Radtour an Elbe und Havel

Sa 6. Juni Wir beginnen unsere Tour in Magdeburg, das wir vom Hammer Hauptbahnhof mit REs, Fahrrad- und Deutschlandtickets über Minden und Braunschweig gegen Mittag erreichen. Im Motel One können wir schon einchecken, unsere Räder sicher in der Tiefgarage unterbringen und uns auf den Weg machen. Direkt am Eingang unseres Hotels auf dem Domplatz ist heute großes Radevent mit vielen Wettbewerben und buntem Rahmenprogramm einschließlich Bühne, Fast Food, Getränken und Fahrradmarkt.

Gleich um die Ecke erreichen wir das Hundertwasser-Haus, die Grüne Zidadelle von Magdeburg, „Oase der Menschlichkeit in einem Meer von rationellen Häusern“, lese ich auf einer Informationstafel. Diese Oase beherbergt Wohnungen, Läden, Hotel, Innenhöfe, Brunnen, bunte Säulen, alles gestaltet nach den Prinzipien des Wiener Künstlers, wie geschwungene Linien, wellenförmige Böden, verspielte Formen in schönsten Farben. Danach zieht es uns an die Elbe. Beim Bummel über den Fürstenwall erfahren wir Interessantes über die Geschichte der Stadt Magdeburg. Abendessen gibt’s vietnamesisch vegan bei Quan Ganh (Orchidee) in der Keplerstraße.

So 7. Juni Mit gepackten Fahrrädern verlassen wir die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und gelangen schnell an die Elbe. Bei der historischen Schiffsmeile schauen wir uns die mächtigen Exponate an, Taucherschacht und Schwimmbagger. Weiter geht’s auf dem Radweg entlang der Elbe, teils am Rande der Flussaue mit schönem Elbbpanorama beim Ort Burg, teils auf dem Deich.

Lieblingsplatz Parey vom Strandhaus Hotel

Mt Rückenwind auf fast menschenleerer Route erreichen wir gegen Mittag unser heutiges Ziel, das Strandhaus Hotel Elbe-Parey in der Ferienanlage „Lieblingsplatz Parey“, können aber erst um 15 Uhr unser richtig schönes Zimmer mit Terrasse und Blick über die Anlage hinweg zum Mühlensee beziehen. Nach dem Chillen machen wir noch ein Gängelchen rund um die Anlage und hinunter in das Dorf Parey bis zur Kirche, bevor wir den Tag mit Pizza und leckerem Eisdessert im Restaurant „Toscana“ abschließen.

bei der Kader Schleuse am Elbe-Havel-Kanal

Mo 8. Juni Nach kurzem Einkauf bei nah & gut unten an der Ecke in Parey erreichen wir bald einen schönen Radweg am Elbe-Havel-Kanal, machen in Genthin kurze Bankpause im Park und Fotostopp am Marktplatz mit Rathaus und Kirche und radeln am Kanal weiter bis zur Kader Schleuse. Zeit für Picknick aus der Fahrradtasche und Beobachtung des regen Schleusenbetriebs. Weiter geht’s einige Kilometer bis zum Ort Plaue. Nach Fotostopp am See verlassen wir den Elbe-Havel-Kanal.

Zum heutigen Ziel Brandenburg an der Havel ist es nicht mehr weit. Unser Hotel Brandenburger Dom befindet sich direkt neben dem Dom St. Peter und Paul auf der Dominsel. Nach Chillen und Räder einschließen laufen wir über Grillendamm und Mühlentorstraße in die Altstadt zum Restaurant Rice & Spice an der Plauer Straße. Da gibt’s lecker indisch vegan. Eis gibt’s später auf die Hand bei unserem Rundweg durch die Stadt. Dabei entdecken wir noch das Rathaus und am Mühlendamm auf dem Rückweg zur Dominsel ein auffallend schönes kleines Bauwerk an der Havel. Es ist der Hauptpegel mit Pegeluhr und Markierung des Nullpunktes.

Di 8. Juni Wir verlassen die Stadt Brandenburg und erreichen einen richtig schönen Radweg an der Havel. Hier kommen wir bequem weiter bis zur Picknickpause unter einem Baum in der Nähe von Ketzin und der Havelfähre. Wir bleiben aber auf dieser Havelseite und gelangen über Werder und Panoramapause am Petzinsee zum heutigen Ziel, dem Hotel Seminaris in Potsdam am Templiner See.

