100 Jahre Hildegard Knef

„Ich will alles – oder nichts. Ein musikalischer Abend zu 100 Jahren Hildegard Knef“ ist der Titel zur Veranstaltung im Schauspielhaus in der Prinzenstraße in Hannover. Hildegard Knef wäre in diesem Monat 100 Jahre alt geworden, Schauspielerin, Autorin, Sängerin, eine außergesöhnlich kreative Frau, die trotz Krieg, Nachkrieg, Höhen und Tiefen beharrlich ihren Weg zum Erfolg gegangen ist.

Mit wunderbaren Kostümen und viel Glitzer bringen drei Sängerinnen, ein Sänger, Pianistin, Gitarrist, Drummer und Bassist Leben und Werk dieser interessanten Künstlerin auf die Bühne. Von der ersten bis zur letzten Minute unterhaltsam erzählen sie die Lebensgeschichte und interpretieren in wunderbaren Performances eine Auswahl aus dem umfangreichen Schaffen weniger oder mehr bekannter Songs wie „Von nun an ging’s bergab“, „Ich will alles“, „In dieser Stadt“.

Damit meint sie Berlin, die Stadt, in der sie lebte, die sie liebte und für die an diesem Abend ein bekannter Marlene Dietrich Song gecovert wird „Ich hab‘ noch einen Koffer in Berlin“. Zum fulminanten Finale wird die berühmte Nummer „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ präsentiert, originell performt vom männlichen Knefdarsteller des Ensembles. Fazit: Dieser besondere Silvesterabend war feinste Unterhaltung, poppig, rockig, poetisch!!!

„Ich will alles – oder nichts. Ein musikalischer Abend zu 100 Jahren Hildegard Knef“ am 31. Dezember 2025 im Schauspielhaus Hannover

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Alt St. Alban in Köln

Alt St. Alban ist die Ruine einer ehemaligen Pfarrkirche in der Kölner Altstadt am Quatermarkt zwischen Gürzenich und Wallraf-Richartz-Museum. Die Kirche wurde im zweiten Weltkrieg schwer zerstört. Fassade und Außenmauern sind zum Teil erhalten, als Mahnmal und Gedenkstätte für die Toten beider Weltkriege, wenngleich nicht öffentlich zugänglich. Nur durch zwei Gittertore hat man einen Blick in das Innere.

Da ist im hinteren Teil der Kirchenruine die berührende Skulptur „Trauernde Eltern“, Nachbildung eines Werkes von Käthe Kollwitz, die es im Jahre 1932 für ihren im ersten Weltkrieg gefallenen Sohn Peter geschaffen hat. Das Original steht auf einem flandrischen Soldatenfriedhof für Zehntausende deutsche Männer, die in diesem Krieg dort auf dem Schlachtfeld gefallen sind.

Auf der rechten Seite des Innenraums steht eine Gedenktafel für die Opfer des zweiten Weltkriegs mit der Aufschrift: „Noch warten Kriegsgefangene auf ihre Heimkehr“. So bleibt die Ruine der romanischen Kirche St. Alban erhalten als Mahnmal für die Schrecken des Krieges.

Alt St. Alban am 18. Dezember 2025

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Friedenskrippe und Weihnachtsmärkte in Köln

Wenn man im Kölner Hauptbahnhof ankommt, läuft man in der Markthalle unwillkürlich an der Friedenskrippe vorbei, liebevoll gestaltete Weihnachtsgeschichte in der Kölner Altstadt im Jahre 1946. Da ist der „Weihnachts-Verkauf“ mitten in den Trümmern, der Heimkehrer mit staubigem Köfferchen im zerstörten Haus und die heilige Familie in den Ruinen einer Kirche, bedrückendes Nachkriegsszenario.

Inmitten des Weihnachtsmarkts am Kölner Dom auf dem Roncalliplatz steht die große weihnachtlich geschmückte Tanne, um die herum sich die schönen Hütten mit roten Dächern vor der einzigartigen Kulisse der Domsüdseite gruppieren. Hier gibt es Kunsthandwerk, jede Menge Geschenkideen, Weihnachtsschmuck sowie Speisen und Getränke einschließlich Wimmeltassen, kölsche Spekulatius, Schokolade und Domlikör.

