Pättkestour im Münsterland

Die Pättkestour beginnt auf dem Parkplatz der Burg Vischering in Lüdinghausen. Räder vom Auto, ab auf den Radweg und eine ganze Weile direkt am Dortmund-Ems-Kanal, sehr schön hier im Sonnenschein, ab und zu ein Binnenschiff oder auch ein Motorbötchen. Bis Senden geht’s am Kanal entlang, ein bisschen durch Stadt und Fußgängerzone bummeln, dann weiter pättkesmäßig durch das Venner Moor.

Bei Ottmarsbocholt finden wir ein schönes Plätzchen namens „Hartz Büschken“ für unsere Picknickpause aus der Fahrradtasche. Leider werden wir durch Wespeninvasion vorzeitig vertrieben. Weiter geht’s durch Bauerschaften mit Hausnummern. Der nächste Picknickplatz ist leider von zwei anderen Radfahrern besetzt. Wir finden dann ein geschütztes Bänkchen an der Bushaltestelle „Prott“.

Einmal morgens und einmal am frühen Nachmittag fährt ein Bus nach Lüdinghausen. Ein paar hundert Meter weiter sehen wir dann doch einen schönen Picknickplatz, leider schon alles aufgegessen. Zur Burg Vischering ist’s nur noch ein paar Kilometer. Zum Abschluss der Pättkestour halten wir uns im Burghof noch ein wenig auf, ein bisschen entfernt vom regen Treiben im Burgcafé.

Walters Track zur Pättkestour Lüdinghausen – Senden am 19. August 2020

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Dangast im August

Erinnerung an den Maler Franz Radziwill am Dangaster Strand

Vareler Hafen

Ausgangspunkt für unsere Radtouren zwischen Dangast und Wilhelmshaven ist ein Tinyhaus einige Kilometer südlich des Touristenortes Dangast am Jadebusen, auch Ort der Künstler wie Franz Radziwill, der viele Jahre in Dangast lebte. Eigentlich schön ruhig hier neben der großen Wiese und dem Bauernhof. Doch wir befinden uns auf einem Campingplatz für Dauercamper, das heißt, jede Parzelle fein abgetrennt mit mehr oder weniger hohen Zäunen, zum Teil schlecht geschnittenen immergrünen Sträuchern, ab und zu einem schönen Rosenbusch und einer gerade erblühenden mehr als zwei Meter hohen Sonnenblume bei den Nachbarn zur Rechten. Die zur Linken beherrschen allerdings das akustische Geschehen, in dem eine undefinierbare Anzahl von Menschen wie um einen Stammtisch herum sitzt, unterhalten von einem Mann, dem ich das Attribut Dauerprediger verleihe, schon allein wegen der lauten Stimme. Welche Weisheiten er predigt? Ich zitiere: „Wie auch immer“.

Küstenweg bei Wilhelmhaven

Küstenweg bei Wilhelmshaven

Kaiser-Wilhelm-Brücke in Wilhelmshaven

Gegen dieses „Hörerlebnis“ direkt an der Bastwand neben dem Eingang zu unserem Tinyhaus helfen einmal Knöppe in den Ohren und vor allem: Auf die Räder fertig, los. Vier Radtouren entlang der Küste und in das Umland sind geplant, zumal der Fahrtwind die Hitze dieser Augusttage einigermaßen erträglich macht. Am Anreisetag packen wir es noch locker zum Vareler Siel und zur Schleuse, wo die Nordender Leke in die Nordsee mündet. Beim Vareler Brauhaus lockt ein Schattenplatz zum kühlen Getränk mit Blick auf den Vareler Hafen. Wilhelmshaven ist am zweiten Tag unser Ziel. Zunächst nehmen wir eine Route parallel zum Nordseeküsten Radweg, den wir bei Carolinengroden erreichen. Auf der Deichkrone haben wir von einer Bank aus das ganze Wattpanorama vor uns. Wilhelmshaven ist nur noch ein Katzensprung. Nach dem Flugplatz führt eine Rechtskurve direkt auf einen schönen Küstenweg vorbei an den Banter Fischerhütten bis zum Südstrand, dessen Touristenmeile wir zu Fuß durchqueren, um nach einer Schleife durch das Hafengelände, von wo uns vier Jahre zuvor auf der Radtour von Emden nach Bremerhaven die Fähre nach Eckwarderhörne gebracht hatte. Wir fahren über die Kaiser-Wilhelm-Brücke in die Innenstadt und finden bei Platia auf dem Börsenplatz, was wir suchen und brauchen: Schattiges Plätzchen mit, Corona geschuldet, viel Abstand zwischen den Tischen, kühlem Getränk und Pizza Arrabiata ohne Käse mit Salat.

