Radtour über Werne zur Marina Rünthe

Eines unserer liebsten Ziele soll es heute wieder sein, die Marina Rünthe im Datteln-Hamm-Kanal bei Bergkamen. Diesmal soll die Tour über Werne führen. Bis dahin nehmen wir den bekannten Weg über Kornmersch, nach der Radbodstraße rechts der Lippe bis zur weißen Brücke und von dort über Mitteldamm und entlang des alten Gersteinwerkes bis zum Naturschutzgebiet Tibaum.

Werne an der Lippe

Die Lippe mäandriert rechts von uns schön durch die Landschaft, der Weg am Kanal hingegen führt schnurrgerade bis zum Werner Naturschutzgebiet Lippeauen. Nach Fotostopp auf der Brücke über die Lippe nehmen wir den Weg rechts der Lippe und befahren eine für uns neue Route, den sogenannten Zechenradweg bis zum Grenzstein „Schnadegang“ oberhalb der Lippe, einer neu gestalteten Gedenkstätte für die uralte Grenze zwischen den Städten Werne und Bergkamen.

Marina Rünthe von der Brücke über den Datteln-Hamm-Kanal

Zur Marina Rünthe sind es nur noch ein paar Kilometer, wo schon eine Bank zum Picknick aus Hupfelds Fahrradtaschen bereit steht. Zurück radeln wir dann rechts vom Datteln-Hamm-Kanal bis zu den weißen Brücken, die von Herringen nach Radbod führen und weiter den Nienbrügger Weg, nach Überqerung der Radbodstraße auf den Flügeldeich durch die Lippeauen bei Borgstätte und schließlich über die Kornmersch bis zur Sonnenterrasse im Hamm Nordener Garten.

Walters Track zur Marina Rünthe am 13. Mai 2021

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Radtour von Hamm nach Unna

Perfektes Ausflugswetter lockt uns an diesem zweiten Sonntag im Mai auf das Fahrrad. Unser heutiges Ziel ist Unna. Da waren wir zwar schon zu Konzerten im Kühlschiff und zum Besuch der grandiosen Lichtinstallationen, heute wollen wir jedoch zum ersten Mal per Fahrrad den Ort erleben. Ist zwar ein bisschen weiter als unsere sonstigen Ziele, mit reichlich Proviant für Pausen jedoch kein Problem.

Über Kornmersch und Flügeldeich geht’s über die Radbodstraße zum Nienbrügger Weg, der uns zu den weißen Brücken von Radbod nach Herringen führt. Die überqueren wir beide und gelangen in den ZechenErinnerungWeg zu Füßen des Haldenzeichens von Schacht Franz. Nach Durchquerung des Lippeparks überqueren wir die Dortmunder Straße, erreichen den Stadtteil Herringen mit schönem Marktplatz und Kirche.

Später lockt ein zitronengelbes Rapsfeld mit dem Hammerturm der ehemaligen Zeche Heinrich Robert im Hintergrund zum Fotostopp. Das benachbarte Pelkum lassen wir links liegen und machen einen Abstecher mit Umfahrung der Halde Sundern zu den Teichen des Selbachparks, wo wir genau vor einem Jahr zuschauen konnten, wie Mama und Papa Schwan ihren putzigen Kleinen an Land krabbeln und zurück ins Wasser plumpsen beibrachten.

Heute keine Schwanenfamilie, trotzdem schön hier mit Fontäne und Wasserspringerskulptur. Auf der weiteren Tour durch Felder, Dörfchen und Waldstücken, zum Beispiel Kamen-Heeren, können wir noch weitere üppiggelbe Rapsfelder bewundern. Das ist der Mai. In der Nähe des Kamener Kreuz überqueren wir die Autobahn und erreichen bald einige Highlights in Unna-Königsborn wie die Durchquerung des Kurparks mit uralten Bäumen und Stopp an Kirche und alter Mühle.

Von hier aus sind’s einige hundert Meter zum Zentrum von Unna, wo wir nun dringend einen Picknickplatz suchen und meinen, rund um die Kirche wäre wohl so was zu finden. Und so ist es auch. Plötzlich schauen wir hinunter auf eine Bank, rund um einen dicken Baumstamm gebaut, direkt neben der Kirche, mitten in der Altstadt. Die nehmen wir. Nach der Stärkung schauen wir uns noch den Marktplatz an, groß und schön.

Dann geht’s unter der Bahnlinie am Bahnhof hindurch nach ein paar Straßen zum bekannten und sichtlich beliebten Alleenradweg zur zweiten Pause am uns auch bekannten alten Bahnhof Lennigsen. Mit Rückenwind fliegen wir durch die Felder über Flierich, Osterbönen, Lohauserholz in die Hammer City, über die Fahrrad Promenade, Schweinemersch und Kornmersch zu Hupfelds Bistro im Hammer Norden.

