Else Pauline

vom garten her
schaue ich hoch
zu deinem balkon
du stehst da
winkst
schon dabei:
trauer
in unseren herzen
(10. Januar 2008)

du fehlst
(29. Juli 2019)

* 26. Oktober 1919 in Hamm
+ 31.Dezember 2007 in Hamm

Else Pauline: Trauer
Gedanken: Wenn wir von Liebe reden
Rudi: „Gefallen für Großdeutschland“

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„Foto Farbe Form. Bildwelten der Brüder Viegener“

Vor langer Zeit lebten im westfälischen Städtchen Soest drei Brüder, die im späteren Leben bekannt und berühmt geworden sind. Fritz, der älteste, schuf Grafiken und Skulpturen, Eberhard, der mittlere, Bilder des Expressionismus und der neuen Sachlichkeit und Josef, der jüngste, war ein Meister des Fotografierens. Zurzeit gibt es im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm eine Ausstellung mit Werken der drei Viegener Brüder.

Die habe ich am vergangenen Sonntag besucht d.h. an einer Führung von Maria Perrefort teilgenommen, die den Teil des Hammer Fotografen Josef Viegener kuratiert hat. Das stadtbekannte Fotogeschäft und -atelier Viegener befand sich in der Oststraße und später bis zum Jahre 2000 in der Ostenallee. Der Nachlass ist im LWL-Medienzentrum unter dem Titel „Fotosammlung Viegener – Hamm“ im Bildarchiv für Westfalen digital zugänglich. Eine feine Auswahl, zum Teil in eindrucksvollen Großformaten, wird in der Ausstellung präsentiert und wurde von Frau Perrefort den Besuchern erläutert. Wir betrachteten Portraits von Hammer Bürgern, Gesichter der NS-Zeit, historische Stadtansichten, schöne Gebäude zur Vorkriegszeit, Straßenzüge in Schutt und Asche, Wiederaufbau. Da ist die Pauluskirche ohne Turm, der hohe Schornstein der Brauerei Isenbeck, Fördertürme der Zeche Sachsen, die Straßenbahn am Westentor und das Modeatelier in der Bahnhofstraße.

Nach der Führung konnten wir uns noch die Bereiche der beiden Brüder anschauen, Skulpturen, ein großes Holzrelief und Grafiken von Fritz Viegener, den ich noch gar nicht kannte und eine ganze Reihe schöner Bilder von Eberhard Viegener, der mir bereits in einer Ausstellung zu Wilhelm Morgners 100. Geburtstag im Soester Morgnerhaus als Künstlerkollege des jungen Expressionismus in Soest zu Beginn des 20. Jahrhunderts begegnet ist. Im Gegensatz zu Wilhelm Morgner, der 26-jährig im ersten Weltkrieg fiel, konnte Eberhard Viegener über zwei Weltkriege hinweg seine künstlerische Laufbahn fortsetzen und über die expressiven Motive hinaus weitere interessante Werke schaffen. Gut gefielen mir auch seine Stilleben und Landschaftsbilder, mit denen er sich wohl während der NS-Zeit über Wasser halten konnte.

Wilhelm Morgner zum 100. Geburtstag

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Die Höhner in Hamm

„Steh auf, mach laut“. Richtig Lärm gab’s, als die sechs Herren von Höhner gestern Abend in den Zentralhallen die Bühne betraten. Hammer Publikum, das sei ja wie ein Heimspiel, meinte Frontmann Henning Krautmacher, „Wo mir sin is Kölle“. Klatschen, Schunkeln, Mitsingen durch das Programm dieser Kölner Kultband mit sechs Musikern, die ihr Handwerk verstehen.

Richtig cool kamen die bekannten Hits, als die Erdkugel durch das Publikum schwebte und auf der Bühne zum Stehen kam „Wir halten die Welt an“, „Wenn nicht jetzt, wann dann“, „Hey Kölle, du ming Stadt am Rhing…“, ein „Jeföhl“, und im gesamten Chor der Halle „Viva Colonia“. Dass die Höhner mehr können als Karneval, zeigten sie vor allem zum Abschluss mit dem perfekt arrangierten Folkcover „The Lily of the West“.

