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Kathedrale im „Sunnesching“
Wenn man sich vom Neumarkt kommend in der Schildergasse schlängelt, ist man mittendrin im Gewühle. In beiden Richtungen laufen unzählige Menschen zwischen großen und kleinen Hallen des Konsums. Vor allem mit Kleidung einschließlich Sportkleidung und Schuhen kann man sich eindecken. Bei der Bäckerei Merzenich geht es nach links in die Hohe Straße, wo das Schlängeln durch die Enge der Häuserschlucht noch schlängeliger wird. Und dann hat man endlich den Wallrafplatz erreicht, links das WDR Funkhaus, rechts wieder Merzenich und andere Läden und oben die Werbung für 4711 Kölnisch Wasser, das übrigens gar nicht das ursprüngliche Kölnisch Wasser ist, das wurde nämlich von Johann Maria Farina kreiert. Und über allem ragen die Türme des unvergleichlichen Kölner Wahrzeichens in den blauen Himmel.
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Manfred Billinger
Von der Weststraße in der Hammer City biege ich ein in die schmale Gasse, „Rue de Toul“ genannt. Am Ende dieser Gasse befindet sich das „Tor der Wachsamkeit“. Zwei hohe Metallsäulen werden überspannt von einem fein eingearbeitetem Metallteil, in das ein großes bewegliches Auge eingebaut ist, allerdings ist das ziemlich hoch und auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Ich kann nicht sagen, wie oft ich dieses Tor durchquere, jedenfall immer, wenn ich in der City unterwegs bin und das ist oft, ich wohne ja nicht weit entfernt. In jedem Falle denke ich an Manfred Billinger. Der hat im Jahre 1992 dieses Tor geschaffen. Warum er den Titel „Tor der Wachsamkeit“ gewählt hat, lese ich in einer Publikation vom Klartext Verlag „Skulpturenführer Hamm. Zwischen Bärenbrunnen und Wolkenschaukel“: „Mein Tor habe ich der Wachsamkeit gewidmet, der Zustand, der den Menschen vor Schaden bewahrt? Vor Täuschungen, vor Irrtümern, ist Wachsamkeit nicht möglicherweise eine Tür oder ein Tor zum Glück zur Zufriedenheit, zum Paradies auf Erden? Wach sein heißt im hier und jetzt gegenwärtig zu sein.“
Und ich denke an meine letzte Begegnung mit Manfred, nur ein paar Meter von hier entfernt vor der Einhorn Apotheke. Es war so eine seltsame Begegnung. Ich glaube, ich sagte wohl so was Ähnliches wie ‚Hallo Manfred‘ und er … nichts. Stand mir gegenüber, sah mich an und schwieg. Hatte er mich überhaupt erkannt? Wir hatten uns doch oft gesehen, im Bauernhaus zwischen den Feldern und später hier in der Stadtwohnung. Ja, wir hatten uns wohl ein paar Jahre nicht gesehen. Manfred war inzwischen als Künstler großer Bilder und Skulpturen in Hamm und überregional bekannt. Ich sagte auch nichts mehr. Und so standen wir eine Weile schweigend. Ich sah den Jungen an, der neben ihm stand. Das musste sein Sohn sein, seinerzeit auf dem Bauernhof ein knuddeliges Baby. Ich war dort wohl einen halben Tag lang mit einer Freundin, die wegen eines längeren Amerikaaufenthales ihre Möbel in Manfreds Schuppen lagern wollte. Der Schuppen war sein Atelier. Stolz führte er uns herum und zeigte uns seine Arbeiten. Nur welche waren das denn eigentlich?
Hier verlässt mich die Erinnerung. Mehr interessierte mich die Idylle auf dem Land, das einfache Leben zwischen Feldern und keinem Nachbarn in Sichtweite. Mann, Frau und Baby. Zum Essen gab es Pfannkuchen mit Gemüse. Nie werde ich das Bild vergessen, als wir uns verabschiedeten. Drei strahlende Billingers, Baby auf Manfreds Arm, stehen vor dem Bauernhaus zwischen sonnigen Feldern und winken.
