Richters „Birkenau“ in der Neuen Nationalgalerie

Neue Nationalgalerie in Berlin am 23. Mai 2023

Die Neue Nationalgalerie in Berlin ist ein ganz besonderes Bauwerk. Entworfen und gestaltet vom ehemaligen Direktor des Bauhaus in Dessau und Berlin Mies van der Rohe nach dem Prinzip „Reduktion und Klarheit“ entsteht sowohl von außen als auch im Foyer der Eindruck von Transparenz und Weite. Zurzeit wird in diesem Museumsbau „100 Werke für Berlin. Gerhard Richter“ im Raum für wechselnde Ausstellungen präsentiert, eine Auswahl der Werke von Gerhard Richter, die der Künstler dem Haus als Dauerleihgabe überlassen hat.

Gerhard Richter: Birkenau (2014)

Schwerpunkt ist der Zyklus „Birkenau“, entstanden 2014. Es gibt Dinge, die sind so unfassbar schrecklich, dass wir sie nicht beschreiben und darstellen können. Dennoch sind sie in unserem Bewusstsein. Damit hat Gerhard Richter sich wohl auseinandergesetzt, als er vier Fotos aus Konzentrationslagern künstlerisch bearbeitete. Ich stelle mir vor, dass die Darstellung einerseits zu schrecklich war, andererseits die Motive vielen Menschen zugänglich gemacht werden sollten.

Spiegel gegenüber des Zyklus „Birkenau“

So hat er die Fotos mit Farbe übermalt, mit Spachtel abgezogen, immer wieder, bis die Fotomotive nicht mehr zu erkennen waren und die vier großformatigen Exponate zu abstrakten Gemälden wurden, dazu in düster wirkendem Farbkontrast von Rot und Schwarz. Gegenüber dem Zyklus ist ein großer Spiegel gehängt, sodass Besucher darin betrachtet, Bestandteil des Werkes werden, ein eigenartiges Gefühl von mittendrin im Werk und vom Motiv im tiefsten gerührt zu sein.

Für mich ein wahres Meisterwerk. Dazu ein Zitat von Gerhard Richter aus dem Flyer zur Ausstellung: „Abstrakte Bilder sind fiktive Modelle, weil sie eine Wirklichkeit veranschaulichen, die wir weder sehen noch beschreiben können, auf deren Existenz wir aber schließen können.“

Besuch der Ausstellung „100 Werke für Berlin. Gerhard Richter“ in der Neuen Nationalgalerie Berlin am 23. Mai 2023

Wenn wir von Faschismus reden…

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Maas Radtour

Bei Vijen in Holland in der Nähe von Aachen

Do 1. Juni. Vom Hauptbahnhof Hamm fahren wir inklusive Fahrrädern mit dem RE1 bis zum Aachener Hauptbahnhof, verlassen die Stadt in nordwestlicher Richtung und erreichen bei Vaals das Fahrradland Holland. Hier führt uns die Route in leicht hügeliger Landschaft durch Felder und kleine Orte bis zur steinernen Brücke über die Maas. Wir sind in Maastricht und checken erst mal ein im Hotel Monastère in der Nähe vom Marktplatz. Unterbringung der Fahrräder?

Auf der steinernen Brücke über die Maas in Maastricht

Die können wir mit auf die Zimmer nehmen. Ja, ja, das geht! Mit Rampe zum Elevator und genügend Platz im Zimmer ist das ganz easy und eigentlich auch bequem, man muss kein Gepäck, Helm und Akku hochschleppen, kann sich in Ruhe organisieren und das Fahrrad ist absolut sicher untergebracht. Für das Abendessen haben wir einen Tisch für zehn Leute in einem Restaurant in der Altstadt gebucht. Das ist gut, denn Restaurants und Bistros sind voll, in den Gassen ist mächtig viel los bei dem schönen Wetter.

