Sa 11. Juli Unser erstes Ziel auf dem Weg in die Bretagne ist die Stadt Arras. Gegen Mittag erreichen wir das Hotel Moderne, können direkt vor dem Eingang parken und auch einchecken. Später bummeln wir über Gand Place und Place des Héros zur Ehre der Widerstandskämpfer gegen die deutsche Besatzung im 2. Weltkrieg, zünden ein Friedenslicht in der Église de Saint Jean Babtiste an und essen bei „taobento“.
So 12. Juli Erster Stopp auf dem Weg nach Amien sind die Nécropole Nationale de Serre-Hébuterne in Beaumont-Hamel und weitere Grabfelder von Französischen und Kanadischen Kriegstoten der Schlacht an der Somme im ersten Weltkrieg. Zweiter Halt ist ein Ladestopp in der Tiefgarage bei der Kathedrale Notre-Dame d’Amiens, als Meisterwerk der Hochgotik Modell für den Kölner Dom und UNESCO Weltkulturerbe.
Am frühen Nachmittag erreichen wir Étretat an der Atlantikküste. Was sich so harmlos anhört, entpuppt sich als wahres Touristenspektakel mit abgesperrter Altstadt. Das bedeutet, ein paar kurvige Runden in diesem überfüllten Örtchen mit engen Gassen und Steigungen, bis wir einen der Absperrmänner überzeugen können, dass er uns zum gebuchten Hotel des Falaises fahren lässt.
Wir checken ein und parken gegen Gebühr das Auto einige hundert Meter entfernt in einer Garage. Beim Rückweg entdecken wir eine geöffnete Creperie und den Strand, nur wenige Meter vom Hotel entfernt. Später! Jetzt erst mal nach kurzem Chillen Crepes mit fromage, Salat und Cidre bei „Le Lann Bihoué“. Strand samt Promenade ist ein Knaller, links der Felsvorsprung la port d’Aval, rechts weiße Klippen, beides im Jahre 1885 vom berühmten Claude Monet gemalt.
Mo 13. Juli Den Ladestopp in Honfleur nutzen wir für einen Rundgang am Vieux Bassin und in den historischen Gassen dieses malerischen Ortes. Weniger malerisch ist es beim nächsten Stopp am Strand von Arromanches-Les-Bains. Hier wurden nach dem D-Day am 6. Juni 1944 viele Tonnen Materialen und Kriegsfahrzeuge von alliierten Truppen an Land gebracht.
Über 100.000 Soldaten hatten die Küste in der Normandie erreicht, tausende kamen dabei an der Omaha Beach ums Leben, viele wurden verwundet, weitere vermisst, wahrscheinlich ertrunken. In Colleville-sur-Mer befindet sich die große Gedenkstätte „Normandy Amnerican Cemetery and Memorial“. Fast 10.000 weiße Marmorkreuze erinnern an die Toten dieser beispiellosen Militäraktion.
Mit den Bildern von der alliierten Invasion im Kopf und dem Gedanken daran, dass Soldaten aus Amerika, England, Kanada, Frankreich, Polen und weiteren Ländern uns den Arsch vor den Nationalsozialisten gerettet haben, erreichen wir unser Hotel „Le Castel“. Die Kathedrale gibt’s nur noch von außen, doch bei Liao in der Nähe lecker asiatisch mit Sommerrollen, Reisnudeln, Gemüse und Dessert.
Di 14. Juli Es ist schon Mittag, als wir uns zusammen mit vielen anderen die enge Gasse zwischen historischen Häuschen auf den Klosterberg Mont-Saint-Michel hinaufschieben, rechts und links Läden mit Fashion, Souvenir, Gastronomie, ab und zu ein Blick tief hinunter auf das Wattenmeer. Ganz oben im Klosterbereich mit Reflektorium und Kathedrale setzen wir uns auf eine Bank und lassen das UNESCO Welterbe in Ruhe auf uns wirken.
Die gut 2 Kilometer lange Wanderung zurück zum Auto in der Nachmittagshitze ist schweißtreibend. Da freuen wir uns doch über die frische Brandungsbrise auf der Promenade am Plage de Rochebonne direkt bei unserem Hotel Ar Iniz in Saint Malo. Abendessen gibt’s in der Pizzeria Rotonde einige Straßen weiter, vegetarische Pizza, lecker gebackenen Camenbert, Tiramisu und Schokomousse.
Mi 15. Juli Heute wandern wir auf der Promenade, rechts der Atlantik, links viele Hotels, zur historischen Altstadt von Saint Malo. Nach einigen Kilometern gehen wir durch „La porte de Saint Vincent“ hinein in die von mächtigen Festungsanlagen gesicherte Altstadt. Beim Bummel auf der Stadtmauer haben wir Blicke auf den Strand direkt an der Mauer, den Hafen und in die Gassen. Nach Besuch der Kathedrale Saint Vincent und süßer Creperie zieht es uns zurück zum Hotel.