Einer der schönsten Weihnachtsmärkte überhaupt ist Heinzels Wintermärchen auf dem Heu- und Altermarkt. Hier sind sie wieder da, die Heinzelmännchen in den vielen Themengassen von Antik-, Nasch-, Krämer-, Spielzeug- bis Gold- und Futtergasse. Ein Heinzel Riesenrad steht vor Kölns historischem Rathaus und beim Weihnachtspostamt können Kinder ihren Wunschzettel schreiben, mit Heinzel Briefmarke versehen und an das Christkind schicken.

Hafenatmosphäre gibt’s beim Weihnachtsmarkt am Schokoladenmuseum, schön gelegen direkt beim Eingang zum Rheinauhafen. Die weißen Dächer auf den Zelten sollen an Segel erinnern und das Warenangebot hat durchaus was Maritimes, ebenso das kulinarische mit Fischspezialitäten sowie Getränke aus verschiedenen Ländern am Dreimaster und in der „Leuchtturm-Hafenspelunke“. Besonderes Highlight ist das große Riesenrad.

Auf dem Neumarkt überwiegt das himmlische Glitzern. Hunderte Sterne, Lichterketten, Weihnachtskränze und Engel in Weiß und Naturtönen schmücken die Bäume und Häuschen auf dem Markt der Engel. Runzlich punzlich braun gebackene Reibekuchen mit Apfelmus gibt’s auch und himmlisch süße Küsse in vielen Geschmacksrichtungen wie Lebkuchen, Honig, Zimt, Amaretto und Marzipan. Ich nehme Tiramisu. Lecker süß!

Friedenskrippe und Weihnachtsmärkte in Köln am 18. Dezember 2025

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The Soirée mit Variety Music

„Variety Music“ ist ein Kollektiv mit mehr als 60 Musikerinnen und Musikern aus allen Bereichen, vom Piano über Saiten-, Blasinstrumenten, Schlagzeug und vielen wunderbaren Stimmen von Sängerinnen und Sängern, teils bekannt aus „The Voice of Germany“, „Das Supertalent“ und „Deutschland sucht den Superstar“. Die Gruppe wurde gegründet von Moritz Steckenstein.

Wegen vieler Anfragen nach musikalischer Begleitung für Hochzeiten und Events machte das Sinn. Inzwischen ist Moritz als herausragender Sänger durch Fernsehauftritte überregional bekannt. Manager Bennet Seiger spielt Piano und führt durch diesen Abend im ausverkauften Konzerthaus Solingen. „The Soirée. A Winters Tale“ ist der Titel, das heißt, es wird vorweihnachtlich nach dem Motto „Candlelight Affair“.

Das heißt auch, festliche Kleidung sowohl der Protagonist*innen auf der Bühne als auch beim Publikum, Glamour pur, wohin man blickt. „Wer glänzt, gehört dazu“, steht auf der Homepage Ankündigung von „Variety Music“. Ja, es glänzt und glitzert in Gold, Bronze, Burgunder, Dunkelgrün und Schwarz, jeweils passend zu den Songs der umfangreichen Playlist, weihnachtlich zum Beispiel mit „Let it snow“, „Last Chrismas“, „Felice Navidad“.

Da gibt’s mehr oder weniger bekannte Cover mit eigenen Interpretationen wie „Hallelujah“, „Time after Time“, „Flugzeuge im Bauch“, wunderbar arrangiert. Wie angekündigt erleben wir im Laufe des Abends erst Gänsehaut mit Balladen und Soul vom Feinsten, dann Konfetti mit wildem Trubel der Stars auf der Bühne, bei dem das Publikum von den Sitzen gerissen wird, mitschwingt, klatscht und tanzt. Highlights des Abends?

Schwer zu sagen, denn alle Stücke wurden perfekt inszeniert, grandios vorgetragen und kamen voll rüber. Besonders gefallen haben mir Moritz Version des Adele Songs „Someone like you“ und Florians wilde Tanzperformances. Wie versprochen, einer der schönsten Winterabende mit Gänsehaut und Konfetti.

