Radtour von Hamm nach Werne an der Lippe

Unsere Tour nach Werne begann durch die Kornmersch, entlang der Geinegge, vorbei am Bahnhof Bockum-Hövel und Klostermühlenweg entlang der Bahnlinie nach Münster. Danach entdeckten wir richtig schönes „Neuland“, als wir die kleinen Bauernschaften Barsen und Oberholsen durchquerten, immer schön weiter durch Wiesen und Felder, bis nach Überqueren der Herberner Straße plötzlich die Fahrt aprupt gestoppt wurde. Reifen platt, ausgerechnet am Hinterrad, und kein passendes Werkzeug im Gepäck. Die Fahrt wäre wohl hier zu Ende gewesen, wenn nicht ein Mann aus Ahaus, der im Feld seine Brieftauben auf die Reise schickte, ausgeholfen hätte. So ging es dann doch schön weiter direkt zur Picknickpause auf dem Marktplatz mit dem schönen Rathaus von Werne.

Etwas kühl zum länger Verweilen, doch in einer kleinen Bäckerei gab es Streusel- und Mohlkuchen to go. Beim Herausfahren überraschte uns auf einer kleinen Brücke ein idyllisches Panorama der unbegradigten Lippe und später in östlicher Richtung die volle Schönheit des Naturschutzgebietes Tibaum bis zum Radweg am Kanal.

Walters Track zur Radtour nach Werne am 14. Mai 2020

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Radtour zum Selbachpark

Die heutige Radtour soll uns zum Selbachpark am südlichen Ende der Stadt bringen. Den Hammer Norden verlassen wir über Kornmersch und Hochwasser Schutzdamm zur Überquerung der Radbodstraße. Der Radweg führt entlang der Lippe bis zur weißen Brücke über den Fluss. Auf dem Mitteldamm zwischen Kanal und Lippe fahren wir weiter bis zum Tibaum Wäldchen und Gewässern. Über die Straße und weiter den schönen Radweg am Kanal bis Sandbochum und weiter zur Dortmunder Straße. Da braucht es etwas Geduld, bis die Automonster endlich eine Lücke lassen. Im Stadtteil Herringen radeln wir durch Felder und ruhige Wohngebiete bis zum Selbachpark. Auf einer Bank am Teich vor dem Hotel gibt’s Picknick aus der orangenen Ortliebtasche. Dabei können wir einer Schwanenfamilie mit neun putzigen Schwanenküken zusehen.

Schön dann die lange Reihe bunt bemalter Steine am Teich und auf dem Parkweg. Motto: Farbe in Coronazeiten. Zur Rückfahrt fahren wir quer durch Pelkum, Kirchgraben, Kobbenskamp, Moltkestraße, Friedhofsweg, nach Öffnen der Schranke über die Bahnlinie, durch Wiescherhöfen, Selmigerheide, Lohauserholz, dann entlang der Bahnlinie zum Hammer Süden. In die City geht’s lange über die Grünstraße und Südstraße zum Marktplatz. Hier sind wir wieder am Kanal, unterqueren an der Hafenstraße die Münsterstraße und radeln über den schönen Radweg in den Lippeauen entlang der Schweinemersch zum Hammer Norden.

Video: Schwanenfamilie im Selbachpark

Walters Track zur Radtour zum Selbachpark am 9. Mai 2020

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Radtour zum Schloss Westerwinkel

Das Wasserschloss Westerwinkel befindet sich nordwestlich von Hamm in der Nähe des kleinen Ortes Herbern im südlichen Münsterland. Vom Hammer Norden aus fahren wir durch die Kornmersch, überqueren den Bockumer Weg und weiter entlang der Geinegge bis zum Bahnhof Bockum-Hövel. Entlang der Bahnlinie geht es auf dem Klostermühlenweg weiter durch die Felder bis nach Herbern. Auf dem Kirchplatz machen wir kurz Halt. Zum Schloss sind es nur ein paar Kilometer, eine schöne Anlage aus dem 17. Jahrhundert mit Haupthaus, Innenhof, Nebengebäuden, Gräfte und Schlosspark. Ein riesiges Golfplatzgelände ringsherum garantiert Landschafts- und Rasenpflege vom Feinsten. Auf einem dieser Plätze machen wir unser Picknickpäuschen, das wunderbare Schloss Ensemble hinter und maigrüne Weite vor uns.