Potsdam an der Brandenburger Straße

Einchecken, Räder in der Tiefgarage parken, chillen, ohne Gepäck auf die Räder und ca. 6 Kilometer zum Eisessen nach Potsdam fahren zum Eis essen. Das finden wir in der autobefreiten Shopping- und Touristenmeile Brandenburger Straße. Denselben Weg geht’s zurück. Später gehen wir zum Abendessen mit unserer Hammer Fahrradgruppe ins Restaurant Anna Amalia in der Nähe vom Hotel Seminaris. Für Vegetarier gibt’s Zucchinischiffchen mit Schafskäse überbacken und Reibekuchen. Lecker!

am Schwielowsee in Ferch

Mi 10. Juni Heute radeln wir mit der Hammer Fahrradgruppe nach dem Motto „Wasserreiches Potsdam“ beginnend bei unserem Hotel am Templiner See. Durch den Campingplatz hindurch geht’s entlang des Schwielowsees über die Baumgartenbrücke südlich von Werder um den See herum durch die Orte Petzow und Ferch nach Caputh. Beim Fährhaus kehren wir ein zur Eispause. In Caputh gibt’s noch einiges zu entdecken. Da ist das Schloss Caputh und das Einsteinhaus am Hang, in dem der Wissenschaftler von 1930 bis 1932 gelebt hat.

von der Templiner Vorstadt auf Potsdam

Wir kommen zurück an den Templiner See, befinden uns jetzt auf der gegenüberliegenden Seite und erreichen die Havel. In der Templiner Vorstadt, Herrmannswerder und beim Potsdamer Bahnhof gibt’s schöne Blicke auf Potsdam. Weiter geht’s durch den Babelsberger Schlosspark über die Glienicker Brücke zum Schloss Cecilienhof mit Pause bei der Meierei. Die russische Kolonie Alexandrowka schauen wir uns noch an und kehren ein im französischen Restaurant „Pauline“ am Nauener Tor.

auf dem Europaradweg R1 durch die Belziger Landschaftwiesen zur Baitzer Alm

Do 11. Juni Wir radeln, jetzt wieder zu zweit, dieselbe Strecke wie gestern, fahren mit der Caputher Fähre nach Caputh und auf der anderen Seite entlang des Schwielowsees. Südlich von Ferch gelangen wir auf den Europaradweg R1, der wunderbar ausgebaut durch ein Waldgebiet führt. An der Kirche im Ort Brück halten wir an und studieren die Informationstafeln, wie Martin Luther im Jahre 1530 hier zu Gast war und der vom Pfarrer Michael Stifel für das Jahr 1533 vorhergesagte Weltuntergang scheiterte, das heißt gar nicht eintrat.

Marktplatz in Bad Belzig

Das Leben zur Reformationszeit ging weiter und für uns die Fahrt auf dem R1 durch die Belziger Landschaftswiesen hoch auf die Baitzer Alm, sehr schön die schier unendliche Weite. Gegen Mittag erreichen wir die Pension an der Postmeile Bad Belzig. Auf dem Marktplatz ist Sommerfest mit Musik angesagt und da befindet sich auch das Karma mit nepalesischen Hochlandspezialitäten, eine besondere Einkehr zum Abendessen. Danach machen wir noch ein Gängelchen zur Burg Eisenhardt.

kleiner Ort Grimme in Sachsen-Anhalt

Fr. 12. Juni Frühstück aus der Fahrradtasche, auf die Räder und los geht’s auf schönen Radwegen durch weite Wiesen und Wald bis Wiesenburg. Bei Elmars Bistro an der Straße gibt’s richtiges Frühstück. Dann genauso weiter, hier und da ein paar Häuser, kurze Pause beim neugebauten Feuerwehrhaus in Grimme und trotz Gegenwind schon gegen Mittag in Dessau. Im Hotel Dormero können wir erst 15 Uhr einchecken, jedoch Räder und Gepäck sicher abstellen.

Dessauer Marktplatz mit Handwerkerbrunnen

Wir befinden uns direkt in der Dessauer City. Da gehen wir doch erst mal zum Eiscafé Adam in der Fußgängerzone Zerbster Straße, chillen in der Lobby, checken ein und bekommen später im afghanischen Restaurant Lutf ein traumhaftes Auberginengericht serviert. Mit Regenschirm bummeln wir anschließend zum Marktplatz, vorbei am Bauhausmuseum zum „Stadtgespräch“ Brunnen mit verschiedenen Skulpturen, z.B. Bauhausdirektor Walter Gropius und Fürstin Louise von Anhalt-Dessau und besuchen in der Nähe liegende Informationspunkte, wie zu Paul Klee und Wassily Kandinsky, die in den Jahren von 1925 bis 1931/32 am Dessauer Bauhaus gelehrt und in einem der Meisterhäuser gewohnt haben. Durch die Rathauspassage geht’s dann zurück zum Hotel.