R.I.P. Manfred Billinger (* 1953 in Münster, + 10. Februar 2001 in Hamm)
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„…the feeling of a space“
„Joan Mitchell. Retrospective. Her Life and Paintings“
14. November 2015 – 21. Februar 2016
im Museum Ludwig in Köln
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Köln am Aschermittwoch
Liebesschlösser auf der Hohenzollernbrücke am 10. Februar 2016
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„Mer stelle alles op der Kopp“
Das Motto passt in diesem Jahr, wie es besser nicht sein könnte. Bis Sonntag Nachmittag mussten Veranstalter, Beteiligte und Besucher angesichts eines angekündigten Sturmtiefs bangen, ob der Kölner Rosenmontagszug überhaupt stattfinden könnte. Die Zugleitung um Christoph Kuckelkorn hatte eine schwerwiegende Entscheidung zu treffen und handelte getreu dem Motto „Mer stelle alles op der Kopp“: 
Der Kölner Rosenmontagszug 2016 findet statt. Wenngleich mit einigen der Sicherheit geschuldeten Einschränkungen. So werden keine Pferde und sehr hohe Wagen dabei sein und an der gesamten Zugstrecke werden Tribünen und andere Aufbauten auf Sturmfestigkeit überprüft. Alles okay. So machen wir uns von Hamm aus auf den Weg, Regenponcho und Schirm im Rucksack. Kurz nach 10 Uhr verlassen wir den Kölner Hauptbahnhof und können es nicht glauben. Der Wind hält sich in Grenzen und die zwei Domtürme ragen in einen blauen Himmel. Der Herrgott muss ’ne Kölsche sing, hören wir einen sagen. Ja klar, und wie kommen wir jetzt am schnellsten zum Zug? Schließlich ist er ja schon unterwegs vom Severinstor zum Waidmarkt und müsste bald die Hohe Pforte erreicht haben, von wo er in die Schildergasse einbiegt. Also nix wie zur Schildergasse. Zusammen mit anderen Jecken streben wir durch die Hohe Straße und stehen bald direkt hinter einem rotweißen Absperrband. Polizei ist auch schon da. Ein moosgrün geschminkter Scherzbold nutzt die Zuschauerkulisse und führt ein kleines Tänzchen mit Rasselbegleitung vor. Doch alle warten auf das erlösende Schild mit der Aufschrift „D’r Zoch kütt“.
Und endlich beginnt der bunte Reigen mit Pauken, Flöten, Glockenspiel und Trömmelchen. Das hab ich doch schon die ganze Zeit im Kopf. „Denn wenn es Trömmelche jeht“, da stehen wir doch alle parat und trecken durch die Stadt und singen alle mit. Eine ganze Weile lassen wir noch die roten und blauen Funken und die Altstätter an uns vorbeiziehen, sammeln Kamelle und Strüßjer und trecken weiter zum Hahnentor, wo wir uns mit ein paar Leuten treffen. Da zieht gerade die Oper an uns vorbei. Weil die nämlich kein Opernhaus kriegt, wandert sie von Haus zu Haus und spielt Oper, mal bei Müller, mal bei Schmitz, mal anderswo im Wohnzimmer. Und wir wandern auch weiter über den Hohenzollernring. Cappuccinotime. Bei Starbucks am Friesenplatz können wir in Ruhe ein halbes Stündchen sitzen, vor uns hin träumen und surfen, bis wir dann parallel zum Umzug in der Magnusstraße die Friesenstraße entlang gehen und plötzlich den Anfang des Zuges wieder entdecken. Ach ja, die ersten sind ja schon bald am Ziel in der Komödienstraße.
Die Gereonstraße führt direkt an die Ecke Unter Sachsenhausen, wo wir die wandernde Oper wieder sehen, eine melancholische Frau Merkel mit Europafähnchen in der Hand, den Dom mit Kran auf die rechte Rheinseite gehievt nach dem Motto „Schäl Sick ist schick“ und die weinende Colonia mit Sehstörung. Nun, was hat sie denn wohl nicht gesehen? Wir überlegen und denken uns, es könnte ihr wohl der Horror der Silvesternacht rund um Hauptbahnhof und Dom nachhängen, ein Geschehen, das dem Image von Colonia schlimme Kratzer zugefügt hat. Umso schöner, dass das diesjährige Motto auf keinen Fall ein „Driss Motto“ ist, wie einige Wagen uns weismachen wollen, wenn das Funkemariechen sich ihren Tänzer und der Reiter sein Pferd auf den Kopf hievt.
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„Ich habe getan, was ich konnte“
Roger Willemsen am 19. März 2010 als Moderator der Solidaritätsveranstaltung für den chinesischen Schriftsteller Liao Yiwu.
