Vegan, weil…

Es war der Film „Gabel statt Skalpell“, der mich von heute auf morgen vegan werden ließ. Das war vor fast fünf Jahren. Inzwischen weiß ich, es war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben. Und zum gesundheitlichen Aspekt ist der ethische hinzugekommen. Wenn ich in den Läden die Angebote von Fleisch- und Milchprodukten sehe, denke ich an Massentierhaltung und empfinde ähnlich wie das achtjährige Mädchen nach dem Vortrag eines Vertreters von Ariwa (Animals Rights Watch). Ich lebe vegan, weil…

Renates Veganblog

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Gabriele Münter im Ludwig

Wassily Kandinsky, „Blauer Reiter“ und Haus in Murnau fallen mir ein, wenn ich an Gabriele Münter denke. Jetzt ist sie Protagonistin des Expressionismus im Kölner Museum Ludwig. Das Frauenportrait auf dem großen Wandplakat vor dem Eingang macht auf jeden Fall schon mal neugierig. „Gabriele Münter. Malen ohne Umschweife“ ist der Titel der Ausstellung. Ich bin gespannt auf die Künstlerin und auf „Malen ohne Umschweife“. Beim Betreten der Präsentation fällt mir auf, dass die Bilder in den großen Ausstellungsräumen ziemlich klein wirken und sie sind es auch, vor allem verglichen mit den großen Bildern zum Beispiel denen von Joan Mitchell, der vor gut zwei Jahren hier eine Ausstellung gewidmet war. Vis-à-vis vom Eingang befindet sich in der Mitte der großen Wand das Portrait einer Frau mit buntem Hut, die mich herausfordernd ansieht. Aha!

Erreicht sie mich? Mal weiter schauen. An der linken Wand hängt eine Reihe von Fotografien, die die Künstlerin um das Jahr 1900 während einer längeren Amerikareise gemacht hat, Frauen in weißen Rüschenkleidern mit geschmückten Hüten oder mit Schirm, ein einsam gelegenes Haus, in jedem Falle fein komponiert. Bei weiteren Exponaten steht der Bereich Landschaft im Vordergrund. Und da stehe ich vor dem gelbem Haus in der alpinen Gegend im Örtchen Murnau. Gabriele Münter hatte es gekauft, weil es ihr samt der Umgebung ein guter Ort zum Malen schien. Auf einem See am Fuße der Berge sind vier Personen in einem Ruderboot dargestellt, drei sitzende Frauen mit Hut und ein stehender Mann mit leuchtendblauer Jacke, wie passend zur blauen Gebirgskette im Hintergrund, ein sehr schönes Bild.

Und da bin ich schon beim weiteren Punkt meiner Assoziationskette. Der Herr mit blauer Jacke im Kahn dürfte Wassily Kandinsky sein. Sie hatte ihn als Kunstlehrer einer Frauenmalschule in München kennengelernt. Zur Zeit des „Blauen Reiters“ wohnte er einige Jahre bei ihr im gelben Haus in Murnau. Zwei Bilder zeigen Kandinsky am Tisch der Wohnstube, mit grünem Vogel beim Tee und im Gespräch mit einer Frau. Ja, sie empfingen dort auch andere Künstler des Expressionismus, malten zusammen und suchten neue Wege. Kandinsky publizierte seine Schrift über das „Geistige in der Kunst“, in der er eine Befreiung von der realen Darstellung der Formen und Farben hin zur Gestaltung des „innerlich Notwendigen“ favorisierte. Da durften die Pferde blau sein.

Von den Kuratoren und dem Leiter des Münchner Lenbachhauses erfahre ich im Film dann mehr über Leben und Schaffen der Künstlerin Gabriele Münter. Nach Ausbruch des 1. Weltkrieges im Jahre 1914 verließ Kandinsky Deutschland und kehrte nach Russland zurück. Die Beziehung und der blaue Reiter lösten sich auf, Münter emigrierte in verschiedene Länder und kehrte später nach Murnau zurück. Die Nazizeit und den 2. Weltkrieg überstand sie unauffällig, während ihre und eine ganze Reihe von Kandinskys zurückgelassenen Werken in ihrem Hause lagerten. Zu ihrem 80. Geburtstag im Jahre 1957 schenkte sie alle Bilder einschließlich Kandinskys dem Lenbachhaus, das dadurch internationale Bedeutung bekam und sich in besonderer Weise dafür einsetzt, Münters Werk angemessen zu präsentieren. Künstlerisch ging Münter einen anderen Weg als Kandinsky, der mit seinen abstrakten Kompositionen weltberühmt wurde und als ihr Lehrer einmal gesagt haben soll, er könne ihr nichts beibringen, sie habe alles von Natur. Und da erschließt sich mir wohl der zweite Titel der Ausstellung. Gabriele Münter malte „ohne Umschweife“, wie sie die Wirklichkeit erlebte ohne darauf zu achten, ob Formen, Flächen und Farben der Wirklichkeit entsprachen. Nach kleiner Stärkung bei „Ludwig im Museum“ gehe ich noch einmal in die Ausstellung und entdecke drei Bilder, die mir besonders gut gefallen, ein Fensterblick mit Obst, Blumen und gelbem Haus, eine lesende und eine schreibende Frau.