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Critical Mass in Hamm

Es scheint Leute zu geben, die glauben, die Straße gehöre allein den Autofahrern. Wie sonst ist zu erklären, dass eine geschlossene Gruppe von 16 Fahrradfahrern ungeduldig angehupt, von dicht hinter ihnen fahrenden Autos gedrängt und mit laut aufheulenden Motoren rechts und links mit viel zu geringem Abstand überholt und beim Einscheren gefährlich geschnitten wurde? Als Radfahrer auf der Straße bin ich wohl ein Störfaktor. Diesen Eindruck gewann ich gestern Abend nach 19 Uhr als Mitglied der Critical Mass Gruppe auf der Hammer Wilhelmstraße.
Critical Mass heißt wörtlich übersetzt eine kritische Masse, in dem Falle von Radfahrern, die im Verbund wie ein langes Fahrzeug am Straßenverkehr teilnimmt d.h. anstatt Radweg die Straße benutzt. Mit meiner Teilnahme gestern wollte ich demonstrieren, dass Radfahrer anstatt schmaler Radstreifchen, die zudem noch oft zugeparkt sind, viel mehr Platz in den Städten brauchen. Das gilt für meine Stadt Hamm nicht nur für die Benutzung von Verkehrswegen, sondern auch für die Möglichkeit, meinen Zossen z.B. beim Bahnhof angemessen zu parken.

Walters Track zur Tour: Critical Mass in Hamm am 27. September 2019

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„Die unendliche Geschichte“

Wenn ich an Fantasy denke, fällt mir sofort mein Leseabenteuer mit Bastian Balthasar Bux ein. Im Antiquariat von Karl Konrad Koreander findet er ein Buch, dessen Einband aus kupferfarbener Seide, illustriert mit einer hellen und einer dunklen Schlange, ihn magisch anzieht. Er nimmt es mit und „Die unendliche Geschichte“ beginnt. „Phantásien in Not“ ist die Überschrift des ersten Kapitels, das mit dem fein gestalteten Buchstaben A beginnt. So begleite ich Bastian beim Lesen auf dem Dachboden und bei seiner Reise ins Fantasyland, in dem er allmählich selbst zum Protagonisten wird.

Im Jahre 1979 erschien das Buch im Verlag Thienemann. Inzwischen wurde es in viele Sprachen übersetzt. Zum 40. Geburtstag gibt es eine Neuauflage mit überarbeitetem Cover. Das Elektrobuch hab ich mir nun gegönnt, um mich jetzt auch digital in Bastis faszinierendes Abenteuer zu begeben und mich zu fragen: Wie kommt er nun aus Phantásien in die reale Welt zurück? Gerne immer wieder von Kapitel A bis Z. Danke, Michael Ende.

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Biotop in der Lippeaue

Auf dem Weg entlang der Eisenbahnlinie vom Hammer Hauptbahnhof zum Nordenfriedhof habe ich einen wunderbaren Blick hinunter auf ein Biotop und weiter in das Wiesen- und Strauchgelände bis zu den Anlagen im Hammer Hafen. Die Idylle im Vordergrund entstand vor mehr als 70 Jahren durch Bombenabwürfe, die den Hammer Bahnhof und die Brücke über Lippe und Kanal treffen sollten. Weiter westlich befand sich bis zum Jahre 1226 die Burg Nienbrügge

Zur Biotop Idylle: Ruhe gibt es nicht

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„Tor der Wachsamkeit“

Diese schöne Torskulptur befindet sich im Hammer Martin Luther Viertel. Der Künstler Manfred Billinger hat sie im Jahre 1992 geschaffen. Warum er den Titel „Tor der Wachsamkeit“ gewählt hat, lese ich in einer Publikation vom Klartext Verlag „Skulpturenführer Hamm. Zwischen Bärenbrunnen und Wolkenschaukel“: „Mein Tor habe ich der Wachsamkeit gewidmet, der Zustand, der den Menschen vor Schaden bewahrt? Vor Täuschungen, vor Irrtümern, ist Wachsamkeit nicht möglicherweise eine Tür oder ein Tor zum Glück zur Zufriedenheit, zum Paradies auf Erden? Wach sein heißt im hier und jetzt gegenwärtig zu sein.“

Manfred Billinger

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Klimademo in Hamm

Seit mehr als 30 Jahren sind die fatalen Folgen des Klimawandels bekannt, nur wenig ist geschehen. Es ist fünf vor zwölf, sagen die Wissenschaftler und sagen die Schülerinnen und Schüler, die sich der mutigen jungen Schwedin Greta Thunberg zur Aktion „FridaysForFuture“ anschließen und jeden Freitag für den Klimaschutz streiken und demonstrieren. Zum Tag der entscheidenden Tagung des Klimakabinetts der Bundesregierung am 20. September 2019 riefen sie dazu auf, in ganz Deutschland für das Klima zu demonstrieren. Und so geschah es nun auch im westfälischen Hamm. Einige Tausend Menschen versammelten sich auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof. Nach Begrüßung „Hallo Hamm“ und Information der Veranstalter setzte sich der Demozug in Bewegung mit Plakaten, Bannern und Sprechchören „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, „Ohne Bäume keine Träume“, „Rettet unsere Zukunft“.