Hier ein Bericht über die Veranstaltung in der Kulturkirche in Köln-Nippes:
„Ich habe getan, was ich konnte“
R.I.P. Roger Willemsen
(*15 August 1955 +7. Februar 2016)
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Marmolada

Man nennt sie „Königin der Dolomiten“ und manche Legende rankt sich um die Marmolada, den höchsten Berg in den Dolomiten. Eine junge Bäuerin habe am Tag der Schneemadonna noch schnell ihr fettes Heu in den Stadl holen wollen. Da habe es zu schneien begonnen und nicht mehr aufgehört. Nun sei sie mitsamt ihrer Alm und ihrem Häuschen unter ewigem Schnee gefangen und ihre dicken Tränen würden noch heute mit dem Wildbach durch das Fassatal fließen.
Wenn man sich für eine Skitour zu diesem legendären Gletscher entscheidet, ist der kleine Ort Arabba idealer Ausgangspunkt. Wir nehmen den Lift zum Monte Burz, fahren zum neuen Verbindungssessel, der uns über die Passstraße hinweg zur Kabinenbahn auf die Porta Vescovo bringt. Beim Verlassen des Ankunftsgebäudes sehen wir schon schräg gegenüberliegend in der Ferne das weiße Gletscherband, von zwei Seiten felsig eingerahmt. Eine rote Abfahrt führt uns zum Sessellift, der uns in südöstliche Richtung den Berg hinauf bringt. Nach einer weiteren Abfahrt nehmen wir einen zweiten Sessel zum Passo Padon und fahren von dort über den Passo Fedaier auf roter und blauer Piste bis weit hinunter nach Malga Ciapela. Hier befindet sich die Talstation der Kabinenbahn zum Abfahrtshighligt der Dolomiten.


Wie in der Kabine zur Porta Vescovo stehen wir wieder im dichten Gedränge auf kleinem Raum und schweben von 1400 m mit einem kurzen Umstieg in eine andere Kabine auf 2950 m Höhe. Hier im Rifugio Serauta ist einiges los. Man kann einkehren und sich stärken, Souvenirs einkaufen und sich in eigens geschaffenen Räumen einer grandiosen Ausstellung zu einem weniger grandiosen Thema widmen. Im Gletschergebiet der Marmolada verlief nämlich im ersten Weltkrieg die Frontlinie zwischen italienischen und österreichischen Truppen. Die österreichischen Kämpfer erbauten eine so genannte Eisstadt. Stollen bis zu 40 m unter der Gletscheroberfläche dienten der Unterkunft, Versorgung und Lagerung von lebensnotwendigen Materialien und Munition. Die ausgestellten Exponate, Installationen, Fotos, Handschriften und ein Film lassen die höllischen Bedingungen und die bitteren Verluste eines Krieges im eisigschroffen Hochgebirge erahnen und nacherleben. Der Eintritt in das „Museo della Grande Guerra“ ist frei. Man kann jedoch mittels Spendenbox seinen Respekt für diese großartige Präsentation zeigen.
Inzwischen haben wir uns ein wenig an die Gegebenheiten eines Dreitausenders gewöhnt und begeben uns zur nächsten Kabinenbahn, die uns noch einige Höhenmeter zum Punta Rocco auf 3265 m bringt. Wieder stellen wir die Skier erst einmal zur Seite und gelangen über einige Treppen zur Panoramaterrasse. Was wir aus dieser Perspektive in allen Richtungen entdecken, ist wirklich atemberaubend.
Da ist der endlose Reigen von spektakulären Bergketten und Gipfeln, von denen wir einige bei unseren anderen Dolomitentouren ja bereits kennengelernt haben, wie den Langkofel samt Nachbarn und den anderen Dreitausender, den Piz Boé, der unverkennbar aus dem Plateau des mächtigen Sellamassivs herausragt. Doch unser Highlight für heute erblicken wir ein paar Meter unter uns. Da lacht das Skifahrerherz. Wir gehen hinunter, packen unsere Skier, trollen uns zum Ausgang und stellen uns erst einmal in die Gruppe der Wartenden, denn hier ist der Ausgangspunkt einer Skiabfahrt, die wir nicht oft und schon gar nicht jeden Tag machen. Der Schnee ist wunderbar pulvrig wie er auf mehr als 3000 m Höhe nur sein kann. Und weil der Sauerstoffgehalt der Luft geringer ist, lassen wir es langsam angehen. Kurve um Kurve tasten wir uns in die so genannte „Bellunese“, gewinnen allmählich Sicherheit und sind überwältigt von den nach jeder Biegung sich ändernden Ausblicken.