Krabbenpuhlerin in der Vareler Fußgängerzone

Zwei am Deich bei Schweiburg

Das Städtchen Varel wollen wir uns mal ansehen am nächsten Tag. So fahren wir in südliche Richtung, das heißt ins Landesinnere, über Dangastermoor und Langendamm bis in die Ortsmitte mit schöner Kirche, Fußgängerzone mit Krabbenpuhlerin und Bäckerei für unseren Brotvorrat. Über Diekmannshausen geht’s dann nach Schweiburg mit Kirche und Friedhof gleich am Ortseingang und von dort zum Deich am Schweiburger Watt. Auf der Rückfahrt entlang der Küste halten wir kurz beim Siel an der Mündung der Jade in die Nordsee, machen noch mal Halt bei der Vareler Schleuse und erreichen Dangast bei einem der Campingplätze direkt im trubeligen Strandbetrieb mit Fischbrötchen, aber noch ohne Wasser, das erst am Abend wieder den Strand erreicht. Und weil der Weg so schön und die Pizza so gut war in Wilhelmshaven, ist es am nächsten und letzten Dangasttag noch mal unser Ziel. Wir fahren direkt den Küstenweg und machen auf der großen Wiese in der Nähe der Banter Fischerhütten Pause auf dem Handtuch.

Kaiser-Wilhelm-Brücke in Wilhelmshaven

Beim Weiterfahren denke ich, hier sollte unser Tinyhaus stehen. Doch jetzt weiter nach Wilhelmshaven. Wir kennen uns ja inzwischen aus und fahren direkt über die Kaiser-Wilhelm-Brücke in die Stadt. Auf dem Weg in die City machen wir diesmal einen schattigen Stopp im Park mit dem Denkmal von Kaiser Wilhelm, der dem Ort seinen Namen gegeben und und sich um die akkurate Parkgestaltung gekümmert hat. Von dort fahren wir direkt wieder zu Platia am Börsenplatz zur Stärkung mit kühlem Drink und Pizza Arrabiata mit Salat.

Dangaster Strand am Abend

Am Abend erleben wir zum Abschluss den Kurort Dangast als Badeort, denn endlich hat das Wasser mal den Strand erreicht. Bisher hatten wir nur Watt gesehen. Frauen, Männer, Kinder und Hunde zieht es ins Wasser, reges Leben und Treiben kurz vor Sonnenuntergang. Und das war’s dann auch schon mit dem Kurzurlaub am Jadebusen. Am nächsten Morgen geht’s nach Hause mit Zwischenstopp in Bad Zwischenahn. Auto am Rande des Kurparks abstellen, Räder vom Träger und Radtour rund um den See.

Walters Tracks zu den Radtouren:

Dangast – Vareler Hafen am 10. August 2020
Dangast – Wilhelmhaven am 11. August 2020
Varel – Schweiburg am 12. August 2020
Dangast – Wilhelmshaven am 13. August 2020
Zwischenahner Meer am 14. August 2020

Vegan in Wilhelmshaven

Radtour entlang der Nordseeküste von Emden nach Bremerhaven im Juli 2016

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Schiffshebewerk Henrichenburg

„Die Menge jubelte, als Kaiser Wilhelm II. am 11. August 1899 das Schiffshebewerk Henrichenburg einweihte“, heißt es im Flyer des LWL- Industriemuseums in Waltrop. Bis zum Jahre 1969 wurden in dieser riesigen Schleuse im Dortmund-Ems-Kanal Binnenschiffe um 14 Meter zwischen Ober- und Unterwasser gesenkt oder gehoben. Heute ist die Stahlkonstruktion mit Trog, Türmen und historischen Schiffen als technisches Museum erhalten.

Unser Besuch begann auf dem Parkplatz eines Sportzentrums in Selm, einem Städtchen im südlichen Münsterland. Von dort radelten wir nach Olfen, einem kleinen Ort mit einer schönen großen Kirche und erreichten bald die etwas größere Stadt Datteln, in der uns ein plattes Hinterrad einen unfreiwilligen Aufenthalt in der Fußgängerzone und schöne Begegnungen mit hilfsbereiten Menschen bescherte.

