Es war einmal ein Präsident

Ein Präsident wollte der großartigste Herrscher der ganzen Welt sein. Von der Galerie seines Palastes versprach er den Menschen herrlichste Zeiten. Deshalb verehrte man ihn als Heilsbringer. Doch eines Tages stürzte er von der Galerie und musste sein Gebäude verlassen. Da war er sehr traurig und wurde einsam. Kölner Heinzel fertigten ihm ein Denkmal aus Pappmaché. Jetzt jubeln die Menschen in Köln ihm zu, wenn er an Karneval auf einem Wagen durch die Stadt gezogen wird.

Rosenmontag 2020 in Köln

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Winterwanderung zur Halde Radbod

Das Wetter kann auch Winter und hat über Nacht die Stadt Hamm und Umgebung in eine Schneelandschaft verwandelt. Diesen Wintertag nutzen wir, zumal Vorhersagen ansteigende Temperaturen erwarten lassen. Los geht’s von der Bankerheide zur Kornmersch und zum Schutzdamm beim Nienbrügger Berg. Hier haben Kinder und Eltern viel Spaß am Deichhang mit Schlitten und Poporutschern.

Eine Weile schauen wir dem Winterspaß zu, wie sie den steilen Hang runtersausen, sich hochkämpfen und wieder runtersausen, Erinnerungen an frühere Elternzeiten im Hinterkopf. Dann gehen wir weiter über die Radbodstraße, ein kurzes Stück entlang der Lippe und bei nächster Gelegenheit hinunter zum idyllisch winterlichen Radbodsee, gespeist durch Bergsenkung und das Flüsschen Geinegge.

Wir verlassen den See und biegen nach links in den Lippehof, wohl nach dem anliegenden landwirtschaftlichen Betrieb benannt. Der Weg führt in westliche Richtung durch Felder und Wiesen, ein bisschen matschig, weil der schöne Schnee jetzt gegen Mittag doch schon ein bisschen nass und schwer ist. Unser Ziel ist die Halde der Zeche Radbod, auf der gerade auch Kinder und Eltern Schlitten fahren und Popo rutschen.

Ein schönes Bild jedenfalls. Wir wandern weiter durch den Schnee nach oben, denn auf der Höhe, in 81 m, befindet sich eins der Haldenzeichen von Hamm, eine orange leuchtende spiralförmig begehbare Skulptur zur Erinnerung an den Bergbau in dieser Gegend. Ein bisschen rutschig erklimmen wir die Plattform und haben das ganze Panorama vor uns, Hammer Hafen, weiße Brücken über Kanal und Lippe von Herringens Schacht Franz nach Bockum-Hövel und schließlich drei Fördertürme.

Diese drei Türme sind historische Spuren der ehemaligen Zeche Radbod, auf deren Halde wir uns befinden, seit 1990 außer Betrieb und heute Baudenkmal. Wir verlassen die Halde und gehen schnurstracks auf diese Türme zu. „An den Fördertürmen“ heißt die Straße, rechts und links gesäumt von besagten Türmen und verbliebenem Maschinenhaus sowie neu hinzu gekommenen Gewerbeansiedlungen.

Auf der Kohlenbahntrasse, dem Weg entlang der Geinegge und über den Bockumer Weg zur Kornmersch geht’s dann zurück in die warme Stube im Hammer Norden.

Walters Track: Wanderung zur Halde Radbod am 17. Januar 2021

Baudenkmal Zeche Radbod 2017

Radtour zum Haldenzeichen Radbod 2020

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Schleuse in der Hammer City

Zwei Gewässer nebeneinander ziehen sich durch die Hammer City. Da ist die Lippe, an deren Ufer im Jahre 1226 die Stadt Hamm gegründet wurde und der Datteln-Hamm-Kanal, der im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts zur Wasserregulierung gebaut wurde. Das Gebäude neben der Schleuse beherbergt die technischen Anlagen zur Wasserregulierung zwischen Lippe und Kanal.

