„Kartoffelsack“ auf dem Marktplatz in Alsfeld

Diese Gasse führt zum Marktplatz in Alsfeld

Wenn man für eine kleine Geburtstagsrunde eine gemütliche Ecke zum Mittagessen finden will, auch noch vegane Speisen bevorzugt und sich in mittelalterlicher Umgebung wohlfühlt, versucht man es mal im „Kartoffelsack“. Das ist ein Restaurant auf dem Marktplatz in Alsfeld direkt neben dem berühmten Rathaus, der ebenso berühmten Walpurgiskirche und in Nachbarschaft des alten Weinhauses sowie einer Reihe von wunderbar gestalteten und restaurierten Fachwerkgebäuden.

Das alles im Ensemble rund um diesen grandiosen Ort oben in der Stadt. Der Name des Restaurants ist Programm. Wir bekommen für ein veganes Gericht mit Backkartoffel, Couscoussalat mit verschiedenen Gemüsen und Champignons, Salatmix und Hummus.

Vegan beim „Kartoffelsack“ in Alsfeld
Alle Gassen führen zum Marktplatz

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Waldbühne, Nepomuk, Lupia und Burghügel

bei der Waldbühne in den Heessener Wald

Es wird eine Hammtour an diesem schönen Spätsommertag. Über Killwinkel und Kötterberg radeln wir nach Dasbeck, Sundern und weiter zur Waldbühne. Hier führt der Weg in den Heessener Wald und durch die Felder bis zur Dolberger Straße. Nach deren Überquerung gelangen wir direkt in die lange Allee und durch die Toreinfahrt in den Innenhof vom Schloss Oberwerries, zu dessen Geschichte ich ja schon einiges aufgeschrieben habe. Ja, und an der Gräfte der Brückenheilige Nepomuk.

Auch zu dem gibt es eine Geschichte. Dazu setze ich unten auf der Seite einen Link. Danach gönnen wir uns mal ein kleines Abenteuer, fahren hinunter zur Lippe und holen uns mit der langer Kette die Lippefähre namens Lupia von gegenüberliegenden Ufer herüber. Inzwischen zu viert und mit vereinten Kräften ziehen wir uns hinüber und fahren weiter über Lippestraße und Datteln-Hamm-Kanal hinweg durch die Kolonie Maximilian in Werries.

Um den Maxipark herum radeln wir zum Burghügel Mark, einem Ort mit Geschichte, denn hier stand mal eine Burg. Von der ist allerdings nur noch der Hügel samt Gräfte erhalten, der in den vergangenen Jahren sehr schön entwickelt und gestaltet wurde. Ein Gedenkstein mit Wappen und Text weist auf die Bedeutung dieses Ortes hin: „Hier stand die Burg der Grafen von der Mark Graf Adolf I. 1198 bis 1249 gründete 1226 die Stadt Hamm“.

Burghügel Hamm Mark

Vorausgegangen waren Siedlung und Burg Nienbrügge beiderseits der Lippe in Höhe des heutigen Hafenamtes. Zur Geschichte der Burg Nienbrügge setze ich unten auf der Seite einen Link. So, genug aus der Historienkiste. Auf dem Dr-Johannes-Kroker-Weg in Braam-Ostwennemar radeln wir zum Oberlandesgericht, in die City, über den Marktplatz und durch die Lippeaue zurück in den Hammer Norden.

Walters Track zur Radtour nach Oberwerries am 1. September 2022

Schloss Oberwerries und Nepomuk

Nienbrügge an der Lippe

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Über die Zeche Westfalen zu „eat green“

Schulwegbrücke und Schleuse in Hamm-Werries

Über Kornmersch und Lippeaue radeln wir auf die Adenauerallee am Datteln-Hamm-Kanal und fahren nach Hamm-Werries mit Fotostopp an der schönen Schulwegbrücke östlich der Schleuse. Weiter geht’s nach Hamm-Uentrop, wo die Zechenbahntrasse zum ehemaligen Ahlener Bergwerk Westfalen beginnt. Auf dieser Trasse, die jetzt ein schöner Radweg ist, wurden bis vor einigen Jahren Kohlen per Zechenbahn zum kleinen Hafen in Hamm-Uentrop transportiert und auf Schiffe verladen.