The Soirée mit Variety Music am 28.11.2025 im Konzerthaus Solingen

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Zandvoort, Leiden, Amsterdam

Mo 3. Nov. Für ein paar Tage Auszeit im November ist das NH Hotel in Zandvoort aan Zee super geeignet. Über die Straße hinweg sind wir direkt am Strand, heute sehr stürmisch mit heftiger Brandung, sodass wir uns schon beim Palace Hotel Hochhaus zwischen die Häuserreihen flüchten. Abendessen gibt’s im libanesischen Restaurant Noya, Falafel und Tabuleh. Immerhin haben wir später beim Rückweg den Wind im Rücken.

Di 4. Nov. Das Wetter hat sich beruhigt. Kurzer Strandbesuch, Frühstück und dann on the road nach Leiden. Das Parkhaus am Lammermarkt ist in jedem Fall wieder erste Adresse für unseren ID3, großzügig, hell, sauber, die wahre Freude und mitten in der Stadt gelegen. Zum Museum De Lakenhal in der historischen Tuchhalle sind es nur ein paar Meter. „Meisterhaftes Mysterium – Über Rembrandts rätselhaften Zeitgenossen“ ist der Titel einer Sonderausstellung.

Gemälde eines unbekannten Malers, signiert mit dem Kürzel I.S., werden in besonderem Licht präsentiert, größtenteils Darstellungen von Gesichtern. Danach tauchen wir ein in die Geschichte der Stadt mit den Höhen des Woll- und Tuchhandels sowie den Tiefen während der spanischen Belagerung, als die Stadt Hunger leiden musste. Noch ein kleiner Rundgang in der Fußgängerzone, an Grachten und schöner Kirche.

Dann geht’s gut 30 Kilometer zurück zu Käffchen und Keksen ins Zandvoorter Hotelzimmer mit Meerblick und später zum Strandspaziergang und im Städtchen Abendessen finden. Das ist heute schwierig, weil alles, was wir uns ausgeguckt haben, heute geschlossen hat. Nach einigem Suchen werden wir fündig bei der freundlichen Betreiberin eines kleinen asiatischen Imbissrestaurants mit Reis, Tofu, Gemüse. Immerhin!

Mi 5. Nov. Das Wetter ist nicht nur schön, sondern sonnig, das heißt dünne Jacken für den Spaziergang zum Bahnhof. Mit dem Sprinter fahren wir in einer halben Stunde nach Amsterdam Centraal und befinden uns mitten in der Metropole. Zuerst schauen wir uns die gigantische Fietsenstalling Anlage an und bummeln dann los zum Blumenmarkt in der Nähe der Herengracht, zur Spiegelgracht und durch das Rijksmuseum zum Museumsplein.

Im Bistro Cobra gibt’s Apfelpie und die besten Fries, die man sich vorstellen kann, mit Rijksmuseumpanorama. Am frühen Nachmittag erreichen wir unser Hotelzimmer für Käffchen und den kleinen Snack und später noch mal Strandwanderung und Einkehr bei Bandai Thai in der Zeestraat. Der gebratene Tofu mit verschiedenen Soßen, ist köstlich zubereitet und ein schöner Abschluss unserer Kurzreise.

Do. 6. Nov. Längere Strandwanderung Richtung Bloemendaal aan Zee und dann on the road über Enschede und Laden bei McDonalds in Gronau zurück nach Hamm.

Zandvoort, Leiden, Amsterdam vom 3. bis 6 November 2025

Falafel und Tabuleh in Zandvoort
Bandai Thai in Zandvoort

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Larkin Poe in Köln

Wir kommen pünktlich zum E-Werk in Köln-Mülheim und sind überrascht, dass sich bereits vor Einlassbeginn die Schlange mindestens 100 Meter die Schanzenstraße entlang zieht. Zwei Stunden später (nach dem Support) geht’s los, direkt zum mitgrooven und mitrocken vom Feinsten. Larkin Poe sind die Schwestern Rebecca und Megan Lowell aus Atlanta. Der Name geht zurück auf den Namen eines Großvaters, Cousin von Edgar Allen Poe.

„The Bloom Tour“ heißt es, das ist der Titel ihres neuesten Albums „Bloom“. Die beiden Musikerinnen präsentieren ihre Songs mit Gitarren und Gesang, beides auf so hohem Niveau, dass sie in Amerika bereits einige Preise gewonnen haben, so 2024 mit dem Album Blood Harmony die Grammy-Auszeichnung für das beste zeitgenössische Blues-Album. Dass sie Blues und Rock beherrschen, dürfen wir im bis an den Rand gefüllten E-Werk an diesem Abend live erleben.