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Killwinkel

Im Hammer Norden gibt es einen idyllischen Bereich nördlich der Bahnlinie nach Münster und östlich der Warendorfer Straße, den man Killwinkel nennt. Zu früheren Zeiten war hier reges Treiben auf einem Gehöft, zu dem es Jung und Alt hinzog. Außer der Landwirtschaft gab es eine Gaststube mit gemütlicher Theke, Restaurant mit beliebten Speisen sowie Tanzboden drinnen und draußen, heute ein stiller Ort der Erinnerung.

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Kopfweiden an der Geinegge

Vom Hammer Norden aus erreichen wir die Geinegge beim Restaurant Hagedorn. Das Flüsschen entspringt einige Kilometer weiter nördlich im Ortsteil Barsen und wird ab Bockumer Weg in den Radbodsee und somit in die Lippe geleitet. Wir gehen den Weg mit den schönen Kopfweiden bis zur Warendorfer Straße. Mehr zur Geinegge findet ihr in einem früheren Artikel:

Zur Quelle der Geinegge

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Schweinemersch

An der Nordseeküste nennt man sie Marsch, in Westfalen Mersch. In den Hammer Lippeauen handelt es sich um ehemals feuchtes Weideland am Ufer der Lippe. Da ist es naheliegend, dass in der Schweinemersch südlich der Bahnlinie zu früheren Zeiten wohl Schweine weideten. Als Teilbereich des Projekts Erlebensraum Lippeaue wurde die Schweinemersch durch das Ausheben von Flutmulden zurück entwickelt zu natürlichem Auenland.

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Lippeaue im Januar

Dieses Gelände westlich der Eisenbahnlinie und nördlich der Lippe gegenüber dem heutigen Hafenamt am Hammer Binnenhafen beim Datteln-Hamm-Kanal ist höchst interessantes historisches Gelände. Hier befand sich vor vielen Jahrhunderten die Burg Nienbrügge und an dieser Stelle führte eine steinerne Brücke über den Fluss, die Nienbrügge, nach der Burg und Siedlung benannt wurden. Vor einiger Zeit hab ich die Geschichte aufgeschrieben: Burg Nienbrügge

Seinerzeit floss die Lippe nicht einfach gerade westlich in Richtung Rhein, sondern in Mäandern. Einer dieser Mäander ist noch deutlich als Altarm zu erkennen. An dieser Stelle mündet der bestehende Altarm in den inzwischen begradigten Fluss. Die Planung „Erlebensraum Lippeaue“ sieht vor, dass das in Zukunft auch wieder so sein wird.
Erlebensraum Lippeaue im Hammer Norden mit Walters Track zum Lippe Altarm

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Neujahrsgängelchen 2021

Lippe am Weg zur Schleuse Hamm-Werries

Good Bye 2020. Nie habe ich ein Jahr so verabschiedet. Nie habe ich so zurück geblickt. Nie habe ich mich gefragt: Wann und wie fing eigentlich alles an? Ganz normal mit Raclette, ohne Böller und mit Vorfreude auf die letzte Januarwoche in den Dolomiten. Sechs Tage Super Dolomiti, einigen Umrundungen des Sellamassivs, Vorbuchung für Januar 2020, Hotel, Lenbachhaus, Hans im Glück in München auf der Rückfahrt. Februar 2020: Weiberfastnacht beim Tanzbrunnen mit Hanak als Top Jeck auf der Radio Köln Bühne.

Kanal beim Kurpark in Bad Hamm

Drei Tage Hyatt und Trömmelchen am Rosenmontag in Köln. Alles normal. Dann kam der März und Partnerlausch, als wir uns auf dem Weg vom Motel One am Waidmarkt zum Bürgerhaus Stollwerck fragen mussten: Findet die Veranstaltung überhaupt statt? Ja, aber es war die letzte dieser Art bis heute. Das Corona Virus hatte Europa erreicht, aus Italien gab es schreckliche Bilder von überforderten Krankenhäusern und Bestattern. Es folgten Lockdown, Rückzug ins Private, Mangel an Klopapier, Mehl und Hefe, Masken nähen.