Sa. 13. Juni Nach gutem Frühstück im Restaurant des Domero Hotels radeln wir direkt zum Dessauer Bahnhof. Wegen kaputtem Fahrstuhl dauert es etwas länger, bis wir auf dem Bahnsteig stehen, aber mit x mal Treppe hoch,Treppe runter mit Rädern und Fahrradtaschen getrennt geht’s dann, zumal wir genügend Zeit eingeplant haben. Mit Umsteigen in Biederitz bei Magdeburg, Braunschweig und Minden, zum Teil funktionierendem Fahrstuhl oder selber Bahnsteig, gegenüberliegendes Gleis kommen wir mit Deutschland Ticket in Regionalzügen am frühen Nachmittag auf die Minute pünktlich im Hammer Hauptbahnhof an.

Walters Track zur Etappe von Magdeburg nach Elbe-Parey am 7. Juni 2026
Walters Track zur Etappe von Parey nach Brandenburg a.d.H. am 8. Juni 2026
Walters Track zur Etappe von Brandenburg a.d.H. nach Potsdam am 9. Juni 2026
Walters Track vom Hotel Seminaris nach Potsdam am 9. Juni 2026
Walters Track Potsdamer Seen am 10. Juni 2026
Walters Track zur Etappe von Potsdam nach Bad Belzig am 11. Juni 2026
Walters Track zur Etappe von Bad Belzig nach Dessau am 12. Juni 2026

Vegan an Elbe und Havel

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Zukunft statt Gas

Unter dem Motto „Zukunft statt Gas“ sind tausende Menschen heute in Hamm auf die Straße gegangen, um für den Stopp des Ausbaus von Gaskraftwerken und für erneuerbare Energien zu demonstrieren, aufgerufen von BUND, Campact, Greenpeace und Fridays for Future. Der bunte Demonstrationszug bewegt sich vom Gersteinwerk in Werne-Stockum durch den Stadtteil Hamm Bockum-Hövel zur Halde der ehemaligen Zeche Radbod.

Da sind schon von vielen fleißigen Helfern Vorbereitungen getroffen worden für eine beispiellos durchorganisierte Aktion. Auf einer großen Wiese unterhalb der Halde der Zeche Radbod wird mit Hilfe der Einteilung nach Farben und Moderatordurchsagen ein Windrad aus Menschen gebildet. Und nicht nur das. Das weltgrößte menschliche Windrad dreht sich sogar. Ein wahrer Rekord für die Energiewende!

Klimademo „Zukunft statt Gas“ in Hamm am 30. Mai 2026

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E-Auto Kurzreise nach Gent, Paris, Metz

So 3. Mai Unser erstes Ziel auf dieser E-Auto Kurzreise ist die belgische Stadt Gent. Das Auto laden wir auf der Autobahn beim holländischen Städtchen Bladel, sind gegen Mittag am Ziel und können schon einchecken im NH Collection Hotel mitten in der Altstadt gelegen, direkt neben dem historischen Rathaus, Stadhuis genannt. Da machen wir uns doch sofort auf den Weg zu schönen Plätzen, Gassen und Brücken über das Flüsschen Leie und Gebäuden wie die mächtige Burg Gravensteen und prächtige Kirchen. Vor der Sint Niklaaskerk bleiben wir eine ganze Weile stehen und hören einem Straßenmusiker zu, der bekannte Songs wunderbar performt.

Seine Interpretation von „The Sound of Silence“ gefällt mir besonders gut. „Walking Francis“ nennt er sich, kommt aus Australien. Live Musik einfach so geschenkt. Danke, Francis! Abendessen gibt’s heute ganz in der Nähe bei „Le Botaniste“, einem rein veganen Restaurant mit schönem Ambiente. An der Theke und Kasse bestellen, Platz finden und lecker Salat, Pasta bolognese und Chili sin Carne essen, Dessert dann draußen: belgische Waffeln mit dunkler Schoki und Zuckerguss und später noch ein bisschen bummeln im der Abenddämmerung.