Ein älterer Herr mit Rollator bot an, Werkzeug von zu Hause zu holen (hatten wir aber dabei) und gab als ehemaliger Vielfahrer wertvolle Tipps für unsere weitere Radtour zum Industriedenkmal. Auf der Rückfahrt gab’s dann noch einen kleinen Gang um die Kirche in der sehenswerten Waltroper Altstadt.
Walters Track zur Radtour von Selm zum Schiffshebewerk Henrichenburg am 31. Juli 2020

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Von Burg Vischering zum Halterner Stausee

Nach kleinem Rundgang um die imposante Wasserburg Vischering in Lüdinghausen beginnt unsere Tour auf dem Parkplatz, wo ein richtig schöner Fahrradweg durch Felder, Wiesen und Wäldchen bis zum Dortmund-Ems-Kanal führt. Von hier ist es nicht sehr weit bis zum ersten Teil des Halterner Stausees in der Nähe des kleinen Ortes Hullern. Der Radweg führt dann eine ganze Weile entlang des Ufers.

Schließlich erreichen wir einen zweiten und größeren Teil des Stausees. Einige Segelboote sind dort unterwegs. Die beobachten wir von einem Schattenplätzchen, das wir uns zum Picknick ausgesucht haben. Auf dem Rückweg gibt’s einen kurzen Stopp bei Schloss und Wassermühle Sythen.
Walters Track zur Radtour von der Burg Vischering zum Halterner See am 2. August 2020

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Critical Mass Hamm im Juli 2020

Die Critical Mass Hamm am letzten Freitag im Juli ist mangels erforderlicher Teilnehmerzahl für ein Long Vehicel im Straßenverkehr eine reduzierte kritische Radgruppe im normalen Fahrradverkehr. Und da gibt es doch einiges zu entdecken, was den Verantwortlichen für die Verkehrssituation, insbesondere die der Radfahrer in Hamm, zu denken geben kann. Schauen wir uns mal einige Stellen an.

Beginnend um 19 Uhr vor dem Kleist-Forum fahren wir über Nordenwall, Ostenallee, durch den Kurpark, über die Fährstraßenbrücke zum Rathaus am Heessener Markt in der Amtsstraße, weiter über die Eisenbahnbrücke zum Dasbecker Weg. Alles neu gemacht, doch wenig Freude für uns Radfahrer. Viel zu schmal die Schutzstreifen. Über „Am Hämmschen“ und kleinen Verbindungsweg geht’s zum „Paraderadweg“ Münsterstraße und von dort in den Nordenstiftsweg mit drei Unterführungen, die es in sich haben.

Die Straße ist sehr schmal und so stark befahren, dass einem als Radfahrer angst und bange wird. Anstatt die geforderte Tempo 30 Zone einzurichten, hat man sich ein Schild einfallen lassen, das besagt, Zweiradfahrer dürfen nicht überholt werden. Schaun wir mal. Und siehe da, ein Autofahrer hält es nicht aus, überholt unsere Gruppe mit Schmackes und schert kurz vor dem Gegenverkehr abrupt ein. Wir scheren dann ein zum kühlen Drink in der Bankerheide.

Walters Track zur Critical Mass Aktion am 30. Juli 2020

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Radtour nach Flierich

Von der Kornmersch im Hammer Norden nehmen wir den Fahrradweg durch die Lippeauenbereiche Borgstätte und Schweinemersch zur Münsterstraße. Von dort geht es in südlicher Richtung nach Überquerung von Lippe und Kanal sowie Unterquerung der Kreuzung Münsterstraße/Hafenstraße auf die Fahrradpromenade im Nordring, dann in südlicher Richtung über Berge nach Rhynern.

Hier geht’s ab in die Felder. Manche sind bereits gemäht, aber die Feldränder geben alles. An einem bunten Streifen bei Allen muss ich mal anhalten und die Idylle mit Sonnenblumen fotografieren. Wir fahren weiter in westlicher Richtung nach Flierich, einem kleinen Örtchen mit großem Lokal und Biergarten neben der Kirche. Unser Picknickplatz befindet sich nebenan auf dem Kirchplatz, wo wir unsere Schätze aus den Fahrradtaschen ausbreiten.

Ja, richtig schön die kleine Kirche in Flierich und das Dörfchen überhaupt. Zurück geht es durch das Gewerbegebiet Osterbönen und über Weetfeld, Selmigerheide, Lohauserholz mit kurzer Fotopause beim Hochzeitswald in die Hammer City und den Hammer Norden.