Die Maas von der steinernen Brücke in Maastricht

Nach dem Essen zieht es uns noch einmal zur steinernen Brücke, schönes Flusspanorama im Dämmerlicht anschauen und darüber hinweg auf die andere Seite der Maas, ein bisschen schnuppern. Mehr los ist allerdings in der Altstadt, da gehen wir wieder hin, entdecken die eine oder andere Sehenswürdigkeit wie das mächtige Stadthuis auf dem Marktplatz, wo auch noch mächtig Betrieb ist. Dann geht’s wenige Meter zurück zum Hotel in der Boschstraat.

Dominikanerkirche in Maastricht: The Faces of Margraten. They will remain forever young.

Fr 2. Juni. Bevor wir die Stadt verlassen, wollen wir uns noch eine besondere Location ansehen, es ist die Dominikaner Buchhandlung in der Dominicanerkerkstraat. Der große Buchladen befindet sich auf mehreren Ebenen in einer großen gotischen Kirche. Zurzeit wird eine Ausstellung präsentiert mit dem Titel „Faces of Margraten. They will remain forever young“, zu der es auch ein Buch gibt. Portraitfotos auf hohen Kirchensäulen erinnern an amerikanische Soldaten, die im ersten Weltkrieg in der Provinz Limburg gefallen sind.

Sint Martinuskerk in Geulle

Nach ausgiebiger Besichtigung der Kirche und Buchbetrachtung verlassen wir die schöne Altstadt von Maastricht, überqueren auf der steinernen Brücke die Maas, gelangen in nördlicher Richtung auf den Radweg, überqueren einen Kanal und gelangen bei den kleinen Orten Beatrixhaven, Borghaven und Itteren an die Maas, hier offensichtlich Grenzfluss zum Nachbarland Belgien. Weiter geht’s nach Geulle aan de Maas mit Zwischenstopp an der imposanten Kirche des Ortes, die Sint Martinuskerk.

Pause an der Maas in der Nähe von Roosteren

Durch eine verschlossene Glastür sehen wir, dass die Kirche mit Orgel, hohen verzierten Kirchenbänken und bunten Fenstern sehr schön ausgestattet ist. Interessanter Effekt: Durch Spiegelungen sieht es aus, als ob die Fenster hoch oben im Kirchenraum schwebten. Doch weiter geht’s auf gutem Radweg entlang der mäandrierenden Maas nach Roosteren, unserem nächsten Ziel. Der Ort ist zwar klein, hat aber ein schönes Hotel mit Fietsenkeller und richtig gutem Restaurant zum gemütlichen Abschluss der Etappe.

Die Maas bei Stevensweert

Sa 3. Juni. Nach dem Frühstück holen wir die Räder aus dem Fietsenkeller und dann geht’s gleich wieder zum Radweg entlang der Maas nach Stevensweert mit Windmühle und schöner Altstadt. Und Richtung Maasbracht wird die Flusslandschaft schon spektakulär, ein richtiges kleines Seengebiet mit immer neuen Fotomotiven. Es ist wirklich eine wunderschöne Strecke auf dem Maas Radweg. Weiter geht’s zum Fotostopp bei der Kirche im Dörfchen Linne und danach zügig zur Mittagspause in Roermond.

Gasse mit Beans & Bagels in Roermond

In diesem größeren Ort ist gerade mächtig viel los. Gar nicht so einfach in diesem Trubel mit den bepackten Fahrrädern. Schließlich finden wir am Rande des Marktes einen Bereich, wo wir sie parken dürfen und danach ein schattiges Plätzchen in der Nähe bei Beans & Bagels in der Marktstraat. Nach der Pause radeln wir weiter und nach einem Stündchen entdecken wir eine schöne Windmühle am Ufer der Maas in Beesel. Und das Schönste ist, Samstags hat die Molen „De Grauwe Beer“ geöffnet. Es gibt Kaffee, Kuchen mit Stachelbeeren, Tische und Bänke draußen.