Zeche Westfalen in Ahlen

Jetzt können wir komfortabel bis zur ehemaligen Zeche Westfalen fahren und die gut erhaltenen Türme und Gebäude anschauen. Zurück nehmen wir bis Uentrop denselben Weg, weil wir hoffen, einen verlorenen Fahrradhandschuh wiederzufinden. Leider kein Handschuh auf der Strecke! Na dann! Geht’s weiter über die Maximilianbrücke auf die andere Kanalseite, zügig unter der Schulwegbrücke hinweg zur Adenauerallee beim Kurpark, unter der Fährstraße hinweg in die Hammer City.

Das neue kleine Restaurant „eat green“ in der Fußgängerzone hat vegane Optionen und für uns eine leckere Falafelbowl mit Salat, Falafel, Knackerbsen, Hummus und veganem Joghurt. Leckerer Abschluss und 37 km für das Stadtradeln.

Falafelbowl bei „eat green“

Walters Track zur Radtour nach Ahlen am 28. August 2022

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Monet im Visiodrom

Das Visiodrom befindet sich im Gaskessel Wuppertal. Zurzeit wird in der riesigen Projektionsarena eine zauberhafte 360° Animation mit Bildern des Künstlers Claude Monet gezeigt. Wir können uns bequem zurücklehnen und Farben, Licht, Figuren und Motive auf uns wirken lassen und erleben, wie sich das reale Felsentor im bewegten Meer in ein Gemälde von Monet verwandelt. Diese Videoshow ist ein einzigartiges Erlebnis.

Eine Ausstellung im Erdgeschoss informiert über Leben und Werk dieses Meisters des Impressionismus. Besonders gut gefallen mir die Akzente auf den Künstler in den verschiedenen Lebensphasen, als junger Rebell mit seiner Palette, als moderner erfolgreicher Mensch und als alternder Monet in Giverny, der in seinem Garten mit den Darstellungen von Seerosen, Wasserlilien und der berühmten Brücke sein Künstlerglück fand, bis an sein Lebensende.

Auch die entsprechende Auswahl der Werke ist gut gewählt mit besonderem Akzent auf Claude Monet als wichtiger Mitbegründer des Impressionismus. Da ist der Sonnenaufgang im Hafen, die besondere Darstellung der Kathedrale von Rouen sowie das schöne Bild der Frau mit Sonnenschirm und dem Kind, Erinnerung an seine große Liebe Camille, die so früh gehen und ihn mit zwei Kindern zurücklassen musste.

Claude Monet im Visiodrom am 26. August 2022

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Vegan bei „Saigon“ in Werne

Wenn wir leckeren hausgemachten Tofu essen wollen, verbinden wir das mit einer Radtour in das Städtchen Werne an der Lippe. Auf dem Kirchplatz befindet sich das Restaurant „Saigon“, in dem es vietnamesische Speisen gibt. Also radeln wir gegen zehn Uhr dreißig los über über Barsen und Oberholsen nach Werne und an diesem schönen Sommertag finden wir ein schattiges Plätzchen am Draußentisch.

Für uns kommen vor allem drei Gerichte in Frage, weil sie eben diesen besonderen Tofu enthalten. Ich wähle „Dau Hu sot ca ry“ hausgemachter Tofu mit Blumenkohl, Champignons in cremiger Kokosmilch – gelbem Thaicurry (leicht scharf) und bin wieder voll zufrieden. Zurück radeln wir hinunter zur Lippe, durch das Tibaum Naturschutzgebiet und entlang des Datteln-Hamm-Kanals in den Hammer Norden.

Walters Track zur Radtour nach Werne am 23. August 2022

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Fahrradstraße Heithofer Allee

Ab und zu zieht es mich zum Einkaufen in den Hammer Stadtteil Mark. Da führt mich der Weg über die Adenauerallee, durch den Kurpark zur Jägerallee, nach Überquerung der Lippestraße an die steinerne Brücke und über den Alten Uentroper Weg und Heithofer Allee hinweg zum Einkaufszentrum. Für die Rückfahrt will ich mal den Weg durch die Heithofer Allee nehmen und entdecke, o Wunder, ein großes Banner, direkt an der Einfahrt zur LWL Universitätsklinik Hamm und gegenüber der Kettelerschule. Wie grandios ist das denn!? Leider geht’s auf der alten Soester Straße dann etwas wiggelich weiter bis zur Ostenallee, wo ich über die Fährstraße hinweg und entlang der Ahse wieder die Adenauerallee erreiche.

