Veganer Sonntagsbrunch

Diese Speisen gab es:
Sushi, Sommerrollen mit Erdnusssoße, gebratene Auberginenscheiben und Champignons, Tomaten mit Cashewkäse, Gurken mit Cocktailtomaten und Dill, Blumenkohl- und Brokkolisalat, Grünkernfrikadellchen, Linsendal, Wedges und Bulgur, Ciabattabrot

Rezepte findet ihr in Renates Veganblog: Renate goes vegan

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Weiberfastnacht 2019

Eine Gruppe Frauen in Korsagen, Tüllröcken in rotschwarz, „Stöffchen“ dabei, wartete bereits auf Gleis 10 am Hammer Bahnhof, ICE 654 nach Köln und ich dann ausgerechnet im von ihnen reservierten Wagen. Das bedeutete spezielle Einstimmung auf Weiberfastnacht in der Domstadt. „…kein Mann für eine Nacht“ aus Lautsprechern, so laut mitgesungen, dass man die Durchsagen des Zugpersonals nicht hörte. Da musste ich nun durch. Am Kölner Hauptbahnhof war dann erst richtig Hallas, lange Schlangen vor den Toiletten, Geschiebe in der Bahnhofshalle, Tarnkostümierte mit Geistermasken versuchten mit schrilllauten Schreien Panik zu verbreiten. Beim Anblick der dicht besetzten Treppe zur Domplatte hatte ich einen Moment lang den Impuls, mit dem nächsten Zug in die Hammer Provinz zurückzufahren. Doch mein Ziel war ja die Party von Radio Köln am Tanzbrunnen.

Also erst mal über die Domplatte zur Hohenzollernbrücke. Sperre? Warum? Wegen Glasflaschen, sagte einer der beiden Aufpasser. Ich hatte ja nur mein Handtäschchen dabei. Als ich dann schön ruhig auf der Brücke wanderte, fand ich das mit der Kontrolle doch ganz okay. Ab und zu ein Blick hinunter auf die Rheinpromenade beim Fischmarkt. Richtig viel los, Wagen, Zelte und Menschen in bunt. Auf der schäl Sick ging es ohne Stress am Rhein entlang bis zum Eingang beim Tanzbrunnen, wo es auch ganz ruhig zuging. Ich hatte zwar vorher bei Radio Köln keins von den 11.000 Tickets erwischt, bekam aber noch eins, weil es ja schon Mittag und das Gelände wohl nicht überfüllt war. Super Stimmung. Die Höhner waren gerade bei einer ihrer Zugaben, das hieß sofort mitsingen und schunkeln. Komm her und sei dabei. Viva Colonia. Das galt auch bei den Funky Marys, Rabaue, Kempes Feinest, zwischendurch Henriette Reker in traditionellem Karnevalsoutfit. Schließlich dann Hanak auf der Radio Köln Bühne, seit mehr als zehn Jahren im Karneval dabei, heute mit Sunn, Füer, Haie Hymne und ihrem Ohrwurm Haifischzahn, für ein kleines Lachen. Rakete für Micha Hirsch und seine Jungs!!!!!

Video: Hanaks Haifischzahn am 28. Februar 2019 beim Tanzbrunnen

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Breloers Brecht in Köln

Heinrich Breloer hat in seinem neuesten Projekt wieder Dokumentation und Fiktion in genialer Weise miteinander verknüpft und diesmal Leben und Schaffen des deutschen Text- und Theaterkünstlers Bertolt Brecht auf die Leinwand gebracht. Da ist der Teil des jungen Querdenkers zur Zeit des ersten Weltkriegs gespielt von Tom Schilling und der des älteren mit Exil und kaltem Krieg von Burghard Klaußner.

Die ausverkaufte Vorstellung im Kölner Kultkino „Odeon“ hat mich drei Stunden lang prima unterhalten, außerdem historisches Wissen ergänzt. Arschloch oder Genius? Diese Irritationen um Bertolt Brecht als Dramatiker in der ehemaligen DDR sehe ich jetzt viel klarer. Gegen Terrorherrschaft und Ungerechtigkeit hat er gekämpft bis zum letzten Atemzug.

Highlights:
„Glotzt nicht so romantisch“
Goethe, Schiller, Brecht.
Tom Schilling als junger Brecht.
Energiebündel Helene Weigel.
Bühnenszenen am Schiffbauerdamm.