Der Rückweg führt auf schönen Radwegen entlang der A1 über Stockum zum Naturschutzgebiet Tibaum mit seinen stillen Gewässern und Wassertieren. Nach kurzer Fahrt durch den Wald erreichen wir den Datteln-Hamm-Kanal und sehen schon bald das Haldenzeichen Schacht Franz auf der gegenüber liegenden Seite und die weißen Brücken zwischen Bockum-Hövel und Herringen. Nach Überquerung der Lippe und kurzer Fahrt zur Radbodstraße erreichen wir den Hochwasserschutzdamm am Rande unserer Lippeaue „Borgstätte“, wo sich Jahrhunderte zuvor die Burg Nienbrügge befand.

Walters Track zur Radtour zum Schloss Westerwinkel am 7. Mai 2020

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Radtour nach Ahlen

Von der Kornmersch im Hammer Norden biegen wir ein in den Lippeauen Radweg Richtung Hammer City. Entlang des Datteln-Hamm-Kanals fahren wir eine schöne Strecke, halten an der Saline im Hammer Kurpark kurz an queren die Fährstraße und an der Werrieser Schleuse die Lippestraße. Weiter am Kanal entlang geht’s bis Haaren, um den Baggersee herum durch die Felder zwischen Dolberg und Ostdolberg bis zum Flüsschen Werse, bei dem wir unser Ziel Ahlen erreichen. Picknickpause machen wir auf einer Bank im Berliner Park, wo Enten uns ihre Flug- und Landekünste präsentieren sowie eine kleine Flugshow in eleganter Dreierformation, ganz nah fliegen sie an uns vorbei, noch einmal und noch einmal, bis sie schließlich zwischen den Bäumen verschwinden.

Nach kurzen Stippvisiten am Marienplatz mit Kirche und dem Ahlener Marktplatz verlassen wir das Städtchen. Rückweg nehmen durch Oestrich und Frielick über eine breite Straße in Militärgelände nach Hamm-Heessen, versorgen uns bei der Bäckerei im Obi Baumarkt mit Kuchen und fahren einen schönen Radweg bis zur Münsterstraße, die wir zum Killwinkel hin überqueren, radeln dann zwischen Bahnlinie und Kleingärten zurück in den Hammer Norden zum Käffchen auf Hupfelds Terrasse.

Walters Track zur Radtour nach Ahlen am 8. Mai 2020

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Herr Pfeffer und Herr Sternenfeld im Stollwerck

Die Woche begann am 9. März 2020 mit der Liveschaltung zur Pressekonferenz des Bundesgesundheitsministeriums wegen Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland. „Wir müssen damit rechnen, dass wir direkt in eine Epidemiewelle hineinlaufen werden“, erklärte der Virologe Prof. Dr. Christian Drosten von der Berliner Charité. Es sei eine absolut ernste Situation. Fahren wir hin oder bleiben wir zu Hause? Findet die Veranstaltung überhaupt statt?

Nun, am 10. März sind wir in Köln, haben im Motel One am Waidmarkt eingecheckt, schlendern durch die Südstadt, vorbei am Trude-Herr-Park zum Bürgerhaus Stollwerck. Unten an der Treppe Plakate der zwei Herren von Partnerlausch „Furiose Fehltritte und die vier Wunder von Bern. Geschichten von gestern und heute“. Alles klar. Ganz, ganz oben stehen später Lesley Sternenfeld und Robert Pfeffer auf der kleinen Bühne im Theater 509. Gleich mit dem ersten Protagonisten halten sie uns fest in der rotierenden Drehtür eines Möbelhauses, bevor sie uns mitnehmen in das Jahr 1954. Wie Helmut Rahns Weltmeistertor zustande kam? Addi Dassler, meterlange Stollen, Schwiegermutter, Latte, Pfosten, linke untere Ecke, Spezie im Berner Mannschaftshotel, vier verschiedene Versionen. Wer bekommt den Wanderpokal?

Und überhaupt, was im Leben so alles daneben gehen kann. Leslies Guck-mal-was-ich-kann Performance, Roberts Erinnerung an Britta mit Aus-Blick im Frühstückscafé und wie ein Gummistiefel sich in ein Tanzschühchen verliebt. Schauplatz meines Highlights ist das Klavierzimmer von Winfried und Hildegard von Ruhwedel mit Perücken auf haarlosen Häuptern, er verwegen schwarz, sie blond wallend im Kampf gegen eine hartnäckige Haarsträhne.