Mo 4. Mai Sensationelles Frühstück im NH Hotel und Laden auf der Autobahn bei Ressons-sur-Matz in Frankreich. Auch Paris erreichen wir gegen Mittag, können im Motel One am Porte Doree im Stadtteil Daumesnil das Auto in der Tiefgarage parken und einchecken, Zimmer im 7. Stock mit tollem Blick über Paris inklusive weit entferntem Eiffelturm. Nicht lange chillen, raus zur Metro Station Porte Doree.

Erstes Ziel ist Notro Dame. Diese wieder aufgebaute Kathedrale befindet sich in der Nähe der Station „Bastille“. Wir bewundern sie aber nur von außen und gehen weiter ein Stück entlang der Seine, kommen aber wegen heftigem anhaltendem Regenguss nur bis zum Café/Restaurant/Brasserie mit dem schönen Namen „Le Soleil d’Or“, wo wir zu einem schönen Tischchen geführt werden, am Fenster mit direktem Ausblick auf das heftige Wettergeschehen, irgendwie gemütlich gerade, so schön im Trockenen.

Abendessen? Mühsam Restaurant suchen ist ja gerade nicht angesagt. Also hier die Speisekarte checken. Die gibt zwar nichts Veganes her, dann eben vegetarisch, muss jetzt mal sein. Vier Käse Pizza und gebackenen Camenbert mit Pommes finden wir, beides richtig lecker, Käse können sie in Frankreich. Von der goldenen Sonne geht’s später mit Regenschirm weiter, an der Seine mit Pont Neuf, zum Louvre Gelände mit Pyramide, über den Place de la Concorde und Champs-Élisée, wo die Läden schon geschlossen haben, bis zum Arc de Triomphe, alles wieder erkannt, sind ja jetzt zum zweiten Mal in Paris. Unsere Metro Station für die Rückfahrt heißt „Charles de Gaulle-Étoile“.

Di 5. Mai Frühstück im Motel One ist gewohnt gut, französischen Käse gönnen wir uns, veganen haben sie hier auch gar nicht. Der Wettergott hat ein Einsehen, schickt zwar nicht die Sonne, aber nur ganz wenig Regen. In der Nähe unseres Hotels leihen wir zwei Fahrräder, wollen heute Paris auf Radwegen erleben. Das geht auch ziemlich gut, denn unter der Führung von Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat die Stadt eine radikale Verkehrswende hingelegt. Fahrradstraßen wurden angelegt, Radwege baulich vom Autoverkehr getrennt. Leihräder gibt’s überall an den Straßen.

Das Seine-Ufer ist komplett für Autos gesperrt und jetzt als Promenade Fußgängern, Radfahrern und Joggern vorbehalten. Also los! Vom Arrondissement Daumesnil vorbei an Parks, dem Place de la Bastille bis zum ersten Stopp am Place des Vosges (Vogesenplatz) mit Brunnen und Reiterstandbild von König Louis XIII., inzwischen mit Regenjacke und -hose, also keine Pause auf einer der Bänke unter den Bäumen, sondern weiter. Wir umrunden noch einmal den Platz, weil die Häuser hier wirklich sehr schön sind.

In einem hat zur Mitte des 19. Jahrhunderts der Schriftsteller Victor Hugo gewohnt. Weiteren Kurzstopp machen wir am Fontaine Stravinsky beim Centre Pompidou mit Wasser speienden Figuren, unter anderem von Niki de Sainte Phalle und Jean Tinguely. Das Museum ist zurzeit komplett geschlossen wegen Renovierung, ist also eine große Baustelle. Entlang der Seine fahren wir weiter auf der ehemaligen Autostraße.

Besonders gefällt mir die Strecke durch den Tunnel, so entspannt hier ohne Angst und Verkehrslärm. Der empfängt uns jedoch wieder kurz darauf in der Nähe des Eiffelturms. Hier geben wir die Räder zurück und wandern hinauf zum Place du Trocadéro, wo wir einen spektakutären Blick auf das Pariser Wahrzeichen haben. Abendessen gibt’s in der Brasserie „Les Cascades“ in Daumesnil mit veganen Tapas, danach Spaziergang bei Regen im Park bis zum See.