Irgendwann entdecken wir den schneebedeckten Fedaiasee, halten aber nicht an, denn diese Piste zieht uns unwillkürlich weiter, vorbei an der Fedaiahütte, queren die Passstraße, gleiten weiter, bis wir die 12 km und 1800 Höhenmeter überwunden haben. Traum von einer Abfahrt.
Zurück in Malga Ciapela nehmen wir den Sessel zum Passo Padon, wo wir uns nun in der gleichnamigen Hütte eine Pause gönnen, auch wenn das viele andere Skifreaks auch machen und entsprechend viel los ist. Um später zum Ausgangsort unserer Tour zurückzukommen, geht hier oben kein Weg an der Engstelle vorbei, in der wir uns zusammen mit all den anderen durch das Gewusel kämpfen und schließlich auf einer langen Abfahrt mit einer der berühmten schwarzen Pisten von Arabba belohnt werden.
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Verschlagwortet mit Arabba, Dolomiten, Eisstadt, Malga Ciapela, Marmolada, Museo della Grande Guerra, Passo Fedaia, Passo Padon, Porta Vescovo, schwarze Pisten von Arabba
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Joan Mitchell in Köln
Bevor ich das Foyer des Museums Ludwig in Köln betrete, betrachte ich ein großes Plakat, befestigt an einem Bauzaun auf dem Platz zwischen Bahnhof, Dom und Museumseingang. Es gefällt mir und ich kann gar nicht genau sagen, warum. Ich sehe doch nur Farben, diese jedoch in einer ganz bestimmten Anordnung. Ja, es gibt was her und je länger ich das Bild anschaue, desto deutlicher wird in dem Geflecht aus dicken und dünnen Linien in dunklen und hellen Tönen für mich so etwas wie ein Motiv. Ich sehe eine Blüte, innen dunkelschwer gefüllt und nach außen hin in leichten Gelb-, Orange-, Rot- und Grüntönen sowie einigen größeren Farbfeldern in Lila. Gut, für eine Blüte ist diese Gestaltung viel zu unsymmetrisch, was jedoch die Harmonie der Komposition überhaupt nicht stört. Das Werk hat was und ich bin total gespannt auf das, was ich in der Ausstellung „Joan Mitchell Retrospective. Her Life and Paintings“ zu sehen bekomme.
Ein großes Foto am Eingang zu den heiligen Hallen zieht zunächst einmal die Blicke an. Das ist sie also, die Künstlerin persönlich, jung, hübsch, selbstbewusst, in der linken Hand lässig eine Zigarette, mit der rechten einen schwarzen Pudel streichelnd. 1925 als zweite Tochter eines erfolgreichen Dermatologen und einer literarisch engagierte Mutter in Chicago geboren, hatte sie in ihrer Kindheit und Jugend alles, was ein Mädchenherz begehrte einschließlich Pferd. Und da sie auch sehr ehrgeizig und ausdauernd war, hatte sie als junge Einkunstläuferin beachtliche Erfolge. Das und mehr erfahre ich aus der vom Museum fein präsentierten Biografie. Joan Mitchell entwickelte schon in ganz jungen Jahren ein Interesse an der Kunst und wählte zielbewusst das entsprechende Studium an Instituten in Northhampton, Chicago und schließlich in New York.
Dort schaffte sie es zu Beginn der Fünfziger doch tatsächlich, in den Klub der angesagtesten Künstler um Willem de Kooning, Franz Kline und Jackson Pollock aufgenommen zu werden. Sind ihre ersten Arbeiten noch beeinflusst vom abstrakten Expressionismus und dem Action Painting, so findet sie, auch durch längere Aufenthalte in Paris und Mexiko, doch bald ihre ganz eigenen Ausdrucksformen in der abstrakten Malerei, die sie in den 40 Jahren ihres Künstlerlebens ständig weiterentwickelt.
Diese Entwicklung kann ich dann in den Ausstellungsräumen chronologisch verfolgen, mir Exponate aus ihrem Nachlass und Interviews anschauen und mich von fast 30 gut bewachten großformatigen Kunstwerken faszinieren und inspieren lassen. „In ihrer absolut eigenständigen Bildsprache treten Konzeption und Emotion in mitunter sehr großen Formaten in einen Dialog, der die Betrachter gleichermaßen sinnlich verführt und intellekturell stimuliert“, lese ich im Ausstellungsbegleitheft.