Fazit: Die zwei Stunden herrliche Unterhaltung mit Partnerlausch waren der furiose Abschluss einer coronafreien Zeit. Vier Tage nach dieser Vorstellung wurde das Bürgerhaus Stollwerck wegen Corona geschlossen.

Leslie Sternenfeld in Münster am 14. Februar 2020: Das liegt alles am Wetter, mein Sonnenschein

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Schloss Oberwerries und Nepomuk

Unsere Radtour führte vom Hammer Norden zum Killwinkel, wo wir die Warendorfer Straße überquerten und über den Berg in einen Ortsteil von Hamm-Heessen fuhren. Nach Überquerung der Münsterstraße ging es durch die Rosa-Luxemburg-Straße in die Felder, entlang der Siedlung Dasbeck und Heessener Wald in südliche Richtung zur Dolberger Straße. Und da ist auch schon die breite Zufahrt zu unserem Ziel, dem Wasserschloss Oberwerries, ein wunderschönes Ensemble unter blauem Himmel mit Torhaus, Haupthaus und Pferdestall, umgeben von einer Gräfte. Zuerst erwähnt im Jahre 1284, von wechselnden Besitzern gebaut, erweitert, renoviert, bewohnt und verlassen, wurde es in den 50er Jahres des 20. Jahrhunderts von der Stadt Hamm erworben und restauriert. Heute wird die Schlossanlage genutzt für Tagungen, Hochzeiten, Freizeiten, Bett + Bike Unterkunft und Gastronomie.

Die Sandstein Statue vor dem Aufgang zum Haupthaus ist eine Abbildung des heiligen Nepomuk, um 1345 als Johannes Nepomuk südlich von Pilsen geboren, der Legende nach in Prag von der Karlsbrücke in die Moldau geworfen und im 18. Jahrhundert heilig gesprochen, stand er als Hüter der Brücken Modell für Statuen an Gewässern.
Johann Wolfgang von Goethe hat ihm ein Gedicht gewidmet:
Auf großen und auf kleinen Brucken
stehen vielgestal’ge Nepomuken
von Erz, von Holz, gemalt, von Stein,
kolossisch groß und puppisch klein.
Jeder hat seine Andacht davor,
weil Nepomuk auf der Brucken
sein Leben verlor

Walters Track zur Radtour nach Oberwerries am 23. April 2020

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„Die Elemente“ von Manfred Billinger

Ein ganz besonderes Beispiel von Industriekultur hat Manfred Billinger auf einer Wiese in Bahnhofsnähe mit seiner Skulpturengruppe „Die Elemente. Feuer – Wasser – Erde – Luft“ geschaffen. Erläutert wird die Arbeit auf einer Texttafel:
„Hier, außerhalb der alten Stadtgrenzen, im Hammer Westen hat die industrielle Fertigung von Draht und deren Produkten um 1850 ihren Anfang genommen und damit den Ruf der Stadt Hamm als „Stadt des Drahtes“ ihren Anfang begründet.

Die Skulpturengruppe „Die vier Elemente“ bezieht sich auf diese Vergangenheit und stellt vier alte Keramikbehälter in den Mittelpunkt der Gestaltung. Die Behälter wurden 1920 in Handarbeit hergestellt und dienten ehemals zur Aufbewahrung von Säuren. Jeder dieser Behälter ist hier zum Ideenträger eines der vier Elemente geworden.
FEUER wird durch Licht dargestellt. Ein Solarelement lädt am Tage eine Batterie und gibt diese Energie bei Dunkelheit als Licht wieder ab. Das Licht ist bewusst schwach, es versteht sich als Hinweis, nicht als Konkurrenz zur Straßeneleuchtung.

WASSER wird durch einen Brunnen erfahrbar. Ein Wasserkreislauf wird durch eine Steuerung in Abständen ein- und ausgeschaltet. Die Pumpenleistung wurde so gewählt, dass es zu einer Filmbildung des Wassers auf der Behälteroberfläche kommt.
ERDE symbolisiert der zum Teil vergrabene Behälter. Aus Erde/Ton ist er gemacht, also ein Teil von ihr. Dieser Tonbehälter ermöglicht ein Blick in sein Inneres und dem, der hineinsingt, offenbart er sein einzigartiges Schwingungsverhalten. Ein wunderbarer Summstein.
LUFT ist Träger aller Geräusche, darum wird das Element Luft mit Klang übersetzt. Eine Stange, fein ausbalanciert, schlägt an Klangröhren, die im Behälter installiert sind. Leise, harmonische Klänge werden hörbar.

