Mit der Seilbahn über den Rhein

Wenn man in Köln den Rhein überqueren will, nimmt man im Norden die Mühlheimer- oder die Zoobrücke, in der Innenstadt die Hohenzollern- oder die Deutzer Brücke, im Süden die Severins- oder die Rodenkirchener Brücke. Seit 60 Jahren gibt es jedoch auch die Möglichkeit, gemütlich über den Rhein zu schweben. Wir waren mal wieder auf der Rheinpromenade in unterwegs, das Wetter war gut, vor allem kein Wind und da wollten wir das nun endlich mal machen. Tickets gibt’s beim Einstieg im Gebäude auf der Riehler Straße gegenüber von Zoo und Flora. Verglichen mit Seilbahnfahrten in Skigebieten geht’s ziemlich langsam voran d.h. auch mit langen Zeitabständen zwischen den einzelnen Gondeln, von denen jede anders aussieht, schön bunt gestaltet. Ein paar Minuten warten und dann geht’s los.

Ja, es ist ein Erlebnis, plötzlich das dicht befahrene Konrad-Adenauer-Ufer und den Autokonvoi auf der Zoobrücke von hier oben zu betrachten und das einmalige Kölnpanorama von der Kölnarena, den Triangel Turm über die Brücken die Stapelhausfront und die zwei Spitzen der berühmten Kathedrale aus dieser Perspektive zu erleben. Über dem Rheinpark in Köln-Deutz schweben wir langsam wieder runter und machen im Rheinpark ein Gängelchen zum Rhein. Auf der Rückfahrt nehmen wir uns mal den Blick in nördliche Richtung über den Jugendpark, Katzenbuckel, Mülheimer Brücke und die zwei Becken des Mülheimer Hafens vor.

Mit der Seilbahn über den Rhein 1
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Skulpturenpark an der Rheinpromenade

Der Eingang des Skulpturenparks Köln liegt direkt an der Rheinpromenade in unmittelbarer Nähe der Zoobrücke. Er erstreckt sich in westlicher Richtung bis zur Riehler Straße, wo sich auch ein Eingang befindet. Dieser kleine Park geht zurück auf das Sammlerehepaar Eleonore und Michael Stoffel, auf deren Initiative er eingerichtet wurde.

Ausgestellt werden Werke von Gegenwartskünstlern und zwar im zweijährigen Wechsel von Exponaten. Zum 20-jährigen Jubiläum im Jahre 2017 wurde die Wechselausstellung KölnSkulptur #9 installiert. In Anlehnung an Tausendundeine Nacht lautet das Motto: „La Fin du Babylone. Mich wundert, dass ich so fröhlich bin!“ Damit kann ich doch was anfangen, zumal es im Infotext weiter sinngemäß heißt, die Ausstellung solle bei den Besucherinnen und Besuchern die Kräfte der Fiktion mobilisieren. Nun, diesen Gedanken kann ich beim Rundgang entlang der Kunstwerke und immer im Blick Teresa Solars auffällig rosafarbenes igelartiges Gebilde „Pumping Station“ von 2017, etwas erhöht platziert an einem kleinen Hügel, schön weiterspinnen.

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„Rocketman“ im Odeon

Treppe zum Kino 1 im Südstadtkino „Odeon“

„Das fängt ja gut an“, dachte ich, als der Protagonist nach fulminantem Intro im orange schillernden Kostüm mit Hörnern und Flügeln durch einen langen Lichtgang heranschwebt, in einer Encountergruppe landet und den Teilnehmern im Sitzkreis von seinen Macken erzählt. Plattitüde von schlimmer Kindheit, abwesendem Vater, weicher Mutter? Meine Bedenken lösen sich auf. Bereits in der Kindheit beginnt die beispiellose Karriere von Reginald Kenneth Dwight, der sich später Elton John nennt.

Inspiriert durch Texte des Lyrikers Bernie Taupin komponiert er all die schönen Songs, einschließlich „Rocketman“, die mich nun durch den Film begleiten. Der Mensch Elton John wird lebendig, seine Erfolge, beginnend im „Troubadour“ in L.A., wo der schüchterne Künstler nach Anschiss des Veranstalters mit „Crocodile Rock“ regelrecht explodiert und das Publikum in surreale Welten katapultiert. Ein aufregendes Leben als Popstar mit Auftritten in spektakulären Outfits mit außergewöhnlichsten Brillen, Sex, Alkohol, Drogen und Abstürzen. Drama also? Nein, der Regisseur Dexter Fletcher bringt mit Hauptdarsteller Taron Egerton ein äußerst unterhaltsames Musical auf die Leinwand, das ich gerne noch ein paar Stunden länger geschaut hätte.