Und das trifft genau mein Erleben dieser außergewöhnlichen Künstlerin, deren Werke im Besitz der berühmtesten Museen der Welt sind, wie dem Museum of Modern Art in New York und dem Centre Pompidou in Paris. Besonders berührt mich das Werk „Merci“, das sie im Jahr ihres Todes 1992 geschaffen hat. Diese Komposition mit konzentrierten Blau- und Orangefeldern umgeben von ganz viel Weiß ist so eigenartig und einzigartig, wie ein Gemälde nur sein kann.
Was mich an Joan Mitchell ganz besonders fasziniert? Die Zielstrebigkeit, mit der sie unbeirrt ihren künstlerischen Weg wählte und die Schaffenskraft, mit der sie ihn kompromisslos ging. Diese unglaubliche Power spüre ich in den Interviews, in den Exponaten aus ihrem Nachlass und vor allem in jedem ihrer in Köln präsentierten Werke.
Veröffentlicht unter Allgemein, Ausstellungen, Kölngeschichten
Verschlagwortet mit abstrakter Expressionismus, Action Painting, Joan Mitchell, Köln, Museum Ludwig, New York, Paris
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Arabba und die Sella Ronda
Arabba ist ein Dörfchen in der italienischen Provinz Belluno in den Dolomiten, verschlafen gelegen auf 1600 m Höhe im Tal zwischen Sellamassiv, Monte Burz, Cherz und Porta Vescovo. Mit dem Auto erreicht man es von Canazei aus über den Pass Pordoi und von Corvara aus über den Campolongo Pass. Ich kenne Arabba seit meiner ersten Skitour rund um das Sellamassiv. Man muss sich vorstellen, dass zu Beginn der Achtziger die Lifte viel weniger Kapazitäten hatten und viel langsamer liefen als heute und dass es taillierte Carver und Schneekanonen noch gar nicht gab. Das heißt, so eine Tour dauerte viel länger als heute, man musste sich auch schon mal schneearme Hänge hinunter tasten und ein Stück weit die Skier tragen. In Arabba war das ohnehin in jeder Richtung der Sella Ronda der Fall. Da hieß es, Skier gepackt und den Hang hinauf wandern entweder zum Sessel auf den Monte Burz oder zur Gondel zum Porta Vescovo. Nun, Letzteres hatten wir, eine Gruppe mit sechs Leuten, geschafft, fuhren von Porta Vescovo hinunter zur Passstraße, von wo uns ein klappriger Zweiersessel auf den Pass Pordoi bringen sollte, um dann über Belvedere hinunter nach Canazei zu fahren. Doch den Klappersessel bekamen nur zwei von uns, obwohl wir dicht hintereinander an der Einstiegsstelle ankamen. Keine Diskussion. Der Liftmann hatte Feierabend. Feierabend. Wir warten in Arabba in der Kneipe, rief einer noch den beiden hinterher, gar nicht wissend, ob es so was dort überhaupt gab. Nun, gab es und außerdem erlesene Spirituosen in kleinen Gläschen gespickt mit leckeren Birnchen. Kurz und gut, Achim, der uns Stunden später abholte, fuhr irgendwann auf der Passstraße rechts heran und öffnete alle Autofenster. Warum? Nun, ja, die Birnchen!
Wie gesagt, das war zu Beginn der Achtziger. Das Ortsbild von Arabba hat sich bis heute nicht wesentlich verändert. Obwohl inzwischen zahlreiche neue Hotels, Restaurants und Bars entstanden, Der Turm der kleinen Kirche überragt jedoch nach wie vor alle umliegenden Gebäude. Die Liftanlagen wurden modernisiert, Schneekanonen machen die Hänge durchgängig befahrbar und der Superdolomiti Skipass umfasst sowohl die berühmte Marmolada wie auch die so genannte Gebirgsjägerrunde über Cinque Torre und Falzarego Pass, die von Arabba aus ganz prima zu erreichen sind. Kein Wunder, dass dieses gediegene Skidorf für mich ein ganz besonderer Ort auf den in all den Jahren zahlreichen Umrundungen des Sellamassivs über Pordoi-, Sella-, Grödner und Campolongopass ist, obwohl längst nicht der einzige. In diese einmalige Route kann man außer von Arabba auch in Wolkenstein, Corvara auch in Canazei einsteigen und es ist nicht übertrieben, wenn ich feststelle, dass die Tour über vier Pässe und durch vier Täler, die so genannte Sella Ronda, wohl eine der landschaftlich schönsten Skitouren in den Alpen ist.