Walters Track zur Radtour nach Unna am 9. Mai 2021

Radtour zum Selbachpark am 9. Mai 2020

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Mit der „Lupia“ über die Lippe

Seit dem Jahre 2013 kann man die Lippe beim Schloss Oberwerries in Hamm mit einer Fähre überqueren. Es handelt sich um eine kleine schwimmende Plattform mit Geländer, zwei Toren, einem Befestigungsseil und einer Kette, mit deren Hilfe man sich selbst auf das andere Ufer ziehen kann, zu Zeiten von Corona allerdings nur zwei Personen gleichzeitig. Auch Fahrräder kann man auf der „Lupia“ gut transportieren.

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750 Jahre Burg Vischering

Im Jahre 1271 erstmalig urkundlich erwähnt, wird die schöne Wasserburg Vischering in diesem Sommer Schauplatz einer 750-Jahr-Feier. Wir Besucher müssen uns zurzeit vorbei an Baustellen rund um Gebäude und Gräfte herumhangeln, bevor wir im Gelände bummeln und bei Bankpäuschen das historische Bauwerk bewundern können. Für das Festprogramm wird alles fein gemacht.

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Werne und Tibaum

Sonnenschein, milde Temperaturen, jedoch starker Wind, das heißt Gegenwind auf den Straßen über den Killwinkel und vor allem in den Feldern von Barsen und Oberholsen bis in die Altstadt des beschaulich ruhigen Lippestädtchens Werne. Auf dem Marktplatz zu Füßen des historischen Rathauses können wir dann eine ausgiebige Picknickpause machen. Und wir können sogar noch einen Einkauf anhängen.

In unmittelbarer Nähe in der Fußgängerzone gibt es einen Bioladen mit großzügigem Gemüse- und Obststand draußen. Da decken wir uns doch mal ein. Auf dem Rückweg kann der Wind uns nichts mehr anhaben. Er schiebt uns regelrecht durch das Tibaum Naturschutzgebiet entlang der Lippe bis an den Kanal und in Herringen über die weiße Brücke bis zur Radbodstraße, Nienbrügger Deich und Kornmersch.

Walters Track zur Radtour nach Werne am 29. März 2021

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Geisterrad in der Hammer City

Am 4. März 2021 Mittags gegen 12:50 Uhr befuhr Ismail mit dem Fahrrad den Überweg in der Neuen Bahnhofstraße vor dem Gustav-Lübcke-Museum in Hamm in Richtung Hauptbahnhof. Die Ampel zeigte grün. Doch kurz bevor er die andere Straßenseite erreicht hatte, erwischte ihn ein Auto, das von der Friedrichstraße nach links in die Neue Bahnhofstraße abbog. Auch dort gab die Ampel grünes Licht.

Die Fahrerin hatte wohl das Blinklicht übersehen. Ismail knallte auf die Straße und wurde schwer verletzt im Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Einige Tage später starb er an den Folgen des Unfalls. Ismail war im Jahre 2015 aus Syrien nach Deutschland gekommen und war Auszubildender in einer Einrichtung der Stadt Hamm. Er war 29 Jahre alt. Mitglieder des ADFC Hamm hatten zu einer Gedenkveranstaltung für den tödlich verunglückten Radfahrer aufgerufen. Etwa 60 Menschen waren am 19. März zur Unfallstelle gekommen, um ihre Betroffenheit und ihr Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen, darunter trauernde Verwandte, Freunde und Kollegen von Ismail.

Das sei seit längerer Zeit der erste tödlich verunglückte Radfahrer im Straßenverkehr in Hamm, sagte Walter Hupfeld vom ADFC in seiner kurzen Ansprache und erinnerte an das Ziel von VisionZero: keine Schwerverletzten und Toten im Straßenverkehr. Besonders zu schützen seien Fußgänger und Radfahrer, die weder Knautschzone noch Airbags oder Sicherheitsgurte haben. Ein besseres Verkehrssystem müsse Abhilfe schaffen.

Anzustreben sei eine deutliche Reduzierung des motorisierten Individualverkehr sowie viel mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer im Straßenraum, das heißt zum Beispiel breitere und gut geschützte Radwege. Die Straße gehört allen Verkehrsteilnehmern. Warum nicht viel mehr Tempo 30 Zonen in der City sowie besser angepasste Ampelschaltungen? Warum müssen zum Beispiel Autofahrer und Fußgänger/Radfahrer an Überwegen gleichzeitig grünes Licht bekommen?

Im Fall von Ismail war das tödlich. Muss denn immer erst etwas Schlimmes passieren, ehe Verantwortliche handeln? Anschließend wurde ein weiß angestrichenes Geisterrad als Mahnmal an der Unfallstelle installiert. Die Anwesenden versammelten sich auf der Straße, um in einer Schweigeminute des so tragisch ums Leben gekommenen jungen Mannes zu gedenken.