Mi 6. Mai Noch immer regnerisch, das heißt mit der Metro in die City und Musée Carnavalet – Histoire de Paris zu einer Zeitreise in die Geschichte der Stadt, untergebracht in einem palastähnlichen Gebäude. In original nachgebauten historischen Räumen gehen wir zwischen unzähligen Exponaten durch die Epochen, zum Beispiel die der französischen Revolution mit „Déclaration des Droits de l’homme et du citoyen“ von 1789, Portraits von Voltaire, Marat, Robespierre.

Was machen wir danach? Wir sind umgeben von Sehenswürdigkeiten. „Liberte Egalite Fraternite“ in Stein gemeißelt am Haus Nr. 55 in der Rue des Franc Bourgois, „Le Testament de Napoleon 1er“, Ausstellung in der Rue Rambuteau, Galerie in der Rue Vivienne, wo wir auf einem gemütlichen Sofa in Ruhe nachdenken können. Schließlich landen wir auf der Dachterrasse im Edelkaufhaus Lafayette mit grandiosem Parispanorama.

Do 7. Mai Mit dem Fahrrad losfahren, Mont Matre mit Sacre Coeur ist heute unser Ziel. Das Wetter spielt mit, Sonne und kein Regen in Sicht. Die neue Pariser Radinfrastruktur machts möglich, dass wir ohne Probleme die berühmte Touristenecke vor dem Moulin Rouge erreichen. Von hier aus geht’s über Kopfsteinpflaster im Künstlerviertel stramm bergauf bis zu der schönen weißen Kirche auf dem Hügel, dem trubeligen Touristenrummel und Ausblick über die gesamte Stadt.

Die Jacken sind längst im Rucksack gelandet, als wir uns auf die Abfahrt begeben. Diesen rasanten Move haben wir uns ja verdient. Am Gare de Saint Lazare halten wir mal kurz an und bewundern die schöne Uhrenskulptur L’heure de tous“ auf dem Vorplatz am Osteingang. In der Rue de Rivali geben wir die Räder ab und gehen hoch in den „Jardin des Tuileries“ zur ausgiebigen Chillpause unter Bäumen.

Hier haben wir einen Blick über die große Parkanlage bis zum Place de la Concorde. Über diesen berühmten Platz gehen wir dann in den Park am Grand Palais, zur Avenue des Champs-Élisées, wie am ersten Abend, lassen Prada, Vuitton, Apple links und rechts liegen, bis zum Arc de Triomphe. Da schauen wir uns die Vorbereitungen bei der Tribüne zum Tag der Befreiung am 8. Mai 1945 an, zu dem Präsident Macron erwartet wird. Per Metro kommen wir zurück zu Porte Doree und Motel One. Abendessen ist heute asiatisch bei Phou Khet in einer Seitenstraße. Mit dem Gängelchen über eine ehemalige Bahntrasse und an einem Sportgelände direkt beim inneren Ring nehmen wir Abschied von dieser faszinierenden Stadt. Au revoir, Paris!

Fr 8. Mai Heute wird das Auto wieder bewegt, Ziel und letzte Etappe unserer Kurzreise ist die Stadt Metz. Wir laden an der A4 bei Valmy und kommen gegen Mittag im Parkhaus am Bahnhof und benachbartem Hotel Ibis Styles an. Mit diesem Gebäude aus dem Jahre 1905 haben wir ein historisches Highlight erwischt, damals bestes Haus am Platz, hieß Hotel Royal und ist samt Treppenhaus, Fenstern und Balkonen weitgehend erhalten.

Nach Prinzipien von Ibis Styles wurde innen alles schön gestaltet, die Zimmer samt Bad renoviert und modern ausgestattet, da fehlt nichts. Hotel Royal ist ein guter Ausgangspunkt für unser Gängelchen in die Stadt, über Plätze Gassen und Moselbrücken zur Kathedrale Saint-Étienne, gotisches Meisterwerk und Anlaufpunkt für Touristen, auch wegen der berühmten Fenster von Marc Chagall, der sie zwischen den Jahren 1959 und 1968 geschaffen hat.

Wie in vielen anderen Werken, erzählt Chagall auch mit diesen Kirchenfenstern Geschichten, hier aus dem Alten Testament von Abraham, Jakob, Moses, König David und Prophet Jeremia. Danach besichtigen wir noch das Deutsche Tor, eine mächtige Anlage am Rande der Stadt, finden ein ruhiges Plätzchen für asiatisches Abendessen und lassen den letzten Tag unserer E-Auto Kurzreise ausklingen.