Selten wird es gelingen, alle Signale gleichzeitig vorzufinden – mal das Licht, mal den Klang oder das Wasser. Einem Ort, an dem es laut ist, setzt die Skulpturengruppe „Die vier Elemente“ etwas Leises entgegen; sie schenkt dem, der einen Moment verweilt, Ruhe und Rückbesinnung.
Gefördert durch den Bund, das Land NRW und die Stadt Hamm.
Künstler: Manfred Billinger, 1994″

Meine Erinnerung an Manfred Billinger

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Spaziergang Ostern 2020

Ostern 2020 ist ein besonderes Ostern, ein Ostern, wie wir es noch nie erlebt haben, ein Ostern ohne Kinder und Enkelkinder. Kontaktsperre wegen Corona Pandemie, das heißt, wir können einen Spaziergang machen, wenn wir dabei zu Menschen auf Wegen, Straßen und Plätzen einen Abstand von ungefähr zwei Metern einhalten. Da wir nun zu zweit sind, planen wir eine etwas längere Tour. Sie führt uns von der Bankerheide durch Bänklerweg und Nordenstiftsweg zur Münsterstraße, die wir überqueren. Dort gehen wir bis zum Damm und darauf inmitten der Hammer Großbaustelle „Erlebensraum Lippeaue Bereich Mattenbecke“ in östliche Richtung. Die Kläranlage und danach einen Teil des neu zu bauenden Damms lassen wir links liegen und erreichen über eine Abkürzung durch die Lippewiese Fährstraße und Brücke.

Strahlendes Sommerwetter, doch die Sonnenplätze des Bootshaus sind leer, ebenso verwaist wie ein paar Schritte weiter das alte Fährhaus, beide geschlossen, wie zurzeit alle Restaurants, Bistros und Cafés. An der Saline im Kurpark hingegen sind viele Menschen versammelt. Wir würden hier gerne eine kleine Bankpause machen. Allerdings ist jede Bank besetzt. Irgendwo dazusetzen ist keine Option. So wandern wir weiter vorbei am Maximare, auch hier Ruhe total, durch Rietzgarten- und Oststraße in die City, durch die Fußgängerzone mit geschlossenen Straßencafés und Bistros. So eine Ruhe! Ungewohnt wenig Autos beim Überqueren des Westrings. Durch die Poststraße geht’s dann auf der Hafenstraße zur Unterführung der Eisenbahnlinie, Treppe hoch zum Fuß- und Radweg Richtung Nordenfriedhof. Noch ein Blick auf unseren Hammer Binnenhafen am Kanal und über das Geländer in die Lippe.

Auch die fließt heute erstaunlich ruhig, das Wasser ist klar, sodass wir bis auf den sandigen Grund schauen und drei Fahrräder sichten können. Schau an! Bei schwedischer Apfeltorte auf Hupfelds Terrasse endet unser Osterspaziergang.

Walters Track zum Osterspaziergang am 12. April 2020

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Wahre Helden an Corona Tagen

Wahre Helden an diesen Corona Tagen schließen auf die Minute pünktlich den Supermarkt auf, schieben schwere Paletten zwischen den Gängen, räumen ein, helfen beim Finden einzelner Produkte und sitzen an den Kassen. Dafür bin ich so dankbar. Als ich das heute der Kassierin sagte, sprudelte es nur so aus ihr heraus wie „Sie glauben gar nicht, was wir uns hier täglich anhören müssen. Für alles werden wir verantwortlich gemacht. Klopapier reißen sie uns schon von den Paletten, bevor wir es einräumen können.“
Dazu fehlen mir jetzt die Worte.
Außer: Bitte Atemschutz und Handschuhe für die Mitarbeiter in den Märkten.

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Hochwasser am Rhein

Regentage in Köln und starker Regen an Oberrhein und Mosel bedeutet, dass der Rhein in Köln langsam aus seinem Bett kommt und die Ufer überschwemmt. Sieben Meter, meldet der Kölner Pegel. Da haben wir schon ein richtiges Seefeeling an Hohenzollernbrücke und Rheinboulevard.

Vom Spaziergang am 11. März 2020

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