Fähre bei Baarlo

Über die Geschichte der Mühle informiert ein Flyer in deutscher Sprache und besichtigen kann man sie auch. Bei der Weiterfahrt erfreut uns kurz darauf das nächste Highlight. Wir überqueren die Maas auf einer Fähre, gelangen nach Kessel und fahren auf der linken Maasseite weiter. Einige Kilometer weiter bei Baarlo geht’s dann wieder per Fähre auf die rechte Seite. Wir bleiben also an dem schönen Fluss und gelangen zügig nach Venlo zum Hotel Wilhelmina beim großen Kreisel am Bahnhof.

Neptun, der friedliche Krieger im Hafen von Venlo

Nach Einchecken, Fahrräder im geschlossenen Raum unterbringen, chillen im Zimmer erkunden wir die Altstadt. Etwas schwierig, für unsere Gruppe einen Tisch für das Abendessen zu finden, schließlich klappt es am Marktplatz. Es gibt griechischen Salat und Pommes. Danach bummeln wir zum Venloer Hafen, beobachten die Wassersportler, bewundern den großen Neptun und machen eine Runde über das große Fest, das an diesem Samstag am Ufer der Maas stattfindet.

am Eingang zum Schloss Arcen

So 4. Juni. Wir umrunden noch einmal den großen Kreisel vor unserem Hotel und fahren durch die Altstadt direkt wieder auf den Maas Radweg. Der führt uns nach einer Weile durch Feld, Wald, Wiese und Heide wieder an den Fluss und wenig später zum Schloss Arcen mit Schlossgarten, großer Parkanlage und allen möglichen Attraktivitäten. Wir machen allerdings nur eine Stippvisite für den kurzen Eindruck und der ist gut für den Fall, dass man mal mehr Zeit investieren will.

Bei der Fähre in Broekhuisen

Bei Broekhuisen bringt uns wieder eine Fähre zum anderen Ufer. Den Maasradweg erleben wir auf der gesamten Strecke von seiner allerschönsten Seite, zumal wir nach Verlassen der Fähre direkt am Wasser erst einmal wunderbar einkehren können. Weiter geht’s bis zu einem kleinen Ort namens Blitterswijck. Eine Mühle am Wasser lädt noch mal zum Anhalten an und die nächste Überquerung der Maas ist nicht weit entfernt, eine Fietsenfähre diesmal, das heißt für Radfahrende.

Fietsenfähre bei Blitterswijck

Das Fährboot liegt gerade am gegenüberliegenden Ufer, wir müssen es mit einer Glocke laut herbeiklingeln. Und da kommt es auch schon, kleiner als die anderen Fähren, ohne Autos viel gemütlicher. So geht auch unsere Tour weiter, entlang des Leukermeer und De Groote Muijs über Bergen mit kurzem Abstecher nach Vierlingsbeek bis zum Etappenziel in der Fußgängerzone von Boxmeer. Da ist es voll und laut, öffentliche Übertragung eines Autorennens in Barcelona. Verstappen gewinnt und es ist ruhig.

Blick zum Schloss Boxmeer in der Dämmerung

Abendessen gibt’s italienisch in einer schönen Trattoria mit gegrilltem Gemüse, Spaghetti, Salatbowl und mehr, zum Dessert feinsten Schokokuchen. Der anschließende Spaziergang führt uns zum Schloss. Es liegt etwas außerhalb des kleinen Ortes und wir können es nur von weitem betrachten, dafür mit einem Panorama über eine Blühwiese hinweg in der Dämmerung. Zum Abschluss gibt’s dann noch kühle Getränke in einem der Bistros vor unserem Hotel in der Fußgängerzone.