Walters Track zur Radtour in Paris am 5. Mai 2026
Walters Track zur Radtour in Paris am 7. Mai 2026

Alles vegan bei „Le Botaniste“ in Gent

Gent, Paris, Metz vom 3. bis 8. Mai 2026

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Demo für Erneuerbare in Münster

Dass wir schon wieder und immer noch auf die Straße müssen, ist ein Trauerspiel. Die Demonstration in Münster steht unter dem Motto: „Die Rechnung geht auf uns! – Demo gegen die Energiepolitik der Bundesregierung“, veranstaltet von Fridays for Future Münster. Der Protest richtet sich insbesondere gegen Aktionen und Pläne von Katherina Reiche. Hunderte Menschen haben sich auf dem Prinzipalmarkt in Münster versammelt.

Sie werfen der Bundeswirtschaftministerin vor, Lobbypolitik zu betreiben, vehement auf fossile Energieträger zu setzen und Erneuerbare Energien zu blockieren. Statt Gasbohrungen und -kraftwerke brauchen wir verstärkten Ausbau und Förderung von Solar, Wind, Netzausbau und Batteriespeicher. Das bringt Freiheit und Unabhängigkeit. Angesichts der Klimakrise, politischen Unsicherheiten und des gerade von Trump angezettelten Irankrieges wird uns täglich vor Augen geführt, wie durch Fossilverknappung unabsehbare Probleme für unser Leben entstehen. Weg von Fossilen! Zukunft gehört den Erneuerbaren!

Demo für Erneuerbare Energien auf dem Prinzipalmarkt in Münster am 24. April 2026

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Demo für Erneuerbare

„Erneuerbare Energien verteidigen!“ ist das Motto. „Gemeinsam ein Zeichen setzen für die Energiewende – gegen Lobbypolitik und für eine saubere und sichere Zukunft“, heißt es in der Ankündigung. Wir sind in Köln auf dem Heumarkt dabei. Gleich zu Beginn um 12 Uhr ist der Platz bereits voll und wird immer voller. Mit Bannern und Plakaten sind sie gekommen, zum Teil nach mehrstündiger Zugfahrt. So wichtig ist jedem der Anwesenden die Forderung.

Alle wollen, dass die gegenwärtige Energiepolitik der Regierung, insbesondere der Wirtschaftministerin Reiche, abgelöst wird durch eine konsequente Weiterentwicklung von Erneuerbaren Energien, das heißt Sonne, Wind, Speicher, Netzausbau konsequent fördern und zwar schnell, das heißt sofort. Wir haben keine Zeit zu verlieren und kein Geld zu verschenken. Fossil war gestern, die Zukunft gehört den Erneuerbaren. Für das Klima und für unsere Unabhängigkeit.

Keiner der Anwesenden hat einen Zweifel an der enormen Wichtigkeit dessen, was Vertreter verschiedener Organisationen, wie Campact, Fridays For Future, der Justiz, der Klimaforschung, Team Sonne sowie Bündnis 90/Die Grünen (Katharina Dröge) erklären, fordern, wovor sie warnen, wofür sie appellieren auf der kleinen Bühne hier auf dem Heumarkt bei strahlendem Sonnenschein.

Demo „Erneuerbare Energien verteidigen!“
am 18. April 2026 auf dem Heumarkt in Köln
(30.000 Teilnehmende)

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Prüf Demo im April

Alle haben dasselbe Ziel, die heute hierher gekommen sind, auf die Wiese vor dem NRW Landtag in Düsseldorf: „Wir demonstrieren in allen Landeshauptstädten so lange, bis der Bundesrat beim Bundesverfassungsgericht die Überprüfung aller vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuften Parteien beantragt hat.“

Es sind mehrere Tausend Menschen aller Altersgruppen, von fern und nah, mit Zug, Straßenbahn, Fahrrad, zu Fuß. #Prüf heißt das Motto auf Bannern, Schildern, Rucksäcken und Jacken. In unseren Parlamenten wollen wir keine Nazis, Faschisten, Rassisten, kurz Leute, die das böse Wort „Remigration“ in ihrem Programm haben. Allein dieses Wort im Programm reicht, um zu wissen, dass ihnen unser Grundgesetz am Arsch vorbeigeht.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Da gibt’s keine „Remigration“, sondern Integration. Deutschland ist bunt und so soll es auch bleiben. Döner, Pizza, Fladen, Curry, ob vom Türken, Libanesen, Italiener, Vietnamesen, alles ist willkommen und lecker. Hakenkreuz ab in die Tonne! All das wird auf der Bühne vor dem Landtag thematisiert von Moderatorin Regina, Sozialarbeiter Malte und einem Studenten.

