Babelsberger Schlosspark

Zwei bedeutende Gartenkünstler haben den Babelsberger Landschaftspark gestaltet, lese ich auf der Informationstafel am Eingangstor. Im Jahre 1833 habe Peter Joseph Lenné begonnen und 1843 Herrmann Fürst von Pückler-Muskau den englischen Park vollendet. Mittelpunkt ist das Schloss Babelsberg, in den Jahren 1834 bis 1849 erbaut, das dem späteren Kaiser Wilhelm I. als Sommerresidenz diente.

Der ließ einige Jahre später den Flatowturm nach dem Vorbild des Eschenheimer Torturms bauen. Den ereichen wir nach ein paar hundert Meter wandern auf den schönen Parkwegen. Einen schönen Blick auf den Park, Potsdam und den tiefer liegenden See haben wir von hier oben. Beim Weitergehen in Richtung Schloss entdecken wir ein kleines rotes Gebäude, das wir uns mal näher ansehen.

Es ist die Berliner Gerichtslaube aus dem Jahre 1270 gebaut. 1861 musste sie dem Gebäude des roten Rathauses weichen, wurde sorgfältig abgetragen und als Geschenk an Wilhelm I. hier im Park Babelsberg wieder aufgebaut. Das lese ich auf der bronzenen Tafel am Gebäude. Auch von hier oben gibt’s einen schönen Blick auf Potsdam und hinunter zum Gewässer. Und ein bisschen weiter geblickt, erkennen wir eine Brücke.

Es ist die Glienicker Brücke über die Havel, die Berlin mit Potsdam verbindet. Vor der Wende verlief die Grenze mitten darüber, das heißt bis zum Jahre 1989 war an dieser Stelle von Berlin aus gesehen die BRD zu Ende. Wir erreichen das Schloss mit den schönen Gebäuden und umliegender Gartenanlage und suchen in der Mittagshitze erst einmal schattige Abkühlung und Erfrischung.

Die finden wir an einem Kiosk auf dem Gelände am Schloss. Danach wandern wir hinunter an den See, lassen aber das kleine Schloss links liegen, denn eigentlich wäre im See baden angesagt. Das machen viele Menschen auch. Doch darauf sind wir gar nicht vorbereitet. So zieht es uns auf schnellsten Wege zurück zur S-Bahn-Station in Babelsberg.
Park Babelsberg am 4. Juli 2022

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