Fazit:
Sehr viel Stoff in drei Stunden.
Großartiger Film!!!!!

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22. Februar 1841: Rosenmontag in Köln

Nachmittags um vier Uhr am 21. Februar [Sonntag] führte nach langem Warten der Ludwig von Nassau, mit carnevallustigen Reisenden bis zum Sinken überladen, Cruel, Müller und mich nach Köln, wo er uns ganz durchfroren gegen sechs Uhr absetzte. Wir fragten uns glücklich bis zur Brückenstraße durch, um dort zu erfahren, daß die jungen Herren nicht zu Hause wären und wahrscheinlich im Theater sein würden. Dahin begaben wir uns denn auch, bewunderten in Robert dem Teufel die Höflichkeit des Kölner Publicums gegen die Spieler und kamen um zehn Uhr glücklich gegenüber der Columbakirche an, obwohl das vierstündige Stehen unsre Unterthanen nicht wenig angegriffen hatte. Zu unsrer größten Zufriedenheit machte Weerth senior die Thüre selbst auf, kurz darauf taumelte Sancho Pansa in Kemper’s Gestalt die Treppe herunter und bald saßen wir, nachdem auch der jüngere Weerth angekommen war, friedlich auf der alterthümlichen Kneipe unter dem Phaetonsgemälde, bei einigen Flaschen Moseler, die uns bis Mitternacht, und, mit Durchsprechen der gegenseitigen Schicksale und Neuigkeiten und dessen, was da kommen sollte, noch hielten. Hierauf verfügten wir Beglückten uns in unsere respectiven Betten, Weerth senior und Kemper gingn nach des letztern Kneipe, um dort ein Obdach zu suchen. Nach einer halben Stunde jedoch überraschten sie uns mit der Trauerbotschaft, daß das Haus verschlossen sei. Sie fingen also an, ihre Charaktere zu spielen: der Don Quichote bettete sich auf den Fußboden in einen Winkel, mit einigen Mänteln, während Sancho Pansa zu Cruel in’s Bett kroch und uns noch ein halbes Stündchen mit Witzen, wie sie einem Angerissenen ziemen, belustigte, ärgerte und endlich einschläferte. Gegen acht Uhr Morgens ging, noch während des Kaffeetrinkens, die Rumpelei los und die Costümirung begann. Eine Stunde wenigstens erforderte es, bis die rothe Jacke, der Panzer, der Helm Manbrino’s und die übrigen Attribute des Herrn und Meisters angelegt waren, die zweite verfloß mit der Bepinselung desselben und seines Knappen, Warten auf die Reitpferde und einem mit lebhaftem Eifer fortgeführten Zank, ob sie um zehn, elf oder zwölf im kaiserlichen Hof sich versammeln müßten. Endlich, nach einigen verunglückten Versuchen, die Zügel der Rosinante richtig in die Hand zu bekommen, setzte sich Don Quichote, furchtbar anzusehen mit seiner Hellebarde von 1661, seinem hölzernen Schwert und seinen mächtigen roth und gelben Stulpenstiefeln, langsam in Bewegung; ihm folgte Sancho Pansa auf einem Esel, der leider so störrig war, daß die wiederholte Anwendung meines Teutoburgers nicht hinreichte, sondern der Herr des Thiers, der aus zärtlicher Sorgfalt mitgegangen war, es am Zaum nachführen mußte. Auf dem Halse des Thiers vor dem Reiter, dessen schwarzsammtenes Wamms mit aufgeschlitzten Aermeln, kurzer Hose und grauen Strümpfen zu den mächtigen Schnallen auf den Schuhen und dem Strohhut mit rothem Band wohl paßten, hing ein großer Quersack, dessen eine Seite sechs Flaschen Wein zierten, denen auf der andern Seite ein Brod, Aepfel, Zwiebeln und sonstiger Mundvorrath das Gleichgewicht hielten. So verzog sich das edle Paar allmählich und wir folgten ihm auf den Neumarkt, wo schon in dem durch Seile abgeschlossenen und von Soldaten bewachten Raume, unter den in den buntesten Farben flatternden Carnevalsfahnen, ein noch bunteres Gewimmel herrschte.
Allmächlich zogen, unter Musik und eigenen und fremden Beifallsrufen, die einzelnen Wagen und Reiter auf den Platz, neugierig von der umstehenden Menge angegafft, während ein Kreis von Schönen auf den Balconen der größten Häuser stolz auf die geringeren Sterblichen herabsah und einzelne Schaulustige sogar die platten Dächer occupirt hatten. Aber nun – wer zählt die Völker und mehr noch, wer nennt, ohne die ausgestreuten, aber von Unbekannten schwer zu erhaltenden Gedichte, alle die wirklichen und imaginirten Witze, Anspielungen, Satiren und Charactere? Da thronte auf einem Sonnenwagen der Hanswurst, der sich voriges Carneval verlobt hatte, dessen Verbindung aber in diesem kurzen Zeitraum schon mit drei hoffnungsvollen Sprößlingen gesegnet