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Fahrraddemo zum Globalen Klimastreik

Am 19. März 2021 war es wieder so weit: Globaler Klimastreik. Auch die Hammer Gruppe Fridays for Future war wieder dabei, mit Abstand, Maske und Fahrrad. Um 15 Uhr ging es am Hammer Haupbahnhof los und es waren viele gekommen, Alte, Junge und Kinder mit Banner wie „Wir wollen eine Zukunft“, „Wir streiken, bis ihr handelt“ und „Hambacher Forst bleibt! Kohleausstieg jetzt!“

Mehr als zwei Jahre sind vergangen, seitdem die junge Schwedin Greta Thunberg, anstatt in die Schule zu gehen, sich in Stockholm vor das Regierungsgebäude gesetzt hat mit dem Schild „Streiken für das Klima“. Eine weltweite Jugendbewegung ist daraus geworden. Die jungen Menschen sehen schwarz für ihre Zukunft. Und was haben sie mit ihren Aktionen erreicht?

Aufmerksamkeit in jedem Falle, aber ansonsten? Halbherzig werde die Klimakrise in der Politik angegangen, viel geredet und wenig gemacht. „Nicht reden, handeln!“ steht auf einem der Kartons, die auf den Rädern befestigt werden und dann während einer Rundfahrt durch die Hammer City zu den dort ansässigen Parteibüros in der Oststraße und im Martin-Luther-Viertel gebracht werden.

Was in den Kartons drin ist? Nix. Das ist die Botschaft an die Verantwortlichen der Hammer Kommunalpolitik, zusammen mit einer schriftlichen Resolution: „Der Wald stirbt. Die Böden trocknen aus. Das Wetter fährt Achterbahn. Das ist eine Welt in der Klimakrise und unsere Lebensrealität im Jahr 2021 – das Jahr, in dem in Deutschland der Bundestag und damit eine Bundesregierung gewählt wird.“

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Hammer historischer Hafenkran

Der historische Kran steht an der Hafenstraße direkt westlich der Bahnlinie am südlichen Ufer des Datteln-Hamm-Kanals. Gebaut wurde er von der Firma MAN im Jahre 1939, am Hammer Osthafen aufgestellt und diente bis zum Jahre 1995 zum Befüllen eines Speichergebäudes. Der Speicher wurde inzwischen abgerissen, der Kran jedoch vor dem Abbau bewahrt und ist uns als Industriedenkmal erhalten.

Im Jahre 2010 wurde er als „5-t-Portaldrehkran“ im Osthafen“ in die Denkmalliste der Stadt Hamm aufgenommen (Info HammWiki). Vor einigen Wochen präsentierte er sich plötzlich als Objekt Hammer Verpackungskunst. Der historische Kran war eingerüstet und eingepackt für Restaurationsarbeiten, die den ganzen Tag über unter der Folie selbst über Lippe und Kanal hinweg zu hören waren.

Zum Abschluss der Aktion sollte der Kran von einem Hammer Architekten illuminiert werden, was durch die weiße Folie hindurch einen schönen Effekt geben sollte. Allerdings kam da Sturm Klaus in die Quere. Der wehte den größten Teil der Folie einfach weg, ließ jedoch das Gerüst stehen. Die Illuminierung findet nun trotzdem statt. Hafenkran samt Gerüst erstrahlen in der Dunkelheit.

Abend für Abend können wir Hammer und Durchfahrende zurzeit die Lichtshow bestaunen und von der Eisenbahnbrücke in westlicher Richtung das Objekt in ständig wechselnden Farben von Blau über Lila, Grün und Rot anschauen und fotografieren. Zumindest so lange, bis das Gerüst abgebaut wird und das Hafendenkmal frühlingsfrisch zum Bummeln an der Hammer Hafenkante einlädt.

Hammer Hafenkran im Juli 2020

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Köln-Mülheim am sonnigen Sonntag

Zwischen Coronaregeln, Lockdown und Sonnenschein ist es schön, wenn man in Köln-Mülheim nur ein paar hundert Meter vom Rhein entfernt wohnt. Dorthin gehen, wo vor ein paar Wochen noch das Hochwasser die Promenade und angrenzende Wiese bei der Mülheimer Brücke überschwemmte. Wieder ein paar hundert Meter weiter flussaufwärts sehen wir durch die Katzenbuckelbrücke hindurch das Kölner Wahrzeichen.

„Köln ist, wo der Dom ist“, sagte die Moderatorin auf der großen Hafenrundfahrt. Von der Brücke aus schauen wir in den Mülheimer Hafen und auf der anderen Seite stehen wir direkt am steinigen Ufer des schönen Stroms. Im Schatten der Bäume gehen wir bis zur Zoobrücke und dann über den Auenweg zurück zur Mülheimer Brücke.

Sonntagsgängelchen am 7. März 2021

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„Die Pest“ von Albert Camus

Stadt im Ausnahmezustand, Atmosphäre von ständiger Bedrohung und Angst, Menschen in Isolation und kalte Körper in Leichensäcken. Szenario des Romans „Die Pest“ von Albert Camus aus dem Jahre 1947. Da sind die verschiedenen Reaktionen auf die Epidemie, von Verschwörungsunsinn eines Paters über skrupelloser Geldgier eines Menschenschleppers bis zum besonnen verantwortlichen Handeln des Arztes Dr. Bernard Rieux, dessen menschliches Umfeld von Anstand und Solidarität geprägt ist. Die Epidemie wird besiegt, das Pestbazillus wird jedoch bleiben, heißt es zum Schluss.

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