Wie gesagt, das war zu Beginn der Achtziger. Das Ortsbild von Arabba hat sich bis heute nicht wesentlich verändert. Obwohl inzwischen zahlreiche neue Hotels, Restaurants und Bars entstanden, Der Turm der kleinen Kirche überragt jedoch nach wie vor alle umliegenden Gebäude. Die Liftanlagen wurden modernisiert, Schneekanonen machen die Hänge durchgängig befahrbar und der Superdolomiti Skipass umfasst sowohl die berühmte Marmolada wie auch die so genannte Gebirgsjägerrunde über Cinque Torre und Falzarego Pass, die von Arabba aus ganz prima zu erreichen sind. Kein Wunder, dass dieses gediegene Skidorf für mich ein ganz besonderer Ort auf den in all den Jahren zahlreichen Umrundungen des Sellamassivs über Pordoi-, Sella-, Grödner und Campolongopass ist, obwohl längst nicht der einzige. In diese einmalige Route kann man außer von Arabba auch in Wolkenstein, Corvara auch in Canazei einsteigen und es ist nicht übertrieben, wenn ich feststelle, dass die Tour über vier Pässe und durch vier Täler, die so genannte Sella Ronda, wohl eine der landschaftlich schönsten Skitouren in den Alpen ist.
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Verschlagwortet mit Arabba, Belvedere, Campolongo, Canazei, Colfosco, Corvara, Dolomiti Superski, Falzarego, Langkofel, Marmolada, Pass Pordoi, Porta Vescovo, Sella Ronda, Sellamassiv, Steinerne Stadt, Wolkenstein
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Klangwald und Möhneseeturm
Wenn man von der A44 kommend Richtung Möhnesee fährt, in Delecke den Drüggelter Weg links liegen lässt und die Brücke über den Möhnesee passiert, kommt man an das Südufer dieses Sees. Von dort ist es nicht weit zum Torhaus, einem aus dem ehemaligen Pförtnerhaus zu einem Wildpark entstandenen wirklich schönen Ausflugslokal. Parken ist gar kein Problem, es sind genügend Plätze vorhanden. Wir befinden uns mitten im Naturpark Arnsberger Wald und nehmen den sogenannten Rennweg, mit dem hier ein 3,5 km langer Rundwanderweg beginnt. Der Wald ist so schön wie einer zur winterlichen Jahreszeit ohne Schnee nur sein kann, mit hohen Buchen und vereinzelten Fichten, doch dieser birgt außer skurrilen Baumgebilden und moosgrünen Flächen zu deren Füßen noch besondere Attraktionen.
Es ist nämlich ein Klangwald mit in den Bäumen installierten Klangkunstwerken, die nach Ideen von Horst Rellecke gestaltet wurden, dem wir auch den berühmten Glaselefanten im Hammer Maxipark verdanken. In kurzen Abständen sind Instrumente auf dem Waldboden oder in den Bäumen installiert. Da laden Steh- und Äolsharfen, Windgeige und Klangwiege zum Ausprobieren und Lauschen ein, entweder durch den Wind oder vom Wanderer selbst zum Klingen gebracht.
Wir wandern von Station zu Station und erreichen ungefähr auf halber Strecke eine ganz besondere Attraktion dieses Rundweges, den Möhneseeturm. Mit seinen 44 Metern Höhe wirkt dieses Bauwerk doch sehr imposant. Stahltreppen führen 7 Stockwerke hoch hinauf bis zu einer Plattform, von der aus man einen Blick über den Arnsberger Wald hinweg vom Möhnestaubecken und Staumauer über den ganzen See einschließlich der Brücken bis zum Ende hat. Da nimmt man doch das frische Lüftchen und das leichte Schwanken gerne in Kauf. Nach dem Abstieg ein kleiner Blick hinauf: Ja, ganz schön hoch!
Veröffentlicht unter Allgemein, Fotoberichte, Wanderungen
Verschlagwortet mit Arnsberger Wald, Klangwald, Möhnesee, Möhneseeturm, Rundwanderweg, Torhaus, Wanderweg
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