Sella Ronda 2019

Rund um das gewaltige Sellamassiv führt eine Skiroute im Auf und Ab von Liftanlagen und Pisten durch die Täler Gröden, Alta Badia, Arabba, Fassa und über die Pässe Campolongo, Passo Pordoi, Sella, Grödnerjoch. Die Tour ist wahlweise mit oder gegen den Uhrzeigersinn befahrbar, fordert sichere skifahrerische Kompetenzen für rote Pisten, gute Kondition und wenn möglich blauen Himmel und Sonnenschein. Den haben wir an diesem Dienstag, als wir uns für den Uhrzeigersinn entscheiden, d.h. Hinweisschilder sind gut sichtbar an allen Entscheidungspunkten in orangener Farbe gestaltet. In Colfosco beginnen wir an der Gondelbahn Borest, die uns hinunter nach Corvara und direkt zum Einstieg in die Boé Gondel bringt. Hier ist richtig viel los, aber es geht zügig und oben lässt das Panorama von Bergketten und Gipfeln in Rundumsicht erst einmal innehalten. Dann geht’s hinunter die oben dunkelrote Boépiste bis zur Kurve, wo ein Stück Ziehweg beginnt. Auch hier erst einmal innehalten, noch mal hochschauen auf die Bergstation und hinunter Richtung Campolongo. Auf der unteren Strecke ist wieder viel los und erst recht am Sessel, der uns hochbringt zur Kaiserhütte auf dem Plateau Bec de Roces. Hier beginnt die oben rote und unten blaue Abfahrt in das nächste Tal.

Im Arabba Fly Sessel schweben wir über den kleinen Ort hinweg, steigen aus und nach wenigen Schwüngelchen sitzen wir in der Gondel zur weiteren Strecke der Sella Ronda Orange. Ein paar Kurven, dann heißt es wieder: innehalten und staunen. Rechts liegt das gesamte Panorama des Sella Massivs mit seinem herausragenden Gipfel des Piz Boé schneeweiß im Sonnenschein. Beim Rückblick schauen wir hinauf zur schwarz gezackten Porta Vescovo, nach der auch diese rote Eins benannt ist. Die lange Vescovopiste fahren wir hinunter bis zur Fedom Gondel an der Pordoi Passstraße. Die bringt uns hinauf zum Pass Pordoi, jeder Meter oben, unten, rechts, links landschaftlich ein Traum. Beim Hinauffahren sehen wir schon links unten im Tal unseren nächsten Aufstieg.

Es ist der Lezuo Sessel hinauf zum Belvedere von Canazei. Belvedere trifft es am Sass Bece voll. Unmöglich, hier nicht wenigstens einen Moment zu verweilen und in der wunderbar weiten Kulisse der schneebedeckten Gipfel den Langkofel mit seinem kleinen Bruder Plattkofel zu bewundern. Doch wir wollen ja noch weiter, haben hier vielleicht die Hälfte der Strecke geschafft und fahren zügig teils rote teils blaue Piste hinunter zu Pian Frataces. Zum Aufstieg Lupo Bianco müssen wir ein bisschen den Hang hoch schieben und schließlich die Skier tragen, können zügig einsteigen und lassen bei der Bergfahrt den bemerkenswerten dicken Hügel Col Rodella links liegen. Von oben führt eine kurze Abfahrt zum Sessel, dann über große Bodenwellen schussartig hinunter auf den Sellapass, direkt zum Eingang des Restaurants „Passo Sella“. Einkehrschwung sozusagen. Nach Käffchen und Apfelstrudel im Sellahaus beginnt mit kurzer Sesselunterbrechung die lange Abfahrt bis hinunter nach Wolkenstein in Gröden, wo wir nach Straßenüberquerung und Treppe den Sechsersessel nehmen, um dann hinunterzufahren zur Gondel Dantercepies, dem letzten Aufstieg für unsere heutige Runde. Denn von dort geht’s ohne Unterbrechung hinunter nach Colfosco.

Der nächste Tag ist wettermäßig wechselhaft. Wir machen uns trotzdem auf zur Sellaronda entgegen dem Uhrzeigersinn, grüne Markierungen. In Colfosco geht’s los mit der Gondel „Frara“ hoch bis zur Jimmy Hütte unterhalb der Cirspitzen. Nach kurzer Abfahrt nehmen wir den Sessel Val Setus. Der bringt uns zur Abfahrt hinunter zum Grödnerjoch. Mit weiterem Sessel fahren wir hinauf zum Einstieg in die lange Abfahrt Dantercepies bis nach Wolkenstein, wo wir nach kurzer Durchfahrt zwischen Häusern und Straßenüberquerung die Gondel Ciampinoi erreichen. Von hier geht’s im oberen Teil etwas steiler, dann schön moderat rot nach Plan de Gralba, wo die Gondel Piz Seteur und entsprechende Abfahrt uns weiter bringt zum Sessel Sassolungo, von dem aus wir eine ganze Strecke im Pulk weiterer Skifahrer durch die steinerne Stadt mehr oder weniger schieben und wandern. Bei der Abfahrt landen wir dann wieder vor dem Sellahaus, wo es für eine Einkehr jedoch zu früh ist.

Auf reinsten Sahnepisten fahren wir weiter. Ja, der Schnee ist wirklich vom Allerfeinsten an diesem Tag, pulvrig, griffig und überhaupt zum Genießen. Das können wir dann auf der langen Abfahrt zu Pian Frataces und Gondel am Lupo Bianco. Die bringt uns nach Canazei und zum Sechsersessel hinauf zum Belvedere. Bei dem Schnee nehmen wir von zwei Möglichkeiten die steilere hinunter zum Pass Pordoi und weiter auf blauer Piste bis nach Arabba, Sessel an der Pordoi Passstraße, rote Abfahrt auf den Ziehweg und wie am Vortag zum Arabba Fly. Über den kleinen Ort schweben, ein paar Skikurven und Sessel hinauf zum Monte Burz. Vom Ausstieg zügig den Einkehrschwung zur Burz Hütte, Käffchen und Strudel. Weit ist es dann nicht mehr. Sessel und Abfahrt auf den Campolongopass, Sessel zur Abfahrt nach Corvara und Gondel Borest nach Colfosco. Das wars.

Walters Tracks zur Sella Ronda 2019:
Sella Ronda 29. Januar 2019 orange
Sella Ronda 30. Januar 2019 grün

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Dolomiten, Fotoberichte, Reiseberichte, Skitouren abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.