Nach Chillpause machen wir uns wieder auf den Weg, diesmal per Auto. Nach einer halben Stunde Fahrt erreichen wir das mittelalterliche Städtchen Dinan, ebenfalls mit Festungsanlage und Chateau. Wir bummeln zwischen historischen Fachwerkhäusern durch die Gassen und schauen, wo wir vor 19 Uhr zum Essen einkehren können. Asiatisch macht’s möglich. Danach gibt’s Schokomuffin und Cookie in der Patisserie.
Do 16. Juli Wir verlassen San Malo und fahren direkt auf die spektakuläre Landzunge Cap Frehel. Hier gibt’s wenig zu sagen, aber viel zu staunen. Alle paar Meter ein neues Bild, neues Panorama von schroffen Felsspitzen, Heidelandschaft, Leuchtturm, Klippen und Abgründen, immer umgeben vom unendlich blauen Ozean. Auf der Weiterfahrt kehren wir ein zur süßen Pause in der Creperie L’Escale im quirligen Hafenstädtchen Paimpol.
Gegen Mittag erreichen wir den großen Parkplatz am Port de Plaisance in Perros-Guirec, mit Ladesäulen. Am Hafen befindet sich auch das Le Nautica Hotel, Zimmer mit Hafenpanorama. Irgendwann laufen wir los, was zu essen finden. Oben im Zentrum öffnen Restaurants doch erst um 19 Uhr, also weiter wandern, schließlich zurück zum Hafen. In der Creperie Les Vieux Greemants gibt’s Crepes mit Champignons und Emmentaler.
Fr 17. Juli Schöne Ziele in der Nähe finden ist heute das Motto. Wir laden das Auto und fahren los, direkt an den Strand von Saint Michel en Greve, in das schöne Städtchen Locquirec mit Kirche, kleinem Hafen und Strand und Fotomotiv bei Plougasnou. Ein paar Kilometer nördlich besuchen wir „Grand Cairn von Barnenez“, eine Grabstätte aus der Jungsteinzeit, monumentales Gebilde aus Steinen mit Grabkammern und Gängen.
In der etwas größeren Stadt Morlaix wollen wir einkehren, kommen aber gerade zum Beginn der Mittagspause von Creperien und Brasserien. Schließlich finden wir in der Nähe von Kirche und mächtigem Viadukt lecker Mittagessen in einem indischen Restaurant. Zurück in Perros-Guirec erleben wir noch ein Stündchen Livemusik am Port de Plaisance, Bob Dylan, Bruce Springsteen und feinen Blues.
Sa 18. Juli Auf dem Weg zur Halbinsel Crozon halten wir kurz an bei einer Epicery für Käse und Wein in Le Faou, schöner Ort am gleichnamigen Fluss mit steinerner Brücke und hohem Kirchturm. Auf der D791 fahren wir weiter, überqueren ein Gewässer spektakulär über die „Pont de Térémez“ und erreichen unser Hotel de la Plage am Strand von Morgat auf der Halbinsel Crozon. Hier gibt es einiges zu sehen und zu erleben.
Vom Parkplatz beim „Pointe de Dinan“ wandern wir durch Heidelandschaft zwischen Gestein und Felsen zum „Chateau de Dinan“, das so heißt, weil die Felsformation mit Felsentor an eine Burgruine mit Zugbrücke erinnert. Zurück in Morgat bekommen wir Crepes mit Ei, Käse, Salat in der Creperie La Bolée direkt neben unserem Hotel, bevor wir an Strand und Hafen diesen Tag ausklingen lassen.
So 19. Juli Nicht weit von Morgat entfernt, befindet sich der Pointe de Pen-Hir, ein spektakuläres felsiges Kap südlich der Hafenstadt Camaret-sur-Mer. Wie gestern gibt’s vom Parkplatz aus wieder einige hundert Meter durch Heidelandschaft zu wandern bis zu den hohen Klippen, die steil aus dem Atlantik herausragen. Besser nicht zu nah an die Abgründe wagen! Schwindelalarm!
Am selben Küstenabschnitt befinden sich Überreste des ehenaligen Atlantikwalls mit Mauern und Betonbunkern, ab 1942 angelegt von Nazis aus Deutschland. In schweren Kämpfen wurde die Halbinsel Crozon von alliierten Truppen nach dem D-Day 1944 befreit, dabei tausende bretonische Widerstandskämpfer. So ein wichtiger Gedenkort, dieses „Musée mémorial de la bataille d’Atlantique“!