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Über Walstedde zum Wassersportzentrum

Durch Kornmersch und über den Bockumer Weg radeln wir entlang der Geinegge zum Bahnhof Bockum-Hövel und über den Klostermühlenweg durch die Felder. Über Ameke geht’s nach Walstedde mit kurzem Aufenthalt zwischen Kirchplatz, Restaurant und Kornbrennerei zurück in die Felder. Über die Dasbecker Höhe führt der Weg hinunter und über die Eisenbahnbrücke beim Heessener Bahnhof.

Wir erreichen den Heessener Markt, radeln in südliche Richtung, überqueren die Dolberger Straße und gelangen zur Fährstraße. Über die Adenauerallee am Datteln-Hamm-Kanal in westlicher Richtung erreichen wir an der Schleuse das Hammer Wassersportzentrum und kehren beim R-Café ein zu Limo, Cocktail und Spaghetti mit veganer Bolognese.

Spaghetti im R-Café
Walters Track zur Radtour über Walstedde zum Wassersportzentrum am 21. August 2022

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Eishörnchen auf der Neumarkt Galerie

Oft habe ich hochgeschaut und mich gefragt, was das oben auf die Ecke am Dach der Neumarkt Galerie geklatschte Eishörnchen eigentlich soll. Ja, ja, Kulturbanausin. Erst als im Juli diesen Jahres Claes Oldenburgs Tod Thema in den Medien war, erfuhr ich, dass dieses Hörnchen von eben diesem großartigen amerikanischen Pop Art Künstler geschaffen wurde. Im Jahre 2001 wurde das überdimensionale Vanilleeis in der Waffel mit großem Aufwand per Schiff von San Francisco durch den Panamakanal, Atlantik und Rhein nach Köln transportiert und am Eingang der Schildergasse installiert. Ja, jetzt schaue ich das Pop Art Kunstwerk doch mit anderen Augen an.

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Kleine Hammtour

Von der Bankerheide radeln wir vorbei an der Kita Bänklerweg direkt auf die Kornmersch und auf dem Flügeldeich zur Radbodstraße. Nach Überquerung gelangen wir über einen Lippedeich entlang des Radbodsees zu den weißen Brücken, die die Hammer Stadtteile Bockum-Hövel und Herringen miteinander verbinden. Und da sind wir bereits beim Herringer Lippepark. Wir nehmen den Weg hinauf zur Attraktion dieses Parks.

Das ist das Haldenzeichen Schacht Franz. Da müssen wir ein bisschen hochradeln und die Spirale hinauf laufen. Da oben haben wir einen schönen Rundumblick auf die ganze Stadt von Bockum-Hövel, Hafen im Datteln-Hamm-Kanal, der City mit dem grünen Kirchturm der Pauluskirche, den Wassertürmen und dem Hammerkopfturm beim Bergwerk Ost, der ehemaligen Zeche Heinrich Robert. Weiter durch den Lippepark fahren wir zur Dortmunder Straße.

Die können wir endlich überqueren, als ein Autofahrer für uns anhält. Entlang der Moschee führt der Weg zu weiteren Bergwerkshalden wie Humbert und Kissinger Höhe, die wir uns für die nächste Rundtour vornehmen. Über die Kamener Straße geht’s in die Wielandstraße, eigentlich schön mit wenig Autoverkehr, doch stören mich jedes Mal die Schwellen mit dem holprige Kopfsteinpflaster.

Ich erinnere mich an unsere Hollandradtour, wo es in bewohnten Gebieten viele Schwellen gab, jedoch alle sanft und glatt, das heißt gut zu radeln. Am Ende der Wielandstraße befindet sich der Friedhof und danach führt der Weg in die Felder zum Wiescherhöfener Bahnübergang, dessen Schranke auch prompt gerade für zwei RXX Züge geschlossen wird. So können wir in Ruhe den schönen Sonnenblumenstreifen am Radweg bestaunen und fotografieren.

