Vom Deutzer Bahnhof zu „sattgrün“

Kann man schöner in eine Stadt hineingehen, als vom Deutzer Bahnhof vorbei an Triangelturm und Hyatt Hotel auf die Hohenzollernbrücke? Aus dem Grund sind wir nicht über die Brücke zum Kölner Hauptbahnhof gefahren, sondern haben den RE7 bereits am Deutzer Bahnhof verlassen. Schon an der Mauer vor der Brücke mit unzähligen Liebesschlössern haben wir das gesamte Panorama.

Stapelhäuser und Groß St. Martin am Fischmarkt

Rheinboulevard mit Gastronomie und Baumallee, Kranhäuser auf der anderen Rheinseite, Deutzer Brücke, Rheinpromenade mit schönen Häusern wie den Stapelhäuschen, Groß St. Martin und die weltschönste Kathedrale, der Kölner Dom mit den zwei unvergleichlichen Türmen zwischen dem Museum Ludwig und Hauptbahnhof. All die Schönheiten mit einem Rundblick. Vor dem Platz über der Philharmonie gehen wir die breite Treppe hinunter auf die Rheinpromenade.

Pegel am 8. August 2022 94 cm

Nach kurzem Bankpäuschen bummeln wir in Richtung Deutzer Brücke. Es ist noch nicht zu voll jetzt am späten Vormittag. Beim Fischmarkt bleiben wir stehen. Die bunten Stapelhäuschen, der Brunnen (der Fischweiber) und Groß St. Martin muss ich immer wieder fotografieren. Und wir denken an Robert Blum, im Jahre 1848 einer der fähigsten Kämpfer für Reichsverfassung und Demokratie in Deutschland, hier unten am Rhein in der Mautgasse im Jahre 1807 geboren und aufgewachsen.

Blick von der Markmanngasse zu Groß St. Martin

Mit gerade einmal vierzig Jahren wurde Robert Blum in Wien als Systemkritiker ohne Prozess hingerichtet. Ein kleines Relief an der Mauer erinnert an ihn. Weiter geht’s bis zur Deutzer Brücke, wo wir beim Pegel stehen bleiben und mal genau hinschauen. Der steht nämlich bei unglaublichen 94 cm, verdammt wenig Wasser im Rhein, mit abnehmender Tendenz bei kommenden Hitzetagen. Wenn das so weitergeht, ist erst mal Schluss mit Schifffahrt auf dem Rhein. Schon jetzt fahren die Transportschiffe mit weniger Ladung. Vom Pegel gehen wir hinauf in die Markmanngasse, auf den Heumarkt und die paar Schritte zum Alter Markt. Da gibt’s außer dem Jan-von-Werth-Denkmal, das mich jedes Mal wieder fasziniert, seit einigen Wochen ein schönes neues Ensemble, das historische Rathaus in Nachbarschaft mit dem neu erbauten roten Haus.

Das beherbergt ein Hotel, Gastronomie und Zugang zur U-Bahn Station Rathaus. Zwischen beiden Gebäuden wurde eine schöne breite Treppe fertiggestellt. Die gehen wir hinauf und dann weiter Richtung Hohestraße. Der folgen wir aber nur bis zur nächsten Einmündung, das heißt nach rechts in die Brückenstraße zu unserem Ziel an der Ecke Ludwigstraße. Auf dem schönen Platz mit dem großen Baum befindet sich das Restaurant „sattgrün“, direkt neben St. Kolumba. Und das Schöne ist: man kann sich am Buffet aus unglaublich vielfältigen Köstlichkeiten ein veganes Tellerchen selbst zusammenstellen, sich ganz gemütlich draußen an einen Tisch setzen und in aller Ruhe speisen.

„sattgrün“ in Köln
Robert Blum in Köln
Jan (von Werth) bei den Heinzeln

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