Das Futurium in Berlin ist eines der spannendsten Ausflugsziele der Stadt für alle, die sich für die Welt von morgen interessieren. Es liegt direkt am Spreebogen nahe dem Hauptbahnhof, gegenüber dem Regierungsviertel und versteht sich als „Haus der Zukünfte“. Dementsprechend sind Ausstellungen und Installationen einzuordnen. „Wie wollen wir leben?“ heißt die wichtige Frage.
Um die drehen sich die Präsentationen der einzelnen Bereiche. Auffällig ist die Sonderausstellung „Ocean Futures“ im Obergeschoss mit einer großen vom phillipinischen Künstler Leeroy New geschaffenen Installation in Blau, komplett aus Recycling-Materialien wie Wasserkanistern, Plastikflaschen und Naturfasern. Da ist die Frage, wie sich das Leben einer Fischerfamilie in Manila und einer in Schleswig-Holstein mit den Jahren verändert hat.
Durch Plastikmüll im Meer ist der Fischfang in Manila extrem beeinträchtigt sowie in Schleswig-Holstein vor allem durch Algenplage wegen Überdüngung. Beide sind hart getroffen mit Maßnahmen bei steigendem Meeresspiegel durch Erderwärmung, wie Küsten- und Hochwasserschutz. Aus dieser globalen Verschmutzung der Ozeane ergibt sich die Aufgabe, gemeinsam mehr für den Schutz des Systems zu tun.
Ein interessanter Aspekt fügt sich da an, wenn es im Bereich „Denkraum Mensch“ um die schöne Vision „Grenzenlose Bewegungen“ geht. Jeder kann reisen, wohin er will, sich aufhalten und leben, wo er will. Etwas beklemmend dagegen der Gedanke an „Ikonen des Konsums“. Auto, Smartphone, Sneaker gehören zu unserem Leben. Oder nicht? Wie wollen und werden wir in Zukunft leben, uns fortbewegen, arbeiten? Im „Haus der Zukünfte“ bekommen wir Denkanregungen.
Futurium Berlin am 16. März 2026