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Die Niki-Grotte

Die von der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle gestaltete Grotte ist mein Highlight nach dem Gang durch den Barockgarten in Hannover Herrenhausen. Ich habe schon viel gelesen über dieses Juwel, das die Künstlerin der Stadt Hannover hinterlassen hat. Im Jahre 2003 wurde das Werk den Besuchern zugänglich gemacht, ein Jahr nachdem die Künstlerin einundsiebzigjährig gestorben war. Jetzt schaue ich es mir endlich mal an.

Ich trete ein und bin verzaubert. Um eine Säule herum ziehen sich Mosaike aus buntem Glas und Spiegeln, weit schwingenden Formen in leuchtendem Orange und Rot an Wänden und Decke. „Spiritualität“ hat die Künstlerin den achteckigen Eingangsraum genannt. Von dort werde ich in den Spiegelraum gezogen, „Tag und Leben“ ganz in Silber mit filigranen Fensterelementen, seltsamen knallbunten Tierwesen und einer drallen Nana im Brunnen, halb stehend, halb fliegend. Auf der anderen Seite der „Spiritualität“ gelange ich in den blauen Raum, „Nacht und Kosmos“ mit funkelnden Sternen am tiefblauen Himmel und bizarr verspielten Nanas in Rot, Gelb und Grün aus unglaublich intensivem Blau leuchtend. Im Brunnen schwebt eine Schnorchelnana in pinkem Outfit.

Mir hat der Gang durch diese zauberhafte bunte Glitzerwelt sehr viel Freude gemacht. Zusammen mit einer grünen Nymphe fliege ich hinaus durch die „Spiritualität“ ins grelle Sonnenlicht.
Herrenhausen am 19. September 2018

Sprengel-Museum im November 2016:
„Niki de Saint Phalle – The Big Shots“

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Dona Nobis Pacem

Auf dem Roncalliplatz südlich des Kölner Doms finden zurzeit verschiedene Aktionen, wie Friedenszeichen und Lichtinstallationen mit musikalischer Begleitung von Johann Sebastian Bachs „Dona Nobis Pacem“ zur Erinnerung Friedenszeichen, Lichtinstallationen Köln erinnert mit verschiedenen Aktionen auf dem Roncalliplatz an das Ende des ersten Weltkriegs vor 100 Jahren statt.

Eine Ausstellung im Domforum erinnert mit Bildern und Berichten an schwere Zeiten in der Domstadt und erläutert die Aktionen auf dem Roncalliplatz: „Bewegte Lichtinstallationen auf der Südfassade erzählen von der Sinnlosigkeit des Krieges und künden von der Hoffnung und frohen Botschaft, dass Frieden möglich ist“.

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„The Pink Floyd Exhibition“ im Dortmunder U

„Was hört ihr denn so?“, hieß es eines Abends während eines mehrtägigen Workshops irgendwo im Hunsrück. „Pink Floyd“, sagte einer der Moderatoren. Nie gehört. Er legte auf. Das war anders als alles, was ich bisher kannte und was der Kassettenrekorder in meinem Auto hergab. Es war wie Schweben auf pastellfarbenen Wolken. Mit „Shine on you crazy Diamond“ durch die Weinberge im rheinhessischen Hügelland fliegen war danach angesagt. Bald kannte ich jeden Ton, jede Schleife, jedes Gitarrensolo, wartete immer wieder auf den ersten Gesangston, „Remember, when you were young…“, dann der langgezogene Refrain „Shine on…“, dieses seltsame kurze Lachen, wieder Gitarrensolo, wieder langgezogene Töne, viel länger als gewohnt. „Wish you were here“, hieß das Album. Unvergleichlich.

Das war „Pink Floyd“ Mitte der Siebziger. Zu dem Zeitpunkt gab es die Band bereits seit zehn Jahren. In einer Retrospektive im Dortmunder U mache ich jetzt multimedial eine Zeitreise zu den Anfängen und durch fünf Jahrzehnte Rockgeschichte. „The Pink Floyd Exhibition: Their Mortal Remains“. Sterbliche Überreste? Nun, der zweite Teil des Titels weist wohl darauf hin, dass die Band „Pink Floyd“ nach der Auflösung zur Legende geworden ist. Und die will ich jetzt erleben. Ticket im Giftshop kaufen und hoch geht’s in den 6. Stock des alten Brauereiturms. Handy in den Flugmodus schalten, Audioguide umhängen, Kopfhörer auf die Ohren und Pink Floyd lauschend direkt im psychedelisch bunten Gezappel der Sechziger landen. Da gibt’s Equipment, Plakate, das neongrüne Bühnenhemd mit Rüschenlatz und Fotos der vier Musiker: Nick Mason an den Drums, Richard Wright am Keyboard, Roger Waters am Bass, Gitarre und Gesang von Syd Barrett.