Max studiert Germanistik und Politikwissenschaften und liest ein Gedicht über das Lügen. Realität ist, dass wir jetzt hier stehen und fordern, dass der Bundesrat tätig wird. Das kann er nur, wenn Bundesländer einem Prüfantrag an das Bundesverfassungsgericht zustimmen. Vier haben das bereits getan, die werden hier heftig gefeiert: Berlin, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein. Das sind 14 Stimmen von 35, die im Bundesrat notwendig sind, um den Prüfantrag auf den Weg zu bringen.

Wäre schön, wenn all die anderen Länder, in deren Hauptstädten heute für #Prüf demonstriert wird, dabei wären, auch das Land NRW. Hoffen wir, dass diese Message bei den Verantwortlichen im Landtag in Düsseldorf ankommt und umgesetzt wird.

Prüf Demo auf der Wiese vor dem Landtag NRW in Düsseldorf am 11. April 2026

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Food Factory in Berlin

In diesem schönen Spiegelgebäude direkt vor dem Hauptbahnhof in Berlin befindet sich ein moderner Food-Court genannt Food Factory. Zum Lunch vor unserer Heimreise können wir aus einem reichhaltigen Angebot von Speisen aller Art auswählen. Da gibt’s Burger, Pasta und Pizza, Falafel, Sushi, mexikanisch, libanesisch, italienisch, asiatisch, einschließlich vegetarische und vegane Optionen.

Für alle Angebote gilt Selbstbedienung. Unsere Wahl ist die thailändische Speisekarte von „Sia Thai“. Da bestellen wir grünes und rotes Curry mit Tofu, bekommen einen Pieper und suchen uns einen schönen kleinen Tisch mit Ausblick auf Bahnhof und Spree. Sofort wird der Wok geschwungen, die Speisen direkt zubereitet und können abgeholt werden. Beides lecker!! Zum Dessert gibt’s Kaffee und Blueberry Muffins von Coffee Fellows. Ein schöner Abschluss des Lunch und unseres Berlin Aufenthaltes mit Tyler Childers Konzert am Abend zuvor.

Food Factory im Cube am Hauptbahnhof in Berlin am 16. März 2026

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Futurium

Das Futurium in Berlin ist eines der spannendsten Ausflugsziele der Stadt für alle, die sich für die Welt von morgen interessieren. Es liegt direkt am Spreebogen nahe dem Hauptbahnhof, gegenüber dem Regierungsviertel und versteht sich als „Haus der Zukünfte“. Dementsprechend sind Ausstellungen und Installationen einzuordnen. „Wie wollen wir leben?“ heißt die wichtige Frage.

Um die drehen sich die Präsentationen der einzelnen Bereiche. Auffällig ist die Sonderausstellung „Ocean Futures“ im Obergeschoss mit einer großen vom phillipinischen Künstler Leeroy New geschaffenen Installation in Blau, komplett aus Recycling-Materialien wie Wasserkanistern, Plastikflaschen und Naturfasern. Da ist die Frage, wie sich das Leben einer Fischerfamilie in Manila und einer in Schleswig-Holstein mit den Jahren verändert hat.

Durch Plastikmüll im Meer ist der Fischfang in Manila extrem beeinträchtigt sowie in Schleswig-Holstein vor allem durch Algenplage wegen Überdüngung. Beide sind hart getroffen mit Maßnahmen bei steigendem Meeresspiegel durch Erderwärmung, wie Küsten- und Hochwasserschutz. Aus dieser globalen Verschmutzung der Ozeane ergibt sich die Aufgabe, gemeinsam mehr für den Schutz des Systems zu tun.

Ein interessanter Aspekt fügt sich da an, wenn es im Bereich „Denkraum Mensch“ um die schöne Vision „Grenzenlose Bewegungen“ geht. Jeder kann reisen, wohin er will, sich aufhalten und leben, wo er will. Etwas beklemmend dagegen der Gedanke an „Ikonen des Konsums“. Auto, Smartphone, Sneaker gehören zu unserem Leben. Oder nicht? Wie wollen und werden wir in Zukunft leben, uns fortbewegen, arbeiten? Im „Haus der Zukünfte“ bekommen wir Denkanregungen.