Gennep mit dem schönen Rathaus

Mo 5. Juni. Von der Altstadt in Boxmeer erreichen wir schnell wieder den Maas Radweg und machen schon nach ein paar Kilometern Halt im Städtchen Gennep mit dem schönen Rathaus. Es gäbe hier noch viel mehr zu entdecken, doch wir radeln weiter, verlassen die Maas und fahren nach Nijmegen, mitten ins Getümmel auf dem Marktplatz, in Straßen und Gassen, reges Markttreiben. Nach Einchecken und Chillen im Hotelzimmer, machen wir ein wenig Shopping und schauen wir uns um in dem schönen Ort.

Der Rhein in Nijmegen, er heißt hier Waal

Dann wünschen wir uns zum Abschluss der Tour einen Ort für unser gemeinsames Abendessen. Den suchen und bekommen wir mitten auf dem Marktplatz, es gibt verschiedene Tapas. Danach finden wir eine Bank am Rhein, beobachten die vielen Schiffe, die alle möglichen Güter den Fluss hinauf und hinunter transportieren, träumen uns in einige der Orte, die er da bereits durchflossen hat, wie Köln und Düsseldorf, und bald durchfließen wird bis Rotterdam und beobachten, wie die Sonne langsam untergeht.

Bäckerei in der Lange Hezelstraat in Nijmegen

Di 6. Juni. Heimreise ist angesagt. Beim Bäcker gegenüber von unserem Hotel in der Lange Hezelstraat besorgen wir uns noch Proviant, dann ganz gemütlich frühstücken, die Räder packen und losradeln, zwar nicht mehr entlang der Maas, auch nicht mehr am Rhein, doch auch eine schöne Strecke bis zum Bahnhof in Arnheim. Da fährt stündlich der RE19 nach Düsseldorf, heute jedoch erst zwei Stunden später wegen Reparatur auf der Strecke. Macht nix, in Oberhausen steigen wir um in den RE3 und sind am späten Nachmittag zu Hause.

Walters Track zur Etappe von Aachen nach Maastricht am 1. Juni 2023

Walters Track zur Etappe von Maastricht nach Roosteren am 2. Juni 2023

Walters Track zur Etappe von Roosteren nach Venlo am 3. Juni 2023

Walters Track zur Etappe von Venlo nach Boxmeer am 4. Juni 2023

Walters Track zur Etappe von Boxmeer nach Nijmegen am 5. Juni 2023

Walters Track zur Etappe von Nijmegen nach Arnheim am 6. Juni 2023

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Sting in Wiesbaden

Kurz nach 18:00 wandern wir vom Hotel beim Wiesbadener Hauptbahnhof los, reihen uns dann schnell ein in die Karawane, die sich im Schatten einer Baumallee Richtung Station zieht und brauchen nicht mal eine halbe Stunde bis zum Eingang, Tickets abreißen, Tasche kontrollieren, Eingang Ost 10 finden, in Reihe 11 die Plätze 24 und 25 besetzen und dann erst mal warten und schwitzen in der Sommerabendsonne.

19:00 Uhr gibt’s richtig guten Support von Joe Sumner, Stings Sohn recherchieren wir. Ja, ein guter Sänger und gute Performance mit Gitarre und eigenen Stücken. Dann wieder warten in der Abendhitze auf der Sonnentribüne, während unten der Rasen vor der Bühne sich langsam füllt und sich an Getränke- und Bratwurststand versorgt wird. Es braucht ein bisschen Pfeifkonzert, bis er endlich auf der Bühne erscheint, der legendäre Sting in knappem T-Shirt, weißer Hose, Bass und Headset.

Gleich geht’s los mit „Message in a bottle“, „Englischman in New York“, „Fields of Gold“ und mehr von „My Song 2023“, Musik vom Feinsten performt mit einem Ensemble der Meisterklasse, Gitarre, Keyboard, Drums, Mundharmonika, Backgroundsänger und -sängerin. Insgesamt ein musikalisches Highlight mit feinster Performance, gekrönt mit der Ballade „Fragile“, vorgetragen vom Meister solo mit Gitarre.