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Mit dem Leihrad durch Köln

Vor der Wahl, vom Motel One im Kölner Mediapark zum Wallraf Richartz Museum zu kommen, kann man durch die Kyotostraße Richtung Dom und dann in die Altstadt laufen. Bei strahlendem Wetter haben wir die Idee, doch mit dem Fahrrad zu fahren. Ein Standort für DB Leihräder ist direkt gegenüber. Fahrrad aussuchen, Sattel richten, für mich ist die Höhe 4 bequem, und los geht’s auf dem Hansaring Richtung Ebertplatz.

Dort wird es etwas stressig, obwohl der Fahrradweg bis dahin links vom Parkstreifen prima in roter Farbe gekennzeichnet ist. Was nützt das, wenn ein Auto trotzdem auf dem Fahrradstreifen parkt? Über den Theodor-Heuss-Ring fahren wir südlich vom Park bis zum Konrad-Adenauer-Ufer. Sehr stark befahren, Überqueren geht nur an der Ampel. Danach gelangen wir direkt an die Bastei, also an den Rhein. Auf der Promenade fahren wir ein Stück in Richtung Dom und machen erst mal ein sonniges Bankpäuschen. Jetzt sind es nur noch ein paar hundert Meter zum Ziel. In der Nähe vom Fischmarkt können wir die Dinger wieder abstellen und auschecken, gerade 29 Minuten d.h. je Fahrrad 1 Euro. Zum Museum ist es durch die Kölner Gassen über den Altermarkt nur noch ein Katzensprung.

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Hamm am Wasser – Borgstätte

„Historisch betrachtet ist die Lippeaue ein bedeutsamer Raum für die Stadtgeschichte. Der Bereich „Borgstätte“ ist eng mit der Gründungsgeschichte Hamms verbunden. Auch dieser Umstand wird nicht gepflegt und die Bedeutung dieses Raumes zur Stadtgeschichte ist der Bevölkerung weitgehend unbekannt.“ (Projektpapier „Erlebensraum Lippeaue“ vom 1.12.1016 -S. 15)

„Im Bereich „Borgstätte“ werden archäologische Untersuchungen zum Bodendenkmal Burgstätte Nienbrügge in Zusammenarbeit mit Schulen o.ä., betreut durch einen Archäologen durchgeführt. Bei entsprechend gesicherten Befunden werden diese dauerhaft konserviert und im Sinne eines Lehrpfades aufgearbeitet. Publikationsfähige Ergebnisse werden entsprechend aufgearbeitet. Die Errichtung einer Motte dient als Dauerausstellung und Informationszentrum zur Stadtgeschichte und zur Archäologie.“ (Projektpapier „Erlebensraum Lippeaue“ vom 1.12.1016 – S. 62)

Die Dokumentation zum Förderantrag „Erlebensraum Lippeaue“ ist inzwischen Projekt. Erste Maßnahmen zur Umsetzung wurden bereits begonnen, so wurden im Bereich Borgstätte. Grabungen durchgeführt, deren Ergebnisse wohl demnächst entsprechend der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Außerdem ist hier eine Lippeschleife geplant, die den Flusslauf um 800 Meter verlängert.

Ausgrabung bei der Burg Nienbrügge
Hamm am Wasser – Schweinemersch

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Hamm am Wasser – Schweinemersch

Lippewasser fließt in die neue Schleife

Hafenstraße im Hintergrund

Das Projekt „Erlebensraum Lippeaue“ soll den Fluss, an dessen Ufern die Stadt Hamm liegt, renaturieren und der Bevölkerung zugänglich machen. Erste Arbeiten sind im Gange und am Fuß- und Radweg zwischen Münsterstraße und Eisenbahnlinie bereits sichtbar. „Im Bereich Schweinemersch wird der Lippeverband die Aue wieder an die Lippe anbinden, zum Beispiel durch das Wiederanlegen eines alten Flutarmes als Flutmulde und eines Auenwaldes“, heißt es in der Broschüre des Lippeverbandes herausgegeben vom Umweltamt Hamm. Die Schweinemersch ist eine von sieben Projektgebieten. Es folgen in westlicher Richtung (Radbodstraße) der Nienbrügger Berg, Borgstätte und Lippeschlinge, in östlicher (Fährstraße) Auenstrand, Lippestrand und Kentroper Bosmar. Im Bereich Borgstätte haben archäologische Funde ergeben, dass sich hier die älteste Ansiedlung der Stadt Hamm befand, die Burg Nienbrügge.