Autobefreit ging es über neue Bahnhofstraße, Schwarzen Weg, Allee Straße, Werler Straße bis zum Rathaus auf dem Theodor-Heuss-Platz. Nachdem sich niemand der Stadtregierenden blicken ließ, setzte sich der Zug wieder in Bewegung durch die Südstraße zum Marktplatz, willkommen geheißen von den Glocken der Pauluskirche. Schüler hielten ausgebreitet ein riesengroßes Transparent aus vielen Bettlaken, fein bemalt und beschriftet mit entsprechenden Motiven nach dem Motto „Wir wollen die Welt retten“. Dieses Ziel hatten wohl alle, was dann in den Redebeiträgen auf der Bühne noch einmal deutlich ausgesprochen wurde, vor allem, dass die Politik dringendst zum Handeln aufgefordert ist. Dazu kann ich nur sagen: Nicht nachlassen, weiter streiken und weiter demonstrieren.
Persönliche Anmerkung und Fazit: „Grandparents for Future“ waren und sind auch dabei.

Banner und Glocken der Pauluskirche:
Klimademo in Hamm am 20. September 2019

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30. Hammer Stunikenmarkt

Jedes Jahr um den dritten Sonntag im September ist Rummel in der Hammer City. In diesem Jahr feiert er sogar ein Jubiläum. 30 Jahre Stunikenmarkt und richtig viel los rund um die Pauluskirche und auf dem Santa-Monica-Platz. Und jedes Mal kommen Erinnerungen an die Kirmes meiner Kinderzeit auf dem Richard-Matthaei-Platz, wo jetzt ein großes Einkaufscenter steht: Autoscooter, Raupenbahn, Fahrt zum Mond.

Heute zieht es mich in das Riesenrad „Around the World“. 55 Meter hoch ist es und steht so nah neben der Pauluskirche, dass ich meine, ich könnte nach der Uhr unter dem grünen Turm greifen. Von hier oben kann ich doch entspannt auf die Höllenrittspektakel hinunterschauen, das Jetlag Karussell vor dem Supermarkt und „Big Monster“, die Riesenkrake direkt am Kircheneingang. Und bei all den Runden hoch und runter immer wieder der faszinierende Blick in die Fußgängerzone mit Einhornapotheke und Fassadengemälde beim Café Extrablatt und über die ganze Stadt hinweg zur Bahnlinie im Westen und weiter zum Kraftwerk in Stockum, dem Heessener Kirchturm im Norden, Windrädern im Osten und den Wassertürmen im Hammer Süden.

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10 Jahre Hanak

Spätsommerabend in der Kölner Südstadt, ganz besonderer Abend in der Alteburg. Ein Jubiläum wurde gefeiert. Mehrere hundert Fans ließen sich entführen zur Zeitreise in die Geschichte einer liebenswerten kölschen Band, 10 Jahre Hanak, 10 Jahre „Kölschrock en Bewäjung“, 10 Jahre Mitsinghit „Haifischzahn“. Wie entstanden all die schönen Lieder, Texte und Melodien? Dazu konnte Frontmann Micha Hirsch einiges erzählen.

Er hatte in seiner reichhaltigen Repertoirekiste gekramt und eine feine Auswahl wurde auf der Bühne in der Alteburg performt, zusammen mit Keyboarder und Quetschenmann Torsten Herbst (Herbi „läuft“ seit Gründung), den Gitarristen Tobi Born und Rafael Hupfeld, Max Moerke an den tiefen Saiten und Schlagzeuger Johannes Biegl. „Dat muss Kölle sin“. Kann man die Liebe zu der schönen Stadt am Rhein mit Dom und Heinzelmännchenbrunnen, fünfter Jahreszick, „Dreigestirn“, Poporeiben und „Haiehymne“ schöner besingen?

Und überhaupt die Liebe, „Manchmol“ nachdenklich, dann als „Engel“ zwischen Chips und Kaffeebar im Supermarkt oder „Wenn ich jonn“, um wiederzukommen, schöne Balladen, die jeden im Alteburger Saal mitnahmen. Bevor wir wie „Vampire“ in die Nacht flogen, präsentierte Hanak nach dem Motto „Et Hätz schleiht im Veedel“ zum allerersten Mal den neuen Sessionstitel „Veedel“, dem ich ganz viel Erfolg wünsche.

Hörproben zu Hanaks 10-jährigem Jubiläum am 12. September 2019:
Manchmol
Engel
Wenn ich jonn

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