Sting in der Brita Arena Wiesbaden am 17. Juni 2023

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Hamm Vegan Stammtisch

Der Hamm Vegan Stammtisch im Juni fand am schönen Frühsommerabend im R-Café beim Hammer Wassersportzentrum statt. Elf Teilnehmer*innen waren am großen Tisch auf der Terrasse am Datteln-Hamm-Kanal zusammen gekommen zum lecker vegan speisen. Da gab’s vegane Bowls, vegane Wiener Schnitzel, vegane Burger, Durststiller Minze Holunderblüte in Groß mit Eis und andere gekühlte Getränke.

Außerdem wurde geklönt über das benachbarte Hammo, Rezepte ausgetauscht und sich gegenseitig informiert zu Themen wie: Wo gibt’s gutes Veganes zu kaufen wie beispielsweise Eis und Kuchen? Wie kann man aus Bananenschalen Bacon machen und Nudeln aus Edamamebohnen? Kann man einen Hund vegan ernähren?

Hamm Vegan Stammtisch am 14. Juni im R-Café beim Hammer Wassersportzentrum

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Lichtshow mit Klimt und Hundertwasser

„Kunst erwacht zum Leben“ ist der Titel einer Lichtshow in der großen Gebläsehalle des ehemaligen Hochofenwerks in Dortmund-Hörde, inzwischen „Phoenix Des Lumières“ genannt, vom Dortmunder Hauptbahnhof mit der U-Bahn gut zu erreichen. „Gustav Klimt Gold und Farbe“ und „Hundertwasser plus Journey“ sind die zwei Bereiche auf den Spuren der Wiener Künstlerszene Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts.

Wie in einer Traumwelt bewegen wir uns in der großen Halle während von allen Flächen wunderbar animierte farbige Bilder der Künstler auf uns herunterschweben, bekannte Klimtmotive in goldene Farbe gehüllt und in bunten Farben und Formen die von Hundertwasser. Da öffnen sich Blüten, entsteht ein goldener Lichtbaum, schweben leuchtende Schiffe entlang der hohen Wände, rotieren vielfarbige Kreise und buntes Licht rieselt permanent auf uns Besucher herab.

Alles in Bewegung, oben, unten, rechts, links, klein, wachsend, bunt und hell in den schönsten Farben, kurz, schon wieder weg und das nächste Phantasiegebilde wird geboren, immer weiter, wunderbar passend musikalisch begleitet. Wir sind mittendrin und finden es richtig schön.

„Kunst erwacht zum Leben“ in der Halle „Phoenix des Lumières“ am 18. Mai 2023

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Radtour zur Adener Höhe

Wir radeln über Kornmersch, Flügeldeich, überqueren die Radbodstraße und fahren rechts der Lippe zur weißen Brücke. Die überqueren wir und fahren auf dem Mitteldamm zwischen Lippe und Datteln-Hamm-Kanal weiter, vorbei am ehemaligen Kraftwerk Gersteinwerk bis zur Marina Rünthe auf der gegenüberliegenden Kanalseite und darüber hinaus noch ein paar Kilometer bis zur Halde Großes Holz.

Dann geht’s etliche heftig enge und steile Kurven hinauf bis zur Adener Höhe. Hier gibt’s nach allen Seiten schöne Ausblicke in die Umgebung bis Bergkamen, Hamm, Lünen, Dortmund, Cappenberg. Unser Weg hinunter ist weniger kurvig, erfordert aber gut funktionierende Bremsen. Durch den Wald beim Beversee erreichen wir dann die Marina Rünthe zur Stärkung im Hafencafé mit kühlem Getränk und veganem Flammkuchen.