Ausgrabung bei der Burg Nienbrügge

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Museum im Park

Das Lembruck-Museum liegt im Stadtzentrum von Duisburg nur ein paar Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt. Es ist umgeben von einem schönen Park mit Skulpturen, Plastiken und Installationen von verschiedenen Künstlern, während die Werke von Wilhelm Lembruck im Museum präsentiert werden, wie auch die aktuelle Sonderausstellung.
Schönheit. Lembruck. Rodin

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Schönheit. Lembruck. Rodin

Sollte ich Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) kennen? Seit meinem Besuch im Lembruck-Museum frage ich mich: Warum erst jetzt? In Duisburg wurde in Bahnhofsnähe eigens ein schöner Mueumsbau errichtet, in dem die Werke dieses großen Sohnes der Stadt angemessen präsentiert werden, größtenteils Skulpturen, aber auch Arbeiten auf Papier und Leinwand.

Zu Wilhelm Lehmbrucks 100. Todestag gibt es nun eine Sonderausstellung „Schönheit. Lehmbruck & Rodin – Meister der Moderne“. August Rodin? Nun, „Der Denker“ ist mir in Nachbildungen doch schon an verschiedenen Orten begegnet und in dieser Ausstellung ist er auch dabei. Dieser kräftige muskulöse Mann mit schwer aufgestütztem Kopf steht Lehmbrucks „Sitzendem Jüngling“ gegenüber, auch er ein Sinnender.

Und was hat es mit der Schönheit auf sich?, frage ich mich während des Rundgangs durch die Ausstellung. Die Antwort bekomme ich durch Betrachtung der wunderbaren Skulpturen und durch Wandtexte. Schönheit ist das Wahre, das innere Erleben, das die Werke beider Künstler rüberbringen, besonders eins der letzten von Wilhelm Lehmbruck. „Der Gestürzte“ von 1915 lässt mich innehalten in respektvoller Bewunderung.

Museum im Park

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70 Jahre Grundgesetz

Davon konnten die Protagonisten der 48-er Revolution nur träumen, eine Verfassung für ganz Deutschland, die all das garantiert, worum sie gekämpft haben, zum Teil mit bitteren Verlusten von Freiheit, Heimat und Leben. Am 23. Mai 1949 wurde nach intensiver, zum Teil kontroverser Vorarbeit das „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“ vom parlamentarischen Rat in Bonn verkündet. Leider müssen viele Menschen in diktatorisch regierten Ländern den Traum der Achtundvierziger noch heute träumen.

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Veganalina Café auf der Hammer Meile

„Vegan. Für die Menschen. Für die Tiere. Für den Planeten.“ Mit diesen Worten begrüßt Alina Rüter die Besucher der Homepage zu ihrem Café. Eine kleine vegane Welt ein paar Schritte von der Pauluskirche entfernt mitten in der Hammer City. Im Veganalina Café gibt es richtig leckere hausgemachte Kuchen und Torten, Burger, Wraps und Sandwiches, täglich wechselnde Mittagsgerichte, Brunchbuffets und Arrangements für kleine Gruppen in gemütlicher Atmosphäre, ob drinnen oder draußen.

Alina selbst nennt es „einmaliges Café“, das ist es wirklich, schon allein das schöne Retrogeschirr aus Beständen von alten Sammeltassen zusammengestellt. Und das Schöne ist: Ob Kuchen, Sahnetorten, Snacks, kleine Gerichte, alle Speisen sind vegan. Ja, das Veganalina Café ist etwas Besonderes. Wer mal in der Hammer City unterwegs ist, sollte unbedingt bei Alina in der Südstraße einkehren. Vom Bahnhof ist es nur ein paar Minuten zu laufen.

Renates Veganblog

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