40 Jahre „Die unendliche Geschichte“

Wenn ich an Fantasy denke, fällt mir sofort mein Leseabenteuer mit Bastian Balthasar Bux ein. Im Antiquariat von Karl Konrad Koreander findet er ein Buch, dessen Einband aus kupferfarbener Seide, illustriert mit einer hellen und einer dunklen Schlange, ihn magisch anzieht. Er nimmt es mit und „Die unendliche Geschichte“ beginnt. „Phantásien in Not“ ist die Überschrift des ersten Kapitels, das mit dem fein gestalteten Buchstaben A beginnt. So begleite ich Bastian beim Lesen auf dem Dachboden und bei seiner Reise ins Fantasyland, in dem er allmählich selbst zum Protagonisten wird.

Im Jahre 1979 erschien das Buch im Verlag Thienemann. Inzwischen wurde es in viele Sprachen übersetzt. Zum 40. Geburtstag gibt es eine Neuauflage mit überarbeitetem Cover. Das Elektrobuch hab ich mir nun gegönnt, um mich jetzt auch digital in Bastis faszinierendes Abenteuer zu begeben und mich zu fragen: Wie kommt er nun aus Phantásien in die reale Welt zurück? Gerne immer wieder von Kapitel A bis Z. Danke, Michael Ende.

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Biotop in der Lippeaue

Auf dem Weg entlang der Eisenbahnlinie vom Hammer Hauptbahnhof zum Nordenfriedhof habe ich einen wunderbaren Blick hinunter auf ein Biotop und weiter in das Wiesen- und Strauchgelände bis zu den Anlagen im Hammer Hafen. Die Idylle im Vordergrund entstand vor mehr als 70 Jahren durch Bombenabwürfe, die den Hammer Bahnhof und die Brücke über Lippe und Kanal treffen sollten. Weiter westlich befand sich bis zum Jahre 1226 die Burg Nienbrügge

Zur Biotop Idylle: Ruhe gibt es nicht

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„Tor der Wachsamkeit“

Diese schöne Torskulptur befindet sich im Hammer Martin Luther Viertel. Der Künstler Manfred Billinger hat sie im Jahre 1992 geschaffen. Warum er den Titel „Tor der Wachsamkeit“ gewählt hat, lese ich in einer Publikation vom Klartext Verlag „Skulpturenführer Hamm. Zwischen Bärenbrunnen und Wolkenschaukel“: „Mein Tor habe ich der Wachsamkeit gewidmet, der Zustand, der den Menschen vor Schaden bewahrt? Vor Täuschungen, vor Irrtümern, ist Wachsamkeit nicht möglicherweise eine Tür oder ein Tor zum Glück zur Zufriedenheit, zum Paradies auf Erden? Wach sein heißt im hier und jetzt gegenwärtig zu sein.“

Manfred Billinger

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Klimademo in Hamm

Seit mehr als 30 Jahren sind die fatalen Folgen des Klimawandels bekannt, nur wenig ist geschehen. Es ist fünf vor zwölf, sagen die Wissenschaftler und sagen die Schülerinnen und Schüler, die sich der mutigen jungen Schwedin Greta Thunberg zur Aktion „FridaysForFuture“ anschließen und jeden Freitag für den Klimaschutz streiken und demonstrieren. Zum Tag der entscheidenden Tagung des Klimakabinetts der Bundesregierung am 20. September 2019 riefen sie dazu auf, in ganz Deutschland für das Klima zu demonstrieren. Und so geschah es nun auch im westfälischen Hamm. Einige Tausend Menschen versammelten sich auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof. Nach Begrüßung „Hallo Hamm“ und Information der Veranstalter setzte sich der Demozug in Bewegung mit Plakaten, Bannern und Sprechchören „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, „Ohne Bäume keine Träume“, „Rettet unsere Zukunft“.

Autobefreit ging es über neue Bahnhofstraße, Schwarzen Weg, Allee Straße, Werler Straße bis zum Rathaus auf dem Theodor-Heuss-Platz. Nachdem sich niemand der Stadtregierenden blicken ließ, setzte sich der Zug wieder in Bewegung durch die Südstraße zum Marktplatz, willkommen geheißen von den Glocken der Pauluskirche. Schüler hielten ausgebreitet ein riesengroßes Transparent aus vielen Bettlaken, fein bemalt und beschriftet mit entsprechenden Motiven nach dem Motto „Wir wollen die Welt retten“. Dieses Ziel hatten wohl alle, was dann in den Redebeiträgen auf der Bühne noch einmal deutlich ausgesprochen wurde, vor allem, dass die Politik dringendst zum Handeln aufgefordert ist. Dazu kann ich nur sagen: Nicht nachlassen, weiter streiken und weiter demonstrieren.
Persönliche Anmerkung und Fazit: „Grandparents for Future“ waren und sind auch dabei.