In Camaret-sur-Mer finden wir einen Parkplatz in der Nähe des schmalen Streifens Le Sillon mit Chapelle Notre-Dame-de-Rocamadour, Tour Vauban und dem Schiffsfriedhof mit ausgedienten hölzernen Fischerbooten, die als Fotomotiv vor sich hinrotten. Gegenüber haben wir einen schönen Blick auf den Ort, zu dem wir dann hinwandern. Auf der Rückfahrt entdecken wir noch das Megalithenfeld Lagatjar, das wir uns auch noch ansehen, reicht für heute.
Mo 20. Juli Wir verabschieden uns vom Hotel de la Plage Morgat, fahren mit kurzer Pause am Strand von Saint Nic nach Locronan, eins der schönsten Dörfer Frankreichs mit großer Kirche, historischen Gebäuden, La maison du Poète, keltischem Buchladen und schönen Hortensien. In der Nähe von Quimper laden wir das Auto und schauen uns auch die Stadt mit historischen Fachwerkhäusern und Kathedrale an.
Das Hotel de France & d’Europe in Concarneau hält, was der Name verspricht, wir fühlen uns gleich wohl in dem Haus. Historische Attraktion der Stadt ist die Ville Close im Hafenbecken, eine komplett von begehbaren Festungsmauern umgebene Altstadt mit entsprechend viel Trubel und Gastronomie. Crepe mit Käse und Salat wird’s mal wieder und später Eis im cornet. Nach Verlassen der Ville Close und Bummel an Granitbrocken, von der Brandung blankgeleckt, lockt das Hotelzimmer.
Di 21. Juli Nach sensationellem Frühstück im Hotel de France & d’Europe bewegen wir uns auf den letzten Ort unserer Bretagnereise am Meer zu. Die Halbinsel Quiberon ist heute unser Ziel. Vorher Stopp im Künstlerstädtchen Pont Aven schlendern, heute 400 m Markt am Flüsschen l’Aven, dann Fotostopp mit grünem Leuchtturm in Clohars-Carnoet, Kirche mit schönen bunten Fenstern in Port-Louis und am Megalithenfeld Erdeven.
Am späten Nachmittag erreichen wir das Hotel Ibis Styles in Quiberon. Auto laden und Pizza gibt’s bei Lidl, einem großen, schön klimatisierten Supermarkt und der Rest des Abends gehört der Cote Sauvage, die mit steilen Granitklippen, Felsformationen, Stränden mit Atlantikbrandung uns alle landschaftlichen Highlights nochmal erleben lässt, die wir bisher an der bretonischen Küste gesehen haben.
Mi 22. Juli Die erste Etappe unserer Rückreise führt zu den Steinfeldern in Carnac, der weltgrößten Megalithen-Anlage mit tausenden von diesen Kollossen. Die Anordnung könnte auf Mond- und Sonnenwende oder auf Orientierungshilfe für Saat und Ernte hinweisen. Auf dem weiteren Weg liegt die Stadt Josselin, deren über Stadt und Fluss thronende Schlossnalage uns einen Besuch wert ist.
Beim Mercure Hotel in Rennes können wir direkt einchecken und auf dem Hof das Auto laden. Die Hauptstadt der Bretagne hält einige Sehenswürdigkeiten bereit. Da ist die Kathedrale, neben der gerade ein schönes Karussell aufgebaut ist, historische Fachwerkhäuser und das Kaufhaus Lafayette. Auf einem ruhigen Schattenplatz in der City bekommen wir Crepes mit drei Käsesorten, Salat und kühlen Cidre.
Do 23. Juli Angenehm ruhiges Frühstücksbuffet bei Mercure, Rennes verlassen und in der Nähe von Caen bei Ionity laden. Am frühen Nachmittag erreichen wir das Ibis Hotel in Rouen. Was für eine schöne mittelalterliche Altstadt mit Kathedrale Notre-Dame, Jeanne d’Arc gewidmeter Kirche, historischen Ecken und Fachwerkäusern! Da kann man bummeln und staunen. Essen? Together Asia Fusion Food.
Fr 24. Juli Heimfahrt. Wir laden bei Ibis Budget in Rouen Nord und ab auf die Autobahn. Da kommen wir gut voran, laden noch mal in Jemeppe-sur-Sambre, Belgien, erreichen in einigen Stunden das Schanzenviertel Köln-Mülheim zum asiatisch essen bei „Shi – The Pleasure of Asia Cuisine – Köln“ und kommen nach einer Reise voller guter Eindrücke gegen Abend zu Hause an.
Mit dem E-Auto in der Bretagne vom 11. bis 24. Juli 2026