Walters Track zur Radtour nach Flierich am 30. Juli 2020

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Lippe in Hamm-Werries

Auf unserer kleinen Radtour zum Maxipark entdecken wir in Hamm-Werries einen Aussichtsturm, den wir noch gar nicht kennen. Von oben haben wir einen schönen Blick auf eine Wiese mit Kühen und die Lippe. Einige Tiere stehen im seichten Wasser am Flussufer und kühlen sich die Beine, wie wir dann von der Brücke aus noch besser sehen. Auf der anderen Seite der Brücke hat sich eine Gruppe im Schatten unter Bäumen gemütlich gemacht und eine Schwanenfamilie lässt sich im Wasser treiben. So schön ist es hier in Hamm an der Lippe. Die ganze Tour seht ihr in Walters Track.

Walters Track zur Radtour zum Maxipark am 22. Juli 2020

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Rund um den Möhnesee

Auf dem großen Parkplatz am Torhaus können wir in aller Ruhe die per PKW transportierten Fahrräder klar machen und losradeln, bereit zur Rundfahrt um den gesamten See. Doch erst mal machen wir einen Abstecher zum Möhneseeturm, weil gerade so schön die Sonne scheint und laut Wettervorhersage Bewölkung aufziehenwird. 44 Meter hoch ist das Bauwerk aus Metall und beim Aufstieg gilt die Abstandsregel und Maskenpflicht. Außer mir hält sich aber niemand daran. Bei einer Familie mit zwei Kindern, eins ständig niesend, finde ich das oben auf der kleinen Plattform besonders peinlich. Trotzdem entstehen ein paar Fotos und ein kleines Video vom Panorama über den See von der Staumauer bis zum Möhnezufluss in Völlinghausen. Immerhin kommt mir dann beim Abstieg ein Mann mit Maske entgegen.

Dann kann’s losgehen über den südlichen Randweg am Ufer des Möhnesees bis zur Staumauer, die wir überqueren. Weiter geht’s entlang der Möhnestraße nach Delecke, wo wir die Brücke zum Südufer rechts liegen lassen und weiter fahren bis zur ersten Rast in Körbecke am Ufer des Möhnesees, über den hinweg wir den Möhneseeturm in der Ferne schön sehen können. Über Stockum, Wamel, Zufluss der Möhne in Völlinghausen kommen wir wieder zum Südufer, wo ein schönes Plätzchen uns zu einer zweiten kurzen Rast einlädt. Und die Reststrecke am See und durch den Klangwald zum Parkplatz am Torhaus schaffen wir dann auch noch locker.

Video zum Panorama vom Möhneseeturm am 24. Juli 2020

Video zur Baumharfe im Klangwald

Walters Track der Radtour rund um den Möhnesee am 24. Juli 2020

Klangwald und Möhneseeturm 2018

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Radtour nach Telgte

Unsere Radtour nach Telgte begann im Ortskern von Everswinkel. Da konnten wir prima das Auto parken und losradeln durch das münsterländische Flachland bis nach Telgte, eine beschauliche Kleinstadt mit schönen alten Häusern und Wallfahrtskapelle. Die sieht man schon durch die Gasse vom Marktplatz mit ruhig sonntäglichem Flair in den Cafés und einem Ausrufer, der gerade Anekdoten aus diesem interessanten Städtchen vorzulesen scheint.

Direkt neben Kirche und Kapelle geht’s hinunter zur Ems mit der alten Kornmühle an der Brücke. Nach einer kurzen Strecke entlang der Ems radeln wir weiter nach Handorf im Münsteraner Umland, wo wir in einem schattigen Biergarten einkehren. Weiter geht’s entlang der Werse und durch Felder und Wiesen vorbei an der Pleister Mühle, Wolbeck und Alverskirchen zurück nach Everswinkel.

Walters Track zur Radtour nach Telgte am 12. Juli 2020

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Radtour zum Haldenzeichen Radbod

Die Hammer Haldenzeichen sind spiralförmige begehbare Skulpturen, die an den ehemaligen Kohlebergbau in der Stadt Hamm dienen. In leuchtendem Orange hoch oben auf einer Schutthalde sind sie schon aus einiger Entfernung gut zu sehen. Ich hatte mir mal das Haldenzeichen der Zeche Radbod vorgenommen. Vom Hammer Norden aus fahre ich durch die Kornmersch, weiter rechts der Lippe Richtung weiße Brücke und von dort zur Halde.

Dann fahre ich über Stock und Stein hoch und habe einen schönen Blick auf die gesamte Umgebung. Besonders gefällt mir der alte Lippelauf, sonst immer versteckt in der Umgebung der Müllverbrennungsanlage. Nach der Abfahrt im Höllenritt halte noch mal an, um über die blumenbunten Wiesen hinweg die drei erhaltenen Fördertürme des Baudenkmals Radbod zu fotografieren.

Radtour zum Haldenzeichen Radbod am 13. Juli 2020

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