Banner und Glocken der Pauluskirche:
Klimademo in Hamm am 20. September 2019

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30. Hammer Stunikenmarkt

Jedes Jahr um den dritten Sonntag im September ist Rummel in der Hammer City. In diesem Jahr feiert er sogar ein Jubiläum. 30 Jahre Stunikenmarkt und richtig viel los rund um die Pauluskirche und auf dem Santa-Monica-Platz. Und jedes Mal kommen Erinnerungen an die Kirmes meiner Kinderzeit auf dem Richard-Matthaei-Platz, wo jetzt ein großes Einkaufscenter steht: Autoscooter, Raupenbahn, Fahrt zum Mond.

Heute zieht es mich in das Riesenrad „Around the World“. 55 Meter hoch ist es und steht so nah neben der Pauluskirche, dass ich meine, ich könnte nach der Uhr unter dem grünen Turm greifen. Von hier oben kann ich doch entspannt auf die Höllenrittspektakel hinunterschauen, das Jetlag Karussell vor dem Supermarkt und „Big Monster“, die Riesenkrake direkt am Kircheneingang. Und bei all den Runden hoch und runter immer wieder der faszinierende Blick in die Fußgängerzone mit Einhornapotheke und Fassadengemälde beim Café Extrablatt und über die ganze Stadt hinweg zur Bahnlinie im Westen und weiter zum Kraftwerk in Stockum, dem Heessener Kirchturm im Norden, Windrädern im Osten und den Wassertürmen im Hammer Süden.

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10 Jahre Hanak

Spätsommerabend in der Kölner Südstadt, ganz besonderer Abend in der Alteburg. Ein Jubiläum wurde gefeiert. Mehrere hundert Fans ließen sich entführen zur Zeitreise in die Geschichte einer liebenswerten kölschen Band, 10 Jahre Hanak, 10 Jahre „Kölschrock en Bewäjung“, 10 Jahre Mitsinghit „Haifischzahn“. Wie entstanden all die schönen Lieder, Texte und Melodien? Dazu konnte Frontmann Micha Hirsch einiges erzählen.

Er hatte in seiner reichhaltigen Repertoirekiste gekramt und eine feine Auswahl wurde auf der Bühne in der Alteburg performt, zusammen mit Keyboarder und Quetschenmann Torsten Herbst (Herbi „läuft“ seit Gründung), den Gitarristen Tobi Born und Rafael Hupfeld, Max Moerke an den tiefen Saiten und Schlagzeuger Johannes Biegl. „Dat muss Kölle sin“. Kann man die Liebe zu der schönen Stadt am Rhein mit Dom und Heinzelmännchenbrunnen, fünfter Jahreszick, „Dreigestirn“, Poporeiben und „Haiehymne“ schöner besingen?

Und überhaupt die Liebe, „Manchmol“ nachdenklich, dann als „Engel“ zwischen Chips und Kaffeebar im Supermarkt oder „Wenn ich jonn“, um wiederzukommen, schöne Balladen, die jeden im Alteburger Saal mitnahmen. Bevor wir wie „Vampire“ in die Nacht flogen, präsentierte Hanak nach dem Motto „Et Hätz schleiht im Veedel“ zum allerersten Mal den neuen Sessionstitel „Veedel“, dem ich ganz viel Erfolg wünsche.

Hörproben zu Hanaks 10-jährigem Jubiläum am 12. September 2019:
Manchmol
Engel
Wenn ich jonn

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„Deutschland rechtsaussen“

In einer Zeit, in der ich geschockt bin, wenn in Deutschlands Parlamente Protagonisten gewählt werden, die die Strukturen unserer 1848 und 1989 so verlustreich erkämpften Demokratie belächeln, bin ich dem Autor Matthias Quent dankbar, dass er mir in seinem Buch „Deutschland rechtsaussen. Wie die Rechten nach der Macht greifen und wie wir sie stoppen können“ Antworten gibt auf meine Frage: Was ist eigentlich los in Deutschland, wenn führende Politiker, anstatt sich im Sinne unseres Grundgesetzes zu verhalten, die deutsche Vergangenheit verunglimpfen, unerträgliche Hetze gegen Migranten verbreiten, rechtlich ungeklärte Todesfälle instrumentalisieren und mit billiger Angstmacherei punkten wollen im Sinne von: Ich mache das Land so richtig schlecht, damit ich es dann per Machtergreifung retten kann. Besonders aufschlussreich ist für mich Quents Kapitel über die Ausschreitungen und fragwürdigen Aktionen in Chemnitz im August 2018.