Walters Track zur Radtour zur Adener Höhe am 8. Juni 2023

Veganer Flammkuchen in der Marina Rünthe

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Scorpions in Berlin

Wenn wir schon in Berlin sind und in der Mercedes Benz Arena beim Warten auf Grönemeyer via Werbeband in der Halle erfahren, dass zwei Tage später die legendären Scorpions in dieser Arena auftreten, buchen wir sofort Tickets. Und so sitzen wir dann wieder hier, warten und werden mit den vier Frauen von Thundermother schon ordentlich auf Rock eingestimmt.

„Are you ready to rock“, heißt es dann auch am Vorhang, als es endlich so weit ist. Und da sind sie, Vollblutmusiker, Vollblutrocker besser gesagt, eine Rockband vom Feinsten mit Gitarrist für fetzige Riffs, weiterem Gitarristen für melodische Soli, einem Bassisten der Meisterklasse, dem Drummer der Superlative oben auf dem Podest und dem unvergleichlichen Frontmann Klaus Meine.

Nach rockigem Beginn wird’s bei „Send me an Angel“ und dem der Ukraine gewidmeten „Wind of Change“ stimmungsvoll, bevor es mit Neukompositionen wie „Peacemaker“ und „Rock Believer“ wieder schön rockig laut wird. Zugabe? Zwei Stücke, auf die ich hätte wetten können. „Still loving you“ von den „Gold Ballads“ und „Rock you like a Hurrikan“. Da können wir doch zufrieden die Halle verlassen und mit all den anderen Fans zur S-Bahn in der Warschauer Straße pilgern.

Scorpions in der Mercedes Benz Arena am 23. Mai 2023

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Drensteinfurt, Walstedde, Auenpark

Unsere Radtour beginnt auf der Kornmersch und nach Überquerung des Bockumer Wegs zum schönen Radweg entlang der Geinegge. Beim Bockum-Höveler Bahnhof biegen wir rechts ein in den Klostermühlenweg und fahren parallel zur Bahnlinie Hamm-Münster nach Mersch und weiter durch die Felder, dann entlang der K21, wo wir einen richtig großen Fahrradladen entdecken und sogar unser Equipment mit KlickFix plus Lenkertasche erweitern können.

Die Bahnlinie Hamm-Münster in Drensteinfurt überwinden wir via Unterführung und machen Päuschen auf dem Marktplatz. Zurück geht’s dann beim Friedhof wieder in die Felder und nach einigen Kilometern zum weiteren kurzen Fotostopp bei Leib & Seele am Kirchplatz in Walstedde. Und gleich radeln bis hoch zur Dasbecker Höhe mit immer wieder schönem Blick hinunter. Jetzt ist es nur noch ein Schweben durch Dasbeck und wieder die Bahnlinie kreuzen.

Die wird überquert, dann weiter geradelt über Heessener Markt zur Fährstraße und ganz neu gebautem hell asphaltiertem Radweg durch den Hammer Auenpark, der in einigen Wochen offiziell eröffnet wird. Eine Böschung voll mit Mohnblüten und einzelnen Kornblumen lädt noch einmal zum Fotostopp ein, dann aber flugs über Münsterstraße, Nordenstiftsweg, Bänklerweg in die Bankerheide.

Walters Track zur Radtour nach Drensteinfurt am 27. Mai 2023

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Park Sanssouci

Neues Palais

„Sanssouci“ ist das Schloss Friedrichs des Großen, genannt der „alte Fritz“. Es wurde im Jahre 1743 geplant. Der Name geht zurück auf das französische Wort „sans souci“ und bedeutet „ohne Sorgen“. Wir haben uns an diesem sonnigen Montag einen Bummel durch den Park Sanssouci vorgenommen und fahren vom Berliner Hauptbahnhof mit der S-Bahn bis zur Haltestelle „Potsdam, Neues Palais“. Von dort ist es ein kurzer Weg zum Eingang, eben beim Neuen Palais.