war, die von Blumen bekränzt, auf den weißen, die Sonne umgebenden Wolken hingegossen, oder, um die prosaische Wahrheit zu sagen, fest angebunden waren. Wie bei den alten Helden, wurde auch hier gerechter Tadel den Uebermüthigen erheilt, denn die Darstellung der Bäckersoirée war eine beißende Satire auf die ehrenwerthe Zunft, die sich zu einem eigenen Comité hatte vereinigen wollen, das sich tragisch in Schlägereien aufgelöst hatte. Höhere Verhältnisse travestirte der gordische Knoten, in Form einer phantastisch bemalten Kugel, zu dessen Lösung aber nicht Alexander, sondern der Hanswurst, und nicht auf den Flügeln des Sieges, sondern an einem langen Strick von einem Thürmchen herabschwebte und ihn nicht durch das antike Schwert, sondern durch die moderne Knallrakete löste. Trauriges Schicksal prophezeite die grüne Schanze von dürrem Heu, mit der pappenen Kanone, als Abbild der Befestigung von Paris; denn so oft das Hauptgebäude angewackelt kam, blitzte das Pulver der Kanone aus guten Gründen ab, und wenn nach langem Trommeln und Kriegsgeschrei drinnen der gallische Hahn auf der Zinne seine Flügel ausbreiten wollte, so hielt der verwünschte kleine Junge in englischer Uniform ihn zurück. Gleicher Hohn traf die französische Propaganda, welche auf einem anderen Wagen unumwunden für Marktschreierei erklärt wurde: denn auf diesem saß der treue deutsche Rhein, und in dieser Qualität hatte er allerdings genügenden Vorwand, von seinem Sohn, dem treuen deutschen Rheinwein, den sie auch nicht haben sollen, eine Flasche nach der anderen zu leeren. Geistreich deuteten auf der Rückseite des Wagens sechs große Teller das Ehrengeschenk an den Nationaldichter an. Drei Tyroler Scharfschützenn machten ihrem Gewerbe Ehre; wenigstens wenn man nah dem schloß, was aus ihren enormen Waidtaschen an kalter Küche zum Vorschein kam mußten sie gute Jagd gehabt haben. Große Kunstfertigkeit in der Musik bewiesen die Hunde-, Affen- und Löwen-Masken, welche die Stadtmusiker verdeckten; furchtbare Gefühle flößten die geharnischten Reiter und der grimmige Türkenritter ein, die sich aber in sanftere Empfindungen auflösten, wenn man die friedfertigen kölnischen Stadtsoldaten, mit dem Schmauchstengel im Mund, im Costüm des 19. Jahrhunderts aufmarschiren sah; Mitleid überwältigte endlich ein zartfühlendes Herz, wenn man zuschaute, wie die guten altdeutschen Herren und Damen sechs Stunden lang auf dem harten Pflaster ihre Menuett aufführten. Erinnerungen an vergangene Herrlichkeiten erweckte nicht minder ein Wagen, auf dem ein Schiff mit vielen am Mast aufgezogenen Flaggen thronte, das sogenannte ‚Alaaf Köllen‘, ein Refrain, an dem sich der patriotische kölnische Spießbürger den ganzen Tag über recht was zu gute that. Und welches kölnische Herz eines Bonvivant schlug nicht höher, wenn er den Karren betrachtete, worauf das mit Stroh gedeckte Häuschen mit der Ueberschrift: ‚Zur schönen Aussicht‘ als Parodie einer renommirten Restauration gleichen Namens stand. So fühlte sich auch Jeder, der sich bewußt war, für Freiheit und Humanität zu glühen, freudig bewegt, wenn er auf einem großen Gefährt die Stange mit der Inschrift; ‚Emancipation der Pudel‘ stehen sah und darunter die Pudelmasken in den verschiedensten menschlichen Beschäftigungen – freilich kein Wunder, da unter dem Pudelfell lauter junge Menschlein steckten. Selbst ein Timon hätte gelacht, hätte er das Hanswursttheater passiren sehen, wo die Acteurs, die bis an den Gürtel im Bretterverschlag standen, sich um den Leib kleine fußlange Beinchen befestigt hatten und so, wenn sie diese heraushängen ließen, die possirliche Figur bildeten. Welcher Hagestolz hätte nicht geschmunzelt, wenn er die drei alten Jungfern sah, die um Beiträge zur Erweiterung des Gereonsstiftes baten, da dieses seit geraumer Zeit die vielen alten Jungfern, die es jetzt habe, nicht mehr fasse. Jeder, der in der deutschen Literatur bewandert war, mußte sich an Faust erinnern, wenn er die mit Meerkatzen, Katern, Kochlöffeln, Kesseln und Kräuterbündeln ausstaffirte Hexenküche gewahrte und zog seine Lorgnette hervor, um zu sehen, ob an dem sechseckigen, bloß mit Inschriften versehenen Kasten etwas Interessantes oder Witziges zu finden sei – ich vermuthe aber, daß er sie bald wieder in die Tasche gesteckt hat.“