Nach Fotostopp beim Hochhzeitswald in Lohauserholz geht’s dann zur Grünstraße und dem Teil der kürzlich in rot neu gestalteten Fahrradstraße. Nebeneinander fahren ist hier erlaubt, machen wir doch glatt. Das Eis mit Erdbeeren ohne Sahne bei der Eis Oase in der Südstraße haben wir uns auch schon nach 20 km verdient. Ein schöner Abschluss unserer kleinen Hammtour.

Walters Track zur kleinen Hammtour am 17. August 2022
Rundblick auf die Stadt Hamm vom Haldenzeichen Schacht Franz

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Vom Deutzer Bahnhof zu „sattgrün“

Kann man schöner in eine Stadt hineingehen, als vom Deutzer Bahnhof vorbei an Triangelturm und Hyatt Hotel auf die Hohenzollernbrücke? Aus dem Grund sind wir nicht über die Brücke zum Kölner Hauptbahnhof gefahren, sondern haben den RE7 bereits am Deutzer Bahnhof verlassen. Schon an der Mauer vor der Brücke mit unzähligen Liebesschlössern haben wir das gesamte Panorama.

Stapelhäuser und Groß St. Martin am Fischmarkt

Rheinboulevard mit Gastronomie und Baumallee, Kranhäuser auf der anderen Rheinseite, Deutzer Brücke, Rheinpromenade mit schönen Häusern wie den Stapelhäuschen, Groß St. Martin und die weltschönste Kathedrale, der Kölner Dom mit den zwei unvergleichlichen Türmen zwischen dem Museum Ludwig und Hauptbahnhof. All die Schönheiten mit einem Rundblick. Vor dem Platz über der Philharmonie gehen wir die breite Treppe hinunter auf die Rheinpromenade.

Pegel am 8. August 2022 94 cm

Nach kurzem Bankpäuschen bummeln wir in Richtung Deutzer Brücke. Es ist noch nicht zu voll jetzt am späten Vormittag. Beim Fischmarkt bleiben wir stehen. Die bunten Stapelhäuschen, der Brunnen (der Fischweiber) und Groß St. Martin muss ich immer wieder fotografieren. Und wir denken an Robert Blum, im Jahre 1848 einer der fähigsten Kämpfer für Reichsverfassung und Demokratie in Deutschland, hier unten am Rhein in der Mautgasse im Jahre 1807 geboren und aufgewachsen.

Blick von der Markmanngasse zu Groß St. Martin

Mit gerade einmal vierzig Jahren wurde Robert Blum in Wien als Systemkritiker ohne Prozess hingerichtet. Ein kleines Relief an der Mauer erinnert an ihn. Weiter geht’s bis zur Deutzer Brücke, wo wir beim Pegel stehen bleiben und mal genau hinschauen. Der steht nämlich bei unglaublichen 94 cm, verdammt wenig Wasser im Rhein, mit abnehmender Tendenz bei kommenden Hitzetagen. Wenn das so weitergeht, ist erst mal Schluss mit Schifffahrt auf dem Rhein. Schon jetzt fahren die Transportschiffe mit weniger Ladung. Vom Pegel gehen wir hinauf in die Markmanngasse, auf den Heumarkt und die paar Schritte zum Alter Markt. Da gibt’s außer dem Jan-von-Werth-Denkmal, das mich jedes Mal wieder fasziniert, seit einigen Wochen ein schönes neues Ensemble, das historische Rathaus in Nachbarschaft mit dem neu erbauten roten Haus.

Das beherbergt ein Hotel, Gastronomie und Zugang zur U-Bahn Station Rathaus. Zwischen beiden Gebäuden wurde eine schöne breite Treppe fertiggestellt. Die gehen wir hinauf und dann weiter Richtung Hohestraße. Der folgen wir aber nur bis zur nächsten Einmündung, das heißt nach rechts in die Brückenstraße zu unserem Ziel an der Ecke Ludwigstraße. Auf dem schönen Platz mit dem großen Baum befindet sich das Restaurant „sattgrün“, direkt neben St. Kolumba. Und das Schöne ist: man kann sich am Buffet aus unglaublich vielfältigen Köstlichkeiten ein veganes Tellerchen selbst zusammenstellen, sich ganz gemütlich draußen an einen Tisch setzen und in aller Ruhe speisen.

„sattgrün“ in Köln
Robert Blum in Köln
Jan (von Werth) bei den Heinzeln

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