosteinen bewegen. In mehreren Pools können Kinder und Opas in Legosteinen baden und nach Herzenslust bauen und spielen, sei es in Ninjago-, sei es in Star Wars Welten. Wir staunen über die riesigen Skulpturen aus der griechischen Mythologie. Da begegnen wir Pegasos. Minotaurus und der Wasserschlange mit sechs Köpfen, genannt Hydra.

Odysseum am 26. April 2019

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Kaffeepause am Rheinboulevard

Nach „Lake Street Dive“ im Bürgerhaus Stollwerck und Übernachtung im Motel One Köln Waidmarkt sollte es eigentlich ein Museumstag in der Kölner City werden. Doch als die Sonne beim Aufwachen schon auf das Bett schien und die Temperaturen merklich in die Höhe geschnellt waren, zog es uns nach dem Frühstück an den Rhein. Der kürzeste Weg führte direkt an die Anlegestelle von Rhein Cargo in der Nähe des Schokoladenmuseums. Nach Unterquerung der Deutzer Brücke waren wir schon beim Pegel und dem Köln-Düsseldorfer Anleger. Am Fischmarkt unterhalb von Groß St. Martin hatten die Leute schon die Jacken ausgezogen und sich auf die Mauer gesetzt. Den Strom betrachten, von einer Schifffahrt zum großen Meer träumen oder einfach nur zum Drachenfels. Bei der Hohenzollernbrücke dann der Blick auf die Kathedrale.

Uns lockt das Gängelchen über den unvergleichlichen Liebesschlösserpfad auf dieser Eisenbahnbrücke und dann nix wie runter zum Rheinboulevard, schauen, was es da Neues gibt. Ein paar Meter und siehe da: Die Glasbauten vor dem Hyatt sind fertig und im unteren Bereich mit Restauration ausgestattet, im südlichen sogar mit Selbstbedienung. Bei „Sticky Fingers“ gibt’s Snacks und Getränke. Kaffee und Tee geht schon wieder und da sitzen wir gemütlich in der Sonne mit Blick auf den Rhein, die Brücke und das gesamte Kölner Altstadtpanorama. Da könnte man direkt den ganzen Tag verbringen, sich hin und wieder mit Speisen und Getränken versorgen und schauen, wie die Züge in endloser Kette im Kölner Hauptbahnhof ein- bzw. herausfahren. Beim Rückweg über die Deutzer Brücke sind die Blicke noch einmal sehr spektakulär, zurück auf den Rheinboulevard mit Hyatt und Glashäusern, Kirche, alte Mauer und auf die linksrheinische Promenade mit Pegel, bunten Stapelhäusern am Fischmarkt, Groß St. Martin, Dom und Hohenzollernbrücke. Und da sind wir auch schon wieder beim Anleger in der Nähe der Halbinsel des Schokoladenmuseums beim Rheinauhafen. Viva Colonia!

„Lake Street Dive“ im Bürgerhaus Stollwerck am 17. April 2019
Kölnpanorama aus dem 6. Stock im Motel One Köln Waidmarkt am 17. April 2019
Motel One Köln Waidmarkt um Mitternacht (17./18. April 2019)

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