Der Bonner Student Theodor Althaus im Brief an die Eltern in Detmold im Februar 1841.

Aus: Friedrich Althaus. Theodor Althaus. Ein Lebensbild.
Bonn Verlag von Emil Strauß 1888, S. 33-37

„Der gordische Knoten und seine Lösung“ war das Motto des Kölner Rosenmontagszuges 1841

Theodor Althaus. Revolutionär in Deutschland

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„Andy Warhol – Pop goes Art“

Wer Plattencover aus den Sechzigern und Siebzigern im Schrank stehen hat, kennt den Zusammenhang von Musik und Design und weiß, dass es sich zum Teil um Schätze handelt. Eine ganze Sammlung solcher Schätze hat der Kölner Kunstmäzen Ulrich Reininghaus dem Museum für angewandte Kunst Köln zur Verfügung gestellt für die Ausstellung „Andy Warhol – Pop goes Art“. Es handelt sich um die komplette Reihe schön gestalteter, zum Teil sehr bekannter, Cover mitsamt Entwürfen und Skizzen, präsentiert im Zusammenspiel mit Hörproben wie die Playlist des 1966 von Warhol produzierten und gestalteten Albums „The Velvet Underground & Nico“. Dessen Bananenmotiv diente als Vorlage für das Ausstellungsplakat. Nico ist die in Köln geborene Christa Päffgen, deren Biografie dem in der Ausstellung gezeigten Film „Nico, 1988“ zugrunde liegt.

„Wie soll ich Andy beschreiben? Er ist ein Genie. Er kann einfach alles sein – gut, schlecht, mittelmäßig, lausig, schrecklich, schockierend. Was soll ich sagen? Es ist, als betrachte man das Leben selbst.“ Dieses Zitat von Andys Mutter Julia Warhola ist in goldener Schrift an der Wand des ersten Raumes zu lesen. Und das lass ich mal so stehen. Eine sehenswerte Ausstellung in jedem Falle.

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„Bang Bang“

Es war ein Gutscheingeschenk, das etliche Monate auf Einlösung warten musste. Heute Nachmittag war es so weit. Vom Bahnhof Münster gerade mal eine Straße überqueren und schon waren wir im Varieté Theater GOP, erst an der Garderobe, dann an Tisch 88, wo schon Kaffee und Kuchen bereit standen. Pünktlich um 14 Uhr große Ankündigung aus dem Lautsprecher und eintauchen in die Showwelt der Spaßmacher, Jongleure, Artisten und Akrobaten am Kleiderständer, auf der Kiste, im Reifen und hoch oben in der Luft an Trapez, Stange und roten Bändern. Alles zu feinster Musik einschließlich dem Leitmotiv „Bang Bang shot me down“ und umrahmt von echt lustigen Comedien, schrillen Tanzgeistern und herrlichen Bühnentrotteln. Das waren zwei Stunden beste Unterhaltung.