Futurium Berlin am 16. März 2026

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Tyler Childers und Molly Tuttle

„Tyler Childers. On The Road EU & UK 2026“ ist der Titel der Veranstaltung heute in der „Uber Eats Music Hall“ auf dem Uber Platz gegenüber der großen Uber Arena. Es ist also die kleinere Location, bekannt für moderne Ausstattung, gute Akustik, Kapazität für 4500 Menschen, das heißt, intime Atmosphäre und guten Blick von jeder Position auf Künstler*innen und Geschehen auf der Bühne.

Den haben wir schon gleich zu Beginn mit Special Guest Singer-Songwriterin Molly Tuttle, die mit ihrem Auftritt das musikalische Niveau schon im Vorprogramm mit eigenen Songs im modernen Country Sound auf ein hohes Niveau bringt. Viel Applaus gibt’s für Mollys Performance, 45 Minuten virtuoses Gitarrenspiel der Grammy Preisträgerin. Nach dem Motto „On The Road“ führt uns danach ein fulminantes Spektakel mit Licht Animationen in den Hauptakt des Abends.

Tyler Childers präsentiert mit seiner Band, insgesamt sind es acht Musiker, Country Musik vom Feinsten. Im Mittelpunkt steht der einzigartige Gesang des Fontmanns, der alle Stücke selbst geschrieben hat. Geschichten werden erzählt, vom Leben in den Apalachen und vom Leben überhaupt, jeder Song mit eigener Lichtshow inszeniert, abgestimmt auf den jeweiligen Inhalt.

Ergänzend zum perfekten Zusammenspiel der acht Musiker, alle so in den Dreißigern, einschließlich Molly Tuttle, erreicht diese musikalische Reise in die Welt der Apalachen und der modernden Countrymusik wohl jeden Zuschauer in der vollbesetzten Music Hall.

„Tyler Childers. On The Road EU & UK 2026“ am 15. März 2026 in der Uber Eats Musik Hall auf dem Uber Platz in Berlin

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Damit wir morgen noch eine Demokratie haben

Zweiter Samstag im Monat, Tag für die Prüf Demos in deutschen Städten, vor allem in Landeshauptstädten. So fahre ich heute nach Düsseldorf zur Demo beim Landtag von NRW. Auf der Wiese vor dem Regierungsgebäude findet heute die dritte Demo in NRW statt. Auch bei Dauerregen sind wir unterwegs, strömen zur Bühne und stehen auf der matschigen Fläche, um unser Grundgesetz zu schützen.

Das heißt, damit wir morgen noch eine Demokratie haben und damit Deutschland bunt bleibt, wie gerade hier auf der Demowiese. Da sind die Omas gegen rechts mit entsprechend beschrifteten Regenschirmen, einer mit großem Regenbogenschirm und vielen kleinen Botschaften am Zylinderhut wie „Wer nicht denkt und wer nichts weiß, glaubt den ganzen Nazi Scheiß“, „Diesmal schweigen wir nicht“, obendrauf eine kleine Skulptur nach dem Motto „Nazis in die Tonne“ sowie viele kreativ gestaltete Plakate. „Was, du hier?“ „Wie geil“, ruft jeder seinem Nachbarn zu und dann wird jede Stadt, in der heute auch eine Prüf Demo stattfindet, heftig beklatscht.

„Wir demonstrieren in allen Landeshauptstädten so lange, bis der Bundesrat beim Bundesverfassungsgericht die Überprüfung aller vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuften Parteien beantragt hat“. So steht auf der Homepage der Bewegung und so zitiert es der Moderator. Um Prüfen geht’s uns allen hier.

Genauso wie bei den Demos heute in Berlin, Hamburg, Hannover, Mainz, Magdeburg, München, Potsdam. Weitere Landeshauptstädte sollen in den kommenden Monaten folgen, bis das Ziel erreicht ist. Das ist der Fall, wenn der Bundesrat den Prüfantrag beim BVerfG auf den Weg bringt. Mit einfacher Mehrheit wäre das möglich. 14 der notwendigen 35 Stimmen, das heißt 40 %, sind schon erreicht, weil Berlin, Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg bereits zugestimmt haben. Ob Regen, Hagel oder Sonnenschein, wir machen weiter, damit die Demokratie eine Demokratie und Deutschland bunt bleibt.

Prüf Demo am 14. März 2026 auf der Wiese vor dem Landtag in Düsseldorf

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