Kurhaus Bad Hamm

Frühling, Sommer und Lockerung der Maßnahmen halfen aus der Schockstarre heraus, wir machten Radtouren rund um Hamm, sogar Kurzreisen nach Weimar, Dangast und Wilhelmshaven, alle mit Abstand und äußerster Vorsicht gegen dieses fiese Virus. Doch es kam schlimmer: Menschen infizierten sich bei Feiern, Arbeit, Schule, im Urlaub und auf Demonstrationen. Im Oktober gingen die Infektionszahlen so hoch, dass ein zweiter Lockdown notwendig wurde und in dem befinden wir uns gerade.

im Kurpark an der Saline

Mit Raclette, ohne Böller und einem Neujahrsgängelchen von der Fährstraße entlang der Lippe bis zur Schleuse Werries, zurück am Kanal und Schlenker zum Kurhausgarten, weiter im Kurpark zur Saline, zum Kanal und über die Brücke an der Fährstraße sind wir ohne Vorfreude auf verschneites Sellamassiv nach 2021 rüber gerutscht und hoffen, dass der Corona Albtraum irgendwann mal zu Ende sein wird.

Rückblicke:

Januar 2020: Rund um das Sellamassiv
Februar 2020: Rosenmontag in Köln
März 2020: Herr Pfeffer und Herr Sternenfeld im Stollwerck
April 2020: Osterspaziergang
Mai 2020: Radtour zum Schloss Westerwinkel
Juni 2020:Klassik und Bauhaus in Weimar
Juli 2020: Rund um den Möhnesee
August 2020: Dangast im August
September 2020: Wilhelmshaven im September
Oktober 2020: Otmar Alt. „Das Leben ist ein Versuch“
November 2020: Radtour zur Zeche Westfalen in Ahlen
Dezember 2020: Radtour zum Beversee

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Radtour zum Beversee

Wer hätte gedacht, dass wir für eine Radtour in der näheren Umgebung von Hamm noch ein neues Ziel entdecken? Und doch ist es heute der Fall. Zunächst denken wir wieder an die Marina Rünthe und da fällt uns plötzlich ein, dass wir bei einer früheren Tour auf unserem Weg von dort zum Kamener Marktplatz ein Hinweisschild zu einem See entdeckt haben. Beversee. Nie gehört eigentlich, doch in unmittelbarer Nähe zur Marina.

Die Sonne gibt wieder alles, Temperaturen sind alles andere als winterlich, sogar richtig mild. Also wieder rauf aufs Bike, ja inzwischen mit Mittelmotor, das heißt, auf ein paar Kilometer mehr kommt es nicht an. Den Weg kennen wir inzwischen gut, Kornmersch, Damm, Radbodstraße überqueren, rechts der Lippe bis zur weißen Brücke, den Fluss überqueren und am Kanal weiter fahren in westliche Richtung. Beim Gersteinweg überqueren wir die Straße am Tibaum.

Am Rand des gleichnamigen Naturschutzgebietes radeln wir weiter entlang des Kanals, den wir kurz vor der Marina Rünthe überqueren. Ein kurzer Blick in den Yachthafen und weiter, das heißt hinunter zu einem Waldweg, von dem aus wir zwischen Bäumen den See schon erahnen können. Den umfahren wir in großem Bogen, erreichen noch mal den Datteln-Hamm-Kanal.

Nach kurzer Strecke erreichen wir eine Aussichtsplattform direkt am Bevernsee. Voilà. Da ist er, munter genutzt von Wasservögeln aller Art, deren emsiges Treiben wir uns eine Zeitlang anschauen. Zurück geht es zügig auf der anderen Kanalseite bis zu den weißen Brücken über Kanal und Lippe und nach ein paar Kilometern wieder in den Hammer Norden.

Walters Track zur Radtour zum Beversee am 19. Dezember 2020

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Beethovens Geburtstag

Vor 250 Jahren, im Dezember 1770, wurde Ludwig van Beethoven in Bonn geboren. Eine Statue in der City seiner Geburtsstadt erinnert an diesen großen Komponisten. Auch bei der Übernachtung in einem Bonner Hotel waren wir angenehm umgeben von Erinnerungen in Form von schön gestalteten Wandbildern, einer Büste, Notenblatt und Ohrwurm „Freude schöner Götterfunken“.

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