Heute sind sie mit Rockband da, performen zwischendurch aber ein wunderschönes Akustik-Set, fünf Musiker*innen um ein Mikrophon versammelt. Rockig und balladig geht’s weiter bis zur letzten Zugabe „Bloom again“.

Larkin Poe Bloom Tour im E-Werk in Köln-Mülheim am 26. Oktober 2025

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Eschwege und Schwalbenthal

Da wir schon in der Nähe sind, planen wir doch mal einen Kurzbesuch in Eschwege, Kreisstadt in Nordhessen an der Werra und vor allem bekannt für viele historische Fachwerkhäuser. In einem davon haben wir uns für die Nacht eingemietet, im Altstadthotel „Frankfurter Hof“ am alten Steinweg und werden äußerst liebevoll empfangen. Auf dem Flur gibt’s Wasserkocher, Tassen und Kaffee.

Nach Chillpause machen wir ein Gängelchen über den schönen Eschweger Marktplatz und zur Brücke über die Werra. Sehr schön hier, aber gegen 18 Uhr wird’s ruhig im Städtchen, denn da schließen die meisten Läden in der Fußgängerzone. Nicht aber die Lokale. Wir bekommen lecker veganes Curry mit Tofu im vietnamesischen Restaurant Ha Noi Xua in der Forstgasse und zum Abschluss ein Eis im Hörnchen an der Werrabrücke.

Nach hervorragendem Frühstück mit allem Drum und Dran einschließlich Handkäs mit Musik im Frankfurter Hof machen wir uns auf den Weg zum Schwalbenthal auf dem hohen Meißner, einer ehemaligen Bergarbeitersiedlung, die vor vielen Jahren einem Erdrutsch zum Opfer gefallen ist. Hier oben gibt’s eine Bergarbeiterskulptur sowie ein paar Informationen mit Text und Bildern zur Dokumentation.

Immerhin steht das ehemalige Wohnhaus des Bergbauchefs noch, war auch mal ein Gasthaus. Das steht jetzt aber wohl wegen Baufälligkeit leer und ist nur von außen zu betrachten. Zu betrachten ist aber die schöne Umgebung mit Knappenpfad und der Blick vom Aussichtspunkt weit hinunter ins Tal über den Ort Germerode hinweg bis Eschwege mit seinen Leuchtbergen.

Eschwege und Schwalbenthal am 9./10. September 2025

Vegan in Eschwege

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Micha im Gaffel am Dom

Micha Hirsch, Gründer, Frontmann und Songschreiber der ehemaligen Kölner Band „Hanak“ tritt heute mit Band im Brauhaus „Gaffel am Dom“ auf. Ausverkauft, das heißt, es ist eng vor der Bühne im Fassbierkeller. Mit „Nacht der Nächte“ sind junge und alte Fans gleich voll dabei, textsicher und tanzfreudig bei Michas reichhaltigem Repertoire aus Hanakzeiten sowie neuen Werken und Cover.

Da gibt’s was zum Schunkeln wie „Engel“, rocken wie „Haifischzahn“ und „Zesammestonn“, träumen wie „Manchmal“ und „Veedel“, Eagels „Hotel California“ sowie schöne Songs von kölschen Bands wie die „Räuber“ und „Bläck Fööss“. Zusammenhalten, zusammen rocken und gemeinsam Spaß haben an der Musik. Das kriegen Micha Hirsch und seine Band super hin mit perfekter Performance an diesem Abend im Kölner Brauhaus.

Micha Hirsch und Band im Fassbierkeller des Gaffel am Dom am 27. September 2025

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Stefanie Heinzmann in Hamm

Stefanie Heinzmann & Mikis Takeover hatten in Hamm volles Haus. Klassik trifft Pop oder Pop trifft Klassik, auf jeden Fall faszinierende Kompositionen wurden im großen Saal des Kurhaus Bad Hamm präsentiert. Mit zwei Geigen, Bratsche, Cello, Klarinette, Kontrabass und zwei Sängerinnen brachten acht Musiker*innen großartige Arrangements verschiedener Songs auf die Bühne.