In dem mächtigen lang gestreckten Gebäude mit der grünen Kuppel wurden die Räume genutzt als Unterkunft für Besucher, als Galerie und für große Feste. Heute dient das Neue Palais als Eventlocation für Hochzeiten, Firmenfeiern und kulturelle Veranstaltungen. Wir befinden uns am westlichen Ende des Parks und am Beginn der Hauptallee. Die verlassen wir und erreichen nördlich einen runden Pavillon. Ist das der Antiken Tempel, fragen wir uns. Schön ist das kleine Gebäude allemal.

Orangerieschloss

Wir bummeln weiter, gehen um den botanischen Garten herum und erreichen das Orangerieschloss, an dem gerade gebaut wird. Entstanden ist es in den Jahren 1851 bis 1864 nach Plänen von König Friedrich Wilhelm IV., der auf einem Sockel vor dem Portal steht. Wenn nicht gerade gebaut würde, könnte man wohl mehr sehen. So gehen wir weiter auf schattigem Weg und entdecken eine historische Mühle auf einem Hügel. Wir gehen hinauf und hinein.

In einem kleinen Verkaufsraum gibt’s Informationen. Es handelt sich ursprünglich um eine Bockwindmühle mit bewegter Geschichte. Jedenfalls wurde sie mehrmals gerettet, geriet in Brand und wurde wieder aufgebaut. Heute ist sie eine Kappenwindmühle und immer noch in Betrieb, wovon wir uns ganz hoch oben überzeugen können. Es wird Korn gemahlen, ein Bäcker backt daraus Brote, die unten in der Mühle verkauft werden.

Beim grünen Gittergang haben wir dann das Hauptgebäude in diesem Park erreicht, Schloss Sanssouci. Erbaut wurde es nach Skizzen von Friedrich dem Großen im Jahre 1745 auf einem Hügel, auf dem bereits Terrassen für Wein- und Obstanbau angelegt waren. Gedacht war und genutzt wurde es als Sommerresidenz und später von König Friedrich-Wilhelm IV. mit zwei Seitenflügeln erweitert.

Park Sanssouci am 22. Mai 2023

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Herbert Grönemeyer in Berlin

Ich war gespannt auf den Mann, der mich Anfang der Achtziger in der Münsterlandhalle in Münster und im Bochumer Ruhrstadion voll erreicht hatte mit Texten wie „Männer sind auch Menschen“, „Perle im Revier“ und „Gib mir mein Herz zurück“, sensationell mitreißende Performance in beiden Fällen. Gerne erinnere ich mich auch an „Wascht ihr nur eure Autos“.

Zurzeit ist er auf „Das ist los Tour“ unterwegs und heute in der Mercedes Benz Arena in Berlin. Schlagartig ändert sich die Bühne von trostlos zu Party, als Herbert Grönemeyer auf die Bühne hüpft, sogleich euphorisch gefeiert wird, sich an das Klavier setzt auf dem Steg mitten im Publikum und eine Ballade performt. Danach geht es Schlag auf Schlag durch das reichhaltige Repertoir. Immer wieder hält er das Mikrophon ins Publikum und sie singen mit, textsicher.

Da muss in den vergangenen Jahren wohl einiges an mir vorbeigegangen sein, ich verstehe nur Texte, die ich schon kannte. Macht nix, gemeinsames Armeschwenken ist angesagt und das funktioniert wunderbar, sie gehen voll mit, laut, leise, rockig, er hat sie alle, Partystimmung total. Beleuchtung und Videoanimation? Auch dabei. Ebenfalls eine Band, die alles gibt. Politische Statements?

„Der Schlüssel“ zum Haus in der Ukraine zum Beispiel. Doch im Mittelpunkt steht er mit zwei Klavieren, eins direkt auf der Bühne sowie ein versenkbares auf dem Steg ganz nah bei den Menschen im Publikum. Und die lieben ihn, das ist deutlich zu spüren.

Herbert Grönemeyer am 21. Mai 2023 auf „Das ist los 2023 Tour“ in der Mercedes Benz Arena Berlin

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