„Mein Name ist Mensch“

Das Schauspielmusical „Rio Reiser – Mein Name ist Mensch“ wird zurzeit gespielt in der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater. Der Titel geht zurück auf einen Song der Gruppe „Ton, Steine, Scherben“, deren Mitgründer und Frontmann der früh verstorbene Musiker Rio Reiser war. Sein Leben einschließlich poetischer Tagebucheintragungen wird auf der Schauspielbühne inszeniert.

Da geht es um die politischen Diskussionen in den Siebzigern mit Wohngemeinschaften, Hausbesetzungen, Rudi Dutschke, Kapitalismuskritik und Rebellion. Es ist eine Musikerexistenz im Konflikt zwischen Bandleben und Individuum, zwischen Anpassung und kreativer Freiheit einschließlich der Gefahr von zerstörenden Abhängigkeiten und mangelnder Erfahrung im Umgang mit Geld, woran die Band schließlich scheitert.

Überzeugend inszeniert, choreographiert und musikalisch getragen wird das Musical von richtig guten Musikern an Mikrophon und Instrumenten. Da kommen die Stücke schön rockig rüber, von „Macht kaputt, was euch kaputt macht“, „Alles Lüge“, „Keine Macht für Niemand“, „König von Deutschland“ bis zum „Junimond“. Die unterhaltsamen Stunden im Gedenken an den großartigen Rio Reiser empfehle ich gerne.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Berlingeschichten, Rock und Pop abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.