Die meisten stammten aus dem Repertoire der großen Musikerin Stefanie Heinzmann. Harmonisches Zusammenspiel mit der Gruppe Mikis Takeover, ein Klassikensemble, dass hin und wieder auch background singt, wie bei „My man is a mean man“ oder „All we need is love“, musikalisches Können sowie Freude an der Musik steigerten sich zeitweise zu einem wahren Feuerwerk. Woher nimmt diese Frau die unbändige Power? Das erzählt Stefanie in der Zwischenmoderation mit Message für das Publikum sowie der Performance eines der neuen Stücke „Power“.

Stefanie Heinzman & Mikis Takeover am 25. September 2025 im Kurhaus Bad Hamm

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Reise nach Brüssel

Do 4. Sept Nach ein paar Stunden Fahrt mit einmal Laden in Belgien kommen wir gegen Mittag in der europäischen Hauptstadt an. Für die erste Herausforderung, das Auto in einer Tiefgarage mit sehr engen Kurven bis hinunter auf minus 5 manovrieren und auf einem schmalen Bereich abstellen, braucht’s Geduld. Das Motel One Brüssel befindet sich um die Ecke auf der Rue Royale, wir können schon einchecken.

Chillpause fällt aus, weil wir für 14:30 ein Ticket zum Besuch des europäischen Parlaments haben. Wir laufen durch den nahegelegenen Parc de Bruxelles und kommen rechtzeitig an. Per Audioguide werden wir durch das Haus und in den Plenarsaal geführt, setzen uns auf die Zuschauertribüne und bekommen Informationen über die Abläufe an diesem zentralen Ort der europäischen Gemeinschaft. Anschließend besuchen wir das benachbarte Parlamentarium.

Hier gibt’s jede Menge Daten zu Personen und digitale Präsentation sehr vieler Bereiche der europäischen Politik, in jedem Fall interessant. Danach haben wir uns die vegane Bowl beim nagelegenen Restaurant Hawaian Poke Bowl redlich verdient, zumal nach Anreise, Einschecken, Wanderung, Europa Parlament, Parlamentarium. Nach dem Rückweg durch den Parc de Bruxelles und Chillpause im Hotel laufen wir noch mal los.

Von der Rue Royale geht’s nach rechts hinunter, vorbei an der Cathédrale Saint Michel-Et-Gudule in die Altstadt. Vor dem Eingang zur Galeries Royales St. Hubert wird’s croudy. Livemusik, eine Frau mit einer Stimme, an der wir nicht einfach vorbeigehen können, Coversongs wie einige von Adele perfekt vorgetragen. Schließlich gehen wir hinein in die Galeries und staunen ohne Ende. Laden an Laden, jedes Schaufenster für sich ein Kunstwerk, vor allem Süßigkeiten und gehobene Fashion.

Ich kann mich nicht sattsehen. Ja, da müssen wir nächste Tage noch mal rein, aber jetzt erst einmal zum Zentrum, dem Grand-Place. Fassaden vom Allerfeinsten, leider ist das Panorama durch den Aufbau weißer Zelte für das kommende Bierfest ein wenig gestört. Und es wird auch langsam dunkel, wir werden müde. Das heißt, für heute erst einmal Schluss mit Brüssel entdecken.

Fr 5. Sept Erst einmal gehen wir denselben Weg wie gestern, von der Rue Royale nach rechts vorbei an der Kathedrale, stehen wieder vor dem Eingang der Galerie Royale, bummeln noch einmal durch die Shopping Mall, zumal jetzt alle Läden geöffnet sind und bewundern schönste Pralinen „handcrafted by Neuhaus“. Auch die Seitengassen sind sehr schön, eine führt direkt auf den Grand-Place. Nicht weit entfernt stehen wir plötzlich vor diesem berühmten Brunnen „Männeken Pis“.

Wir wundern uns, wie klein dieses Männeken ist. Aber Hauptsache der Wasserstrahl landet da, wo er soll und selfietauglich ist die Figur allemal. Größer gibt es sie im benachbarten Süßigkeitenladen, gleich sechs aufgereiht in Schokobraun, Grün, Gelb, Gold, Rot, Transparent. Und auf einer Hausfassade gibt’s ein großes Graffiti mit dem „Männeken Peace“.