Die Band produzierte Single und Alben, wurde allmählich in England bekannt und angefragt. Ein Wermutstropfen lag allerdings auf diesem Erfolg. Frontmann und Songschreiber Syd Barrett erkrankte längerfristig. Verstärkung fand man in David Gilmour, der im Jahre 1968 als zweiter Gitarrist aufgenommen wurde und mit herausragender Gitarrentechnik an weiteren Erfolgen mitarbeitete. Ja, und jetzt bin ich gespannt, wie es weiter geht. Ein Zeittunnel bringt mich direkt in die Siebziger zum berühmtem Cover mit dem Lichtstrahl, der sich in Regenbogenfarben in einem Prisma bricht. „Dark Side of the Moon“, das legendäre Album wird hier multimedial zelebriert einschließlich 3-D-Animation des Covermotivs. Produziert in Londons Abbey Road Studios wurde es zu einem der größten Erfolge der Rockmusik.

Die folgende Produktion widmeten die vier Musiker Syd Barrett, der nicht mehr dabei sein konnte. Es ist noch immer mein persönliches Highlight mit „Shine on you crazy Diamond“ und dem Titelstück „Wish you were here“. An den Gitarrensoli von David Gilmour kann ich mich nicht satthören. Und überhaupt: Was für eine schöne Hommage an ihren Bandkollegen. Ja, es gibt jede Menge Equipment, Synthesizer, Mischpulte, Effektgeräte, Requisiten und vor allem Monitore, auf denen jemand zu sehen ist, der gerade spricht. Ich gehe einfach in die Nähe des jeweiligen Gerätes und höre zu, sei es einer der Musiker, Coverdesigner oder Fotografen. Es gibt unglaublich viel zu entdecken in dieser medialen Show, teils klein und fein, teils gigantisch wie der Bühnenaufbau von „The Wall“. Und da bin ich schon fast in den Achtzigern.

Das ist nun nicht mehr Syd Barretts Pink Floyd, das sind neue Wege, gesellschaftskritisch mit „We don’t need no education“, skurril bissig mit dem aufblasbaren Monsterlehrer, spektakulär mit Fotoaktionen um ein fliegendes Schwein und mehreren hundert Krankenhausbetten am Strand für Covergestaltung. Faszinierend dann das Video „Learning to fly“ auf rundem Bildschirm und „Endless River“, wo der Bootsmann versucht, mit dem Ruder im unendlichen Wolkenmeer vorwärtszukommen. Zum Schluss heißt es, Kopfhörer abnehmen und in der Performance Zone in einzigartiger Video- und Klangqualität den Live Mitschnitt von „Comfortably Numb“ im Juli 2005 bei Bob Geldorfs Live-8-Konzert in London erleben: David Gilmour an der Gitarre, Mike Mason an den Drums, Richard Wright am Keyboard, Roger Waters am Bass.

Mein Fazit: Diese multimediale Zeitreise in fünf Jahrzehnte Rockgeschichte ist ein einzigartiges Erlebnis.

Eine Minute reinhören in die Show – 22. September 2018

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Herrenhäuser Gärten

An diesem schönen Spätsommertag fällt die Entscheidung leicht. Vom Hannoveraner Hauptbahnhof aus durch die Altstadt wandern, in der Nähe der Marktkirche bei „Tante Käthe“ Käffchen und Hummusbrötchen, dann vorbei an den „Göttinger Sieben“ beim Leineschloss, Niki de Saint Phalles Nanas am Flohmarktufer und weiter in nördliche Richtung durch die schnurrgerade Herrenhäuser Allee zum großen Garten.