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Anonymous for the Voiceless

Sie stehen in der Kölner Hohestraße und zeigen Videos von der Qual der „Nutztiere“, die später als Fleisch, Wurst, Käse, Sahnetorte, Eierspeisen auf den Tellern der Vorbeigehenden landen. Die Aktivisten von „Anonymous for the voiceless“ geben denjenigen eine Stimme, die sich gegen die unvorstellbaren Grausamkeiten in Geflügelfarmen und Schlachthäusern nicht wehren können.

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Caspar David Friedrich im Gasometer

Der Berg ruft“, ist der Titel der Ausstellung im Gasometer Oberhausen. Das passt, wenn man vor Caspar David Friedrichs „Wanderer über dem Nebelmeer“ steht, Original in der Hamburger Kunsthalle, hier neben Rhonegletscher und Alexander von Humboldt vor Andengipfel. „Es ist der weite Blick in die unendlich erscheinende Bergwelt, die den Wanderer bewegt“, heißt es im Informationstext.
(Oberhausen am 19. Januar 2019)

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#VeganForFuture

Wie sich der Gesichtsausdruck verändert, wenn ich sage: Du bist verantwortlich. Jedes Stück Fleisch, Wurst, Käse, Sahnekuchen, jeder Schluck Milch, jedes Ei ist eine Entscheidung für Massentierhaltung d.h. Regenwaldabholzung für Soja im Tierfutter, Güllebelastung, multiresistente Keime durch Medikamente in der Nahrungskette… „Save the Planet“, „Save our Future“, fordern unsere Kinder.

An einem Freitag im Januar in München auf dem Marienplatz #FridaysForFuture

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Jimmi Hütte

Die gezackten Felsen im Bild sind die Cirspitzen, im Sommer über einen Wanderweg erreichbar, und die zwei winzig erscheinenden Dächer zu deren Füßen oben am Hang gehören zur Jimmi Hütte. Wir befinden uns oberhalb des Grödnerjochs auf einem ziemlich schönen Stück Piste. Jimmi Abfahrt nennen wir sie, fahren hier immer wieder gerne, zu erreichen von Colfosco mit der Frara Gondel. Nach dem Ausstieg schwenkt man gleich links ein. Wir halten vor der ersten Kurve an und machen ein paar Fotos. Zu schön, das Panorama mit den Cirspitzen. Dann fahren wir bis zur Passstraße, die wir durch einen nagelneuen Tunnel unterqueren. Dann zügig bis hinunter nach Colfosco. Hier geht’s mit der Gondel ins Edelweißtal. Doch jetzt erst noch einmal Frara, nach rechts schwenken, ein paar Meter hoch und da haben wir die zwei Dächer direkt vor uns.

Einkehrschwung zur gemütlichen Pause in der Jimmi Hütte, wo wir uns im wahrsten Sinne des Wortes herzlich willkommen fühlen. Der Service kommt an den Tisch und bringt, was man möchte, für uns Kaffee und Apfelstrudel. Danach können wir noch einmal Gas geben auf der Jimmy Abfahrt, Passstraße zum Grödnerjoch unterqueren, Frara Mittelstation rechts, Restaurant Mesoles links liegen lassen, mit Gondel und Sessel zur Forcelles Piste im Edelweißtal.

Ein paar Tage später lockt uns die Jimmy Hütte auf unserem Weg von Colfosco nach Wolkenstein über Grödnerjoch und Dantercepies, also ein Stück Sella Ronda grün. Dichter Schneefall und schlechte Sicht beim Ausstieg. Das heißt, erst mal ein Päuschen mit Kaffee und Strudel. Also wieder rechts hoch zur Hütte, Skier abstellen, Schnee abklopfen, hinein in die gemütliche Tiroler Stube. Grödnertal oder zurück nach Colfosco über die Jimmi Abfahrt? Die liegt verlockend unter uns, überragt vom mächtigen Langkofel, den das alles gar nicht berührt. Er steht da, wo er immer steht, ob Sonne, Wind und Schnee. Und wir machen trotz Schneetreiben die geplante Tour nach Wolkenstein.

Walters Tracks zu den zwei Touren:
28. Januar 2019 Edelweiß, Jimmi Hütte
1. Februar 2019 Jimmi Hütte, Wolkenstein

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