Aber unser Ziel heute ist der Mont des Arts. Der Weg führt aus der Altstadt heraus, durch einen kleinen Park, dem „Jardin du Mont des Arts“ und von oben haben wir einen wunderbaren Blick auf die Brüsseler Altstadt. Auf dem Plateau dieses Kunstbergs befindet sich ein königlicher Palast sowie eine Vielzahl von Museen. Wir entscheiden uns für das Musikinstrumentenmuseum. Das ist in einem historischen Jugendstilhaus untergebracht.

Präsentiert werden tausende Exponate auf vier Ebenen, mechanische und elektronische Instrumente, Instrumente der Volksmusik in Europa und Übersee, Geschichte vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert sowie der Tasteninstrumente. Auch die verschiedenen Saiteninstumente sind gut vertreten. Schön, dass wir uns mit dem Audioguide sehr viele Musikbeispiele mit und ohne Gesang anhören können.

Über die Rue Royale und durch den Parc de Bruxelles wandern wir zurück zum Chillen im Hotel und Restaurant für das Abendessen suchen. Wir entscheiden uns für Takumi Ramen, Japenese Soul Food, in der Nähe vom Grand-Place. Zum Dessert gönnen wir uns eine der lecker zubereiteten belgischen Waffeln mit Schoki- und Vanillesoße bei einem der zahlreichen Waffelbäckereien, die uns schon anlachen, seitdem wir hier sind.

Sa 6. Sept Das Atomium ist unser heutiges Ziel. Wir laufen zur Metrostation Madou und fahren mit der Linie 6 bis zur Station Heysel, das ist ziemlich weit außerhalb. Von da sind es nur ein paar Meter bis zu dem markanten Gebilde, das zur Expo 1958 geschaffen wurde. Das Atomium ist eine viele millionenfach vergrößerte Darstellung eines Eisenmoleküls mit neun Atomen in Form von silbernen Kugeln mit jeweils 18 m Durchmesser.

Die Kugeln sind durch Röhren miteinander verbunden. Zunächst fahren wir mit dem Fahrstuhl in die oberste Kugel. Von hier haben wir einen 360° Panoramablick auf Brüssel und Umgebung. Da sehen wir auch den Park Mini-Europe, den wir im Anschluss besuchen werden. Wieder unten angekommen geht’s per lichtdurchflutete Rolltreppen durch Verbindungsröhren und später per Treppenstufen in weitere Kugeln mit jeweils verschiedenen Präsentationen.

Da ist die Geschichte des Atomiums seit 1958 sowie Licht- und Klanganimationen, die wir auf Bänken sitzend auf uns wirken lassen. Interessant ist auch der benachbarte Park Mini-Europe, in dem Monumente aus europäischen Ländern, wie der Eiffelturm in Paris, der Trevibrunnen in Rom sowie das Brandenburger Tor und Berliner Mauer, liebevoll nachgebildet und zum Teil mit Sound- und Lichteffekten präsentiert werden.

Zurück fahren wir mit der Linie 6 bis zur Metro Station Arts-Loi. Auf dem Weg zur Rue Royal entlang des Parc de Bruxelles bewundern wir noch einen der schönen Regenbogen Überwege. Bei der Chillpause im Hotel entscheiden wir uns zum Abendessen bei Royal Indian Taste in der Altstadt und lassen unseren letzten Brüsseltag auf den bequemen Sitzbänken im Parc de la statue roi Baudouin an der Kathedrale und beim Mojito in der Hotellobby ausklingen.

Rue Royale mit Motel One

So 7. Sept Gemütlich im Motel One Basement frühstücken mit frischgemachtem Hummus, veganem Käse, Vurst, Cheesecake, Joghurt, Obst und die Highlights der drei Tage in der Europäischen Hauptstadt noch mal revue passieren lassen: die Altstadt, der Kunstberg, das Atomium, der kleine Supermarkt Carrefour direkt gegenüber. Dann mit Gepäck zum Parkhaus ParkBee Gare de Bruxelle Central wandern, Auto vom Deck -5 herauffahren und die Stadt verlassen.

Vegan in Brüssel

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