Mein Fazit nach Lektüre dieses überaus empfehlenswerten Buches:
„Fatalisten und Miesepeter“ rechts liegen lassen d.h. keine Plattform für Darstellung jeglicher Form bieten und vor allem genau hinschauen, bevor ich mir eine Meinung bilde und von den staatlichen Einrichtungen erwarten, dass auch sie genau hinschauen und konsequent die bestehenden Gesetze anwenden.

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Duisburger Innenhafen

Die Stadt Duisburg, an Rhein und Ruhr gelegen, hat den größten Binnenhafen Europas. Und sie hat auch einen richtig schön gestalteten Bereich auf der „Route der Industriekultur“. Das ist der Innenhafen, der im Zuge des Strukturwandels im Ruhrgebiet seine ursprüngliche Bedeutung als Hafen und Handelsplatz verloren hat. Mittlerweile wurde das Gebiet zu einem Ort entwickelt, in dem Wohnen, Arbeiten und Naherholung einen Platz gefunden haben. Wir bummeln an Hafenbecken, historischen Hafenkränen, Speicher-, Büro- und Wohngebäuden entlang und an ehemaligen Produktionsstätten wie z.B. Küppersmühle, in der heute ein Museum für moderne Kunst untergebracht ist, leider gerade geschlossen. In jedem Falle interessant das Gängelchen durch den Duisburger Innenhafen.

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„Szenen aus dem Herzen“

An einen Film des schwedischen Regisseurs Ingmar Bergmann dachte ich beim Lesen des Titels und der ersten Zeilen von „Szenen aus dem Herzen“. Autorin Malena Ernmann ist eine erfolgreiche schwedische Opernsängerin und Mutter von Greta Thunberg, weltweit bekannt geworden durch ihren unerschrockenen Schulstreik für Klimaschutz vor dem schwedischen Parlament in Stockholm im August 2018. „Unser Leben für das Klima“ ist der Untertitel des Buches von Greta & Swante Thunberg, Beata & Malena Ernman.

Malena hat zusammen mit ihrem Mann Swante und den Töchtern Greta und Beata das Buch geschrieben, das in 92 kurzen Szenen die Abkehr der Familie von ausgetretenen Pfaden hin zu einem Leben für den Klimaschutz aufzeigt. Aus Gretas Schulstreiks und Auftritten auf Klimakonferenzen und bei Aktionen ist inzwischen die weltweite Bewegung #FridaysForFuture entstanden.
Mein Fazit zum Buch: „aus dem Herzen“ geschrieben und kurzweilig zu lesen. Volle Empfehlung!!!!!

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Pythagoras im Allee Center

Das Hammer Einkaufscenter lädt zurzeit ein zum Abenteuer Mathematik. Die Wanderausstellung „MatheMagie“ führt den Besucher in das Reich der Zahlen, Flächen und Räume und beginnt beim Themenbereich „Mengen und Optimierung“ mit dem Zahlenkreis, in dem den Zahlen 1 bis 12 jeweils einer Menge zugeordnet werden z.B. 2 Babyschuhe, 10 Finger, 12 Stunden auf dem Ziffernblatt der Uhr. Da sind rotierende Körper im Bereich „Raum und Geometrie“ und sogar dem Bereich „Ästhetik“ ist eine Themeninsel gewidmet. Wer hätte gedacht, dass es einen Zusammenhang zwischen Musik und Mathematik gibt? Im Jahre ca. 600 v.Chr. hätten Schüler von Pythagoras herausgefunden, heißt im Flyer zur Ausstellung: „Wenn eine Saite doppelt so lang ist wie eine andere, wenn also ihre Längen im Verhältnis 2 : 1 stehen, dann erklingt eine Oktave, beim Verhältnis 3 : 2 eine Quinte usw.“.

Und was fällt mir zu Pythagoras ein? Der berühmte Satz zum rechtwinkligen Dreieck. Der Flächeninhalt des Quadrates über der Hypotenuse ist genauso so groß wie die Summe der Inhalte der beiden Kathetenquadrate, a²+b²=c². Und das kann ich doch mal hier im Center elegant beweisen, wenn ich die 16 blauen blauen Plättchen aus dem einen Kathetenquadrat und die 9 grünen aus dem anderen hinüber lege, passen diese genau in das Quadrat über der längsten Seite, der Hypotenuse. 16 + 9 = 25.
Na bitte!

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