Hier vor den Toren der Stadt legten die Welfen im 17. Jahrhundert einen Garten an, der nach und nach als Schlosspark der Sommerresidenz zum Barockgarten ausgestaltet wurde, und zur Freude der Besucher in voller Pracht erhalten ist. Entlang der Orangerie gehen wir zum Eingang und beginnen unseren Gang vor dem langgestreckten Galeriegebäude beim Orangenparterre, geometrisch angelegte Flächen mit symmetrisch aufgestellten Orangen- und Zitronenbäumchen in Kübeln. Nach einem Blick auf in Ornamenten angelegte Blumenrabatten mit weißen Skulpturen gehen wir zur Graft und schnurrgerade entlang des Gewässers bis zum Eckpavillon am Ende, durch dessen Torbogen wir das Pendant an der anderen südlichen Ecke sehen. Zurück gehen wir den Weg durch die Mitte zur großen Fontäne, heute ohne Fontäne, zu vier kleinen quadratischen Gewässern genannt Schwanenteiche. Highlight zum Abschluss ist Niki de Saint Phalles Grotte. Hannovers Ehrenbürgerin hat hier ein ganz wunderbares Werk geschaffen. Ich werde verzaubert von hellen buntgespiegelten Flächen, Formen und allerliebsten Figuren. Ein einziges Leuchten in kräftigem Blau, Rot, Gelb, Orange, Grün, Silber und Gold. Herrlich verspielt und unbeschreiblich schön.
Die Niki-Grotte
Hannover Herrenhausen am 19. September 2018

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„Madonna in den Trümmern“

Nachdem ich vorige Tage die Kölner Kirche St. Kolumba in der Brückenstraße entdeckt hatte, zog es mich wieder dahin, diesmal in die kleine Kapelle, die einer Marienfigur gewidmet ist. Eine besondere Marienfigur. Als im Bombenkrieg die Kirche bis auf ein paar Mauerreste zerstört wurde, fand man sie unversehrt in den Trümmern. Und jetzt sehe ich sie an der Wand, wie sie still da steht auf ihrem Sockel mit dem kleinen Jesus auf dem Arm, umgeben von Kirchenfensterkunst in blau und grün. „Madonna in den Trümmern“. In dieser kleinen Kapelle spendet die nun Trost und Hoffnung. Ich denke an die Toten in der Pauluskirche nach dem Bombenangriff auf den Hammer Bahnhof, an ein Soldatengrab im Süden der Ostfront, die Traumata derer, die zurückblieben. Bevor ich gehe, schreibe ich ins Gästebuch: „Bitte, nie wieder Krieg!“

St. Kolumba, die Kölner „Gedächtniskirche“

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Wenn ihr die wählt…

Wenn ihr die wählt, wählt ihr
Verschwörung statt Fakten
Hetze statt Inhalte
Kälte statt Liebe
Menschenverachtung („kopftuchmädchen“) statt Toleranz
Gleichschaltung („lügenpresse“) statt Pressefreiheit
Diktatur („vogelschiss“) statt Freiheit

wenn ihr die wählt, wählt ihr
politische Taugenichtse

lasst euch nicht verführen
auch unter Doktorhüten stecken Arschlöcher

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„Hanak“ auf dem Severinskirchplatz

Für einen Besuch in der Stadt mit Dom gibt es immer einen Grund und manchmal haben wir das Glück, die Kölner Band „Hanak“ live zu erleben. Letzten Samstag war es wieder so weit: Straßenfest im Fringsveedel. „Dä längste Desch vun Kölle“ und Micha Hirsch mit seinen Jungs auf der Bühne vor der Severinskirche. „Manchmol“ war dann auch einer der Songs aus dem reichen Repertoire dieser kölschen Gruppe, eine schöne Ballade, die einfach hierher gehört in diese Stadt am großen Strom, im Anschluss an diesen Auftritt sogar noch Wunschlied auf einem Polterabend. Ja, zum Verlieben. Und was war noch mal mit dem Heinzelmännchenbrunnen? Da beginnt doch die „Naach d’r Nächte“, auch ein Ohrwurm zum Mitsingen, wie das wummernde Häätz, der legendäre „Haifischzahn“ und Hanaks Neuer von 2018 „Durch et Füer“.

Videos vom Straßenfest in der Kölner Südstadt am 15. September 2018:
Manchmol
Naach d’r Nächte
Durch et Füer

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St. Kolumba, die Kölner Gedächtniskirche

Bei der Suche nach einer Location in der Ludwigstraße/Ecke Brückenstraße stehe ich plötzlich vor einer hohen Mauer, deren besondere Architektur mich völlig überrascht. Altes historisches Mauerwerk und an der Ruine nach oben hin sauber angefügt: ein heller Neubau mit schön strukturierter Fassade. Ich gehe um das Gebäude herum, es wird eine Kirche sein. „Madonna in den Trümmern“ steht auf einem Schild am Eingang. In den Kirchenraum kann ich aber nur durch ein Gitter hineinschauen. Sieht so aus, als würde da gerade restauriert.
Die Kirche St. Kolumba wurde in romanischer Zeit erbaut und im Jahre 1943 fast vollständig zerstört. Als Mahnmal gegen Zerstörung durch Kriege wurde sie erhalten, ist nun sozusagen eine „Gedächtniskirche“. Eine Mariensfigur hat den Bombenkrieg überstanden, daher der Name „Madonna in den Trümmern“.

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