In der Ausstellung „Kirchner. Picasso“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster und Mitarbeit des Kirchner Museums Davos werden überraschende Gemeinsamkeiten in den Werken der Künstler Ernst Ludwig Kirchner (*1880) und Pablo Picasso (*1881) aufgezeigt. Da ist die Stille in Ateliers oder Bergdörfern sowie das turbulente Leben in Großstädten mit Liebe, Musik und Tanz.
Die Kuratoren haben erstaunliche Parallelen dieser beiden Zeitzeugen der Zeit vor und nach dem ersten Weltkrieg herausgearbeitet, sowohl in der Wahl von Motiven, als auch in der Art der Durchführung. Wir sehen und vergleichen Werke von Kirchner und Picasso gegenüber- und nebeneinandergestellt, wie Kirchners „Tanzende Mädchen in farbigen Strahlen“ und Picassos „Die drei Tänzer“.
Inspiriert wurde Kirchner durch den Besuch von Picassos großer Ausstellung im Kunsthaus Zürich im Jahre 1932. So ist auch die große Ähnlichkeit seines Bildes „Nackte liegende Frau“ und Picassos „Der Schlaf“ zu erklären. „Obwohl sie sich nie persönlich begegneten, näherten sie sich in ihren Bildwelten und Stilen an“, heißt es im Flyer zur Ausstellung.
Besuch der Ausstellung „Kirchner. Picasso“ im LWL